Wohnungssanierung in Blasewitz

Zweitausend neue Wohnungen in letzten zwölf Jahren

Mit den Veränderungen im Wohnungsbestand der Stadt Dresden befasst sich die neue Ausgabe der „Dresdner Zahlen aktuell“, die regelmäßig von der kommunalen Statistikstelle herausgegeben werden. Die amtliche Statistik zur Bautätigkeit unterscheidet zwischen Errichtung neuer Gebäude, Baumaßnahmen an bestehenden Gebäude (Um- und Ausbau) und Abrissen. Während bis zum Jahr 2000 der Wohnungsneubau dominierte, sind ab 2001 auch die anderen Teilkomponenten mit unterschiedlicher Entwicklung wirksam. Der Hauptgrund für diesen Umbruch war der hohe Wohnungsleerstand 2000/2001 von über 20 Prozent. Im Zeitraum 2001 bis 2012 nahm der Wohnungsbestand nur noch um 1449 Wohnungen zu.

Dabei stieg die Anzahl der Wohnungen in Eigenheimen von 31 976 (Anteil 11,0 Prozent) auf 37 339 (12,7 Prozent) bei gleichzeitigem Rückgang der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern von 255 516 auf 251 826. Am Neubau (8203 Wohnungen) war mit zwei Drittel (5310 Wohnungen) der Eigenheimbau beteiligt. Die Anzahl der jährlich fertiggestellten Wohnungen in Eigenheimen schwankte nur relativ gering (307 bis 557 Wohnungen). Der Mehrfamilienhausbau kam in den Jahren 2003 bis 2010 nahezu zum Erliegen – weniger als 200 Neubauwohnungen wurden jährlich fertiggestellt. Mit den Neubauten von 2011 und 2012 (426 bzw. 507 Wohnungen) ist offensichtlich diese Phase beendet.

Der Wohngebäudeabriss mit 8727 Wohnungen, zum größten Teil durch das Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ gestützt, und der gleichzeitige und stetige Bevölkerungszuwachs (um insgesamt 58 372 auf nunmehr 530 722 Einwohner) verringerten den Wohnungsleerstand; er sank um 14 Prozentpunkte. Mit über 900 Wohnungen war der Abriss in den Jahren 2004, 2005, 2006 und 2011 am größten. Das Programm „Stadtumbau Ost“ startete 2001, insgesamt wurden mit diesem Programm in Dresden der Gebäudeabriss von 7323 Wohnungen gefördert. Ein unmittelbarer Zusammenhang zum WOBA-Verkauf 2006 besteht somit nach Auffassung der Statistiker nicht.

Durch Um- und Ausbau wurde in den vergangenen zwölf Jahren insgesamt ein Wohnungszuwachs von 1973 Wohnungen erreicht. Erwähnenswert sind hier die seit 2007 zu Wohngebäuden umgebauten Nichtwohngebäude (u. a. Fabriken und Schulen) mit insgesamt 1219 Wohnungen. (red)

Service:

Was: Faltblatt „Dresdner Zahlen aktuell“ 12/2012

Wo: Kommunale Statistikstelle (Ferdinandplatz 1, 6. Etage, Telefon 4 88 11 00, Telefax 4 88 69 13, E-Mail statistik@dresden.de)

Wo noch: Rathaus und in allen Bürgerbüros

Wieviel: kostenlos

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