Gleiskreuzung Schanze

Großbaustelle Kreuzung Schanze pünktlich fertig – Linie 12 wieder auf alter Strecke

Am Sonnabend wird die letzte Großbaustelle 2014 der Dresdner Verkehrsbetriebe abgeschlossen. „Damit haben die Bauleute Wort gehalten und nach der Schandauer Straße jetzt auch die Pennricher/Rudolf-Renner-Straße pünktlich übergeben“, sagte heute DVB-Geschäftsführer Reiner Zieschank. Um 3:30 Uhr geht das letzte noch durch Bauarbeiten gesperrte Streckenelement wieder an das Dresdner Straßenbahnnetz. Damit kehrt auch die Linie 12 auf ihren angestammten Fahrweg nach Leutewitz zurück. Auf der belebten Kreuzung schneidet sie sich mit der Linie 2. Täglich steigen hier etwa 4.000 Fahrgäste ein, aus oder um. An allen Haltestellen gibt es jetzt einen barrierefreien Zugang und die inzwischen übliche Ausstattung mit Möblierung und elektronischen Abfahrtstafeln.

Insgesamt 10,3 Millionen Euro wurden in den Ausbau der Gleise und der Straßen investiert. Versorgungsleitungen, Straßendecke und die mehr als einhundert Jahre alten Entwässerungskanäle waren in einem bedenklichen  Zustand. Die im Volksmund „Schanze“ genannte Kreuzung ist durch den neuen Straßenbelag und die modernen Gleise deutlich leiser als vorher, betonte Zieschank. Er sei überzeugt, dass nach der Sanierung das gesamte Gebiet deutlich gewinne. Das könne man auch an zunehmend mehr sanierten Häusern sehen.

DVB schanze - haltestelle

Der Aufkleber zum Schienenersatzverkehr wird durch den Hinweis auf die Nachtlinie ersetzt. Foto: W. Schenk

Die gesamte Gleiskreuzung ist von den DVB-Gleisbauern auf dem Werkplatz in Reick vorgefertigt worden. Die Gleise mussten an Höhenunterschiede von einem Meter angepasst werden. Das bedeutet, dass die Gleise nicht nur horizontal, sondern auch vertikal millimetergenau gebogen sein müssen.

Mit den Großbaustellen der vergangenen Jahre wächst auch die Erfahrung im Umgang mit den betroffenen Fahrgästen, Anwohnern und Gewerbetreibenden. Rechtzeitig habe das Baustellenmarketing über alle Sperrungen und Umleitungen informiert. Geholfen habe dabei die sympathische „Bauameise Emil Emsig“. Deshalb gab es trotz enger Baufelder und vieler Sperrungen rund um die Großbaustelle „Schanze“ nur wenig Nachfragen oder Beschwerden, meinte der DVB-Chef.

Weil die Planungen bereits fertig waren, haben DVB und Straßen- und Tiefbauamt kurzfristig entschieden, die Rudolf-Renner-Straße gleich noch zwischen Emil-Ueberall-Straße und Hermsdorfer Straße zu erneuern. Der zusätzlich umgebaute Abschnitt schließt sich direkt an den im letzten Jahr gebauten Teil der Rudolf-Renner-Straße Süd an. Dafür wurden seitens der DVB rund 600.000 Euro zusätzlich investiert.

Bis auf zwei kleine Teilstücke ist damit die Rudolf-Renner-Straße rekonstruiert. Kommen die Planungen gut voran und ist die Finanzierung gesichert, könnte die Rudolf-Renner-Straße 2016 auf ihrer Nordseite in Richtung Lübecker Straße ein Stück weiter ausgebaut werden. Unter anderem ist vorgesehen, auch die Straßenbahnhaltestelle „Birkenhainer Straße“ barrierefrei anzulegen. Das noch fehlende Stück auf der Südseite zwischen Emil-Ueberall-Straße und Kesselsdorfer Straße soll beim langfristig geplanten Umbau der Kesselsdorfer Straße berücksichtigt werden.

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