Mattis Hoffmann von den Internationalen Gärten Dresden

IG Gleisschleifengärten bemängelt Vorentwurf für Parkhaus Johannstadt

Die IG Gleisschleifengärten in der Dresdner Johannstadt stellt die Objektivität des Dresdner Stadtplanungsamtes und des Bauausschusses bei der Standortwahl des geplanten Parkhaus Johannstadt in Frage. Das 14 Meter hohe Parkhaus soll auf der jetzigen Fläche der Kleingärtner errichtet werden. In einer Stellungnahme nennt die Interessengemeinschaft eine Reihe von Einwänden, die aus ihrer Sicht gegen den Bau auf den bisherigen Kleingartenanlagen sprechen. Die Stadt hatte insgesamt sechs Standorte miteinander verglichen und einen Vorentwurf vorgelegt.

Insbesondere die Bauhöhe in direkter Nähe zur Wohnbebauung führe zu einer Wertminderung. Durch die betroffenen Anwohner sei deshalb mit Schadenersatzforderungen zu rechnen. Laut IG Gleisschleifengärten sei dies an drei anderen Standorten nicht der Fall gewesen. Zudem behindere die künftige Haltestelle der Dresdner Verkehrsbetriebe möglicherweise die Zu- und Abfahrt zum Parkhaus. Darüber hinaus bemängelt die IG die Lärmbelastung. „Die dargelegten Lärmmesswerte sind anzuzweifeln. Bereits zum heutigen Tage ist eine Lärmbelastung in der Nachtzeit durch die Fetscherstraße vorliegend, welche durch die Parkhausnutzung und die Erhöhung des Gesamtverkehrs zunehmen wird“, sind sich die Vertreter einig. Zusätzlich gehen sie von einer erhöhten Luftverschmutzung aus. „Der Bau des Parkhauses im allgemeinen und an diesem Standort im Besonderen läuft jeglichen Luftreinhalteplänen der Stadt Dresden entgegen. Dies ist jedoch in keiner Weise in die Betrachtung des Gesamtvorhabens einbezogen worden“, kritisieren die IG-Mitglieder in ihrer Stellungnahme.

Auffällig sei weiter, dass bei der Analyse der Eingriffsgröße in die Kleingärten die Internationalen Gärten offensichtlich nicht eingerechnet wurden. Laut der Planer sei mit der Gleisschleife als Standort der der geringste Eingriff notwendig, obwohl hier gärtnerische Nutzfläche von 5000 Quadratmetern laut IG für eine Parkhausfläche von ca. 2300 Quadratmetern geopfert werden müsste. Andere Standorte würden einen geringeren Eingriff in Nutzflächen darstellen, sind die IG-Vertreter abschließend überzeugt.

Das Parkhaus soll unter anderem Stellflächen für das Max-Planck-Institut bieten. Zudem mangelt es in der Johannstadt an Stellflächen, wie Stadt analysiert hatte. Mit dem Parkhaus soll dem entgegengewirkt werden. Eine weiterer Parkplatz entsteht bereits an der Waldschlößchenbrücke.

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