Ich nicht. Nicht mal mit drei Promille.

Ich nicht. Nicht mal im Traum. An keinem Stammtisch und nicht mal mit 3 Promille. Worte wie Dreckspack, Gelumpe oder Viehzeug kommen mir einfach nicht in den Kopf, wenn ich über Asylbewerber oder Kriegsflüchtlinge nachdenke. Nicht mal, wenn ich über den Mörder von Khaled oder drogendealende  Tunesier oder sächsische Crystal-Verkäufer nachdenke. Und selbst, wenn ich über grölenden Pegida-Versammelte nachdenke, die Lutz Bachmann zugejubelt haben, als er behauptet hat, dass nun wirklich jeder schon einmal diese Worte am Stammtisch gesagt hat. Selbst dann nicht.

Für wen – meint Bachmann – spricht er da? Nun gut, für die, die ihm zujubeln, die kurz danach „Wir sind das Volk“ und als Anastasia aus Russland ans Mikrofon kommt „Drushba, Drushba“ rufen. Das sind die gleichen, die er vor kurzem noch verarscht hat, als er sich öffentlich entschuldigte für seine Wortwahl.

Nach dem Montag bin ich für mich zu der Überzeugung gekommen, dass die Leute, die jetzt noch Lutz Bachmann folgen, keinen Dialog wollen. Die Anhänger folgen billigen populistischen Losungen und lassen sich gern von den Rednern zu verschiedensten Sprechchören animieren. Und sie lassen auch Putin hochbleben, weil der ja, und das hat nun wirklich noch nie jemand an einem Stammtisch gesagt, ein echter Verfechter der Versammlungsfreiheit ist. Kein vernünftig denkender Mensch würde an die jetzigen Pegida-Organisatoren und deren Anhänger Gesprächsangebote herantragen. Jetzt gilt die Bringe-Pflicht.

Dresden fest in den Händen von Pegida? Dieser Traum von Edwin Utrecht in seinem Pedia-Facebook-Kommentar ist ausgeträumt. Das ist vorbei. Das hat man am Montag auch ohne Forsa-Umfrage gesehen.

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