Pop-Up-Store für zwei Monate: Unipolar bedruckt mit wissenschaftlichem Anspruch

Für zwei Monate haben Steve Kupke und Daniela Praß ihr Geschäft an der Jahnstraße geöffnet. Pop-Up-Store heißt das Prinzip in der Sprache der Kultur- und Kreativwirtschaft und soll Firmengründern helfen, ihre Produkte zu präsentieren. Ein zeitlich begrenzter Laden, der „aufpoppt und dann auch wieder verschwindet“, sagt Initiator Kupke. Das Angebot besteht aus fair gehandelten, bio-zertifizierten und nachhaltig produzieren Kleidungsstücken. Die besondere Idee, die sich hinter dem Modelabel Unipolar verbirgt, sind die Motive auf T-Shirts, Pullover, Hemden oder Taschen. Keine platten Sprüche, kein Nerd-Design, sondern wissenschaftlicher Anspruch komme auf den Stoff, betont der studierte Physiker. „Wir bringen wissenschaftliche Errungenschaften und prägende Momente der Forschung in ansprechenden Designs auf unsere Produkte“, sagt Kupke. „Wir bringen alles auf das T-Shirt, was man studieren kann“, beschreibt Daniela Praß die Idee etwas eingängiger. Zum Beispiel ein T-Shirt mit dem Original-Cover von Isaac Newtons Hauptwerk „Mathematische Principien der Naturphilosophie“ oder mit den Galapagosfinken aus Charles Darwins „Über die Entstehung der Arten“. Damit hat sie auch gleich die wichtigste Zielgruppe des Modelabels genannt – Studenten, Akademiker und alle, die genug von den T-Shirt-Plattheiten haben.

Warum der Shop dann nicht auf dem Dredner Campus eröffnet wurde? Wir sind hier in guter Nachbarschaft, meint Kupke. Nebenan hat die Verbrauchergemeinschaft für umweltgerecht erzeugte Produkte ihren Sitz. Ohnehin sei der Pop-Up-Store wirklich so gedacht, wie es der Name sagt. Schon aus Zeitgründen werden sich die beiden Firmengründer künftig auf den Online-Vertrieb beschränken.

Das Geld für die erste Kollektion wurde mit einer Crowdfunding-Kampagne eingesammelt. 6.000 Euro waren das Ziel, mehr als 8.000 Euro sind zusammengekommen. Die Beschreibung des Projektes und das erklärende Video haben offenbar viele Sympathisanten überzeugt.

Die Einrichtung ihres Geschäfts steht dem Produktanspruch in nichts nach: Tische aus alten Dielen und Europaletten, Theke und Kleiderständer aus alten Rohren auf rohem Betonfußboden. Während die beiden auf ihre ersten Kunden warten, macht Kupke noch ein bisschen Werbung: „Wir wollen den Leuten einfach die unglaublich gute Qualität der Bio-Textilien präsentieren und diese auch unbedruckt anbieten – in zeitgemäßen Schnittformen und einer riesigen Farbauswahl. Dabei möchten wir zeigen, dass fair nicht gleich teuer heißen muss“, sagt er und findet, dass hier jeder, „der ein besonderes Weihnachtsgeschenk sucht, bei uns genau richtig ist“.

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