Soziale Stadt 2710

Soziale Stadtentwicklung: Vier Millionen Euro für Projekte in drei Stadtteilen

Das Dresdner Stadtplanungsamt hat heute im Dachsaal des riesa efau über das Förderprogramm des Europäischen Sozialfonds (ESF) informiert. Rund 40 interessierte Vertreter von Initiativen und Vereinen waren vor Ort. In einem gut einstündigen Vortrag informierte der Projektleiter Hans Martin Pfohl vom Stadtplanungsamt über das Programm. Es geht um drei Fördergebiete: Dresden Nord (Pieschen/Leipziger Vorstadt), Dresden Friedrichstadt und Dresden Johannstadt.

Soziale Stadt Martin Pfohl

Projektleiter Martin Pfohl. Foto: Jan Frintert

Ziel ist eine nachhaltige Stadtentwicklung. Gefördert werden Projekte zur sozialen Eingliederung, Kinder- und Jugendbildung, zur Integration in Beschäftigung oder zur Unterstützung des lebenslangen Lernens sowie zur Integration von Flüchtlingen. Antragsteller können Bildungseinrichtungen, Vereine und andere Stadtteilakteure oder Initiativen sein. Die Förderung ist insbesondere für Langzeitarbeitslose, einkommensschwache Bevölkerungsgruppen und Flüchtlinge gedacht.

Diese Projekte von und für Menschen sollen mit bestehen Maßnahmen kombiniert werden. Die drei Stadtteile wurden ausgewählt, da sie als soziale Brennpunkte gelten. Laut Pfohl würden dazu zwar auch die Stadtteile Gorbitz und Prohlis zählen, die würden jedoch über ein Bundesprogramm gesondert gefördert.

Insgesamt, so Pfohl, sei mit etwa drei bis vier Millionen Euro an Fördermitteln zu rechnen. Die einzelnen Projekte werden dann mindestens zu 95 Prozent gefördert. 80 Prozent kommen aus Mitteln der EU, weitere 15 Prozent zahlt der Freistaat Sachsen. Die restlichen fünf Prozent soll die Landeshauptstadt übernehmen, aber diese Mittel stehen derzeit noch nicht im Haushalt bereit.

Es werden grundsätzlich nur Projekte mit einer Summe von mehr als 10.000 Euro gefördert, es gilt das Kostenerstattungsprinzip. Das heißt, der jeweilige Verein muss in Vorleistung gehen und bekommt das Geld dann erstattet.

In den drei Stadtteilen liegt der Anteil an Sozialhilfeempfängern zum Teil deutlich über dem Durchschnitt in ganz Dresden. Auch der Anteil an Arbeitslosen ist höher als im Stadt-Schnitt.

Einzelheiten zum Förderprogramm stehen in der Förderrichtlinie „Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF 2014–2020“ des Freistaates Sachsen

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