albertbrücke frachter 1703
800 Tonnen Salz hat der tschechische Frachter „Albis“ geladen. Mit der Last ist das Schiff zu schwer zum Freischleppen. Foto: Jan Frintert

Albertbrücke: Frachter „Albis“ liegt noch fest – Schifffahrtsamt prüft Bergungsvarianten

Der seit Montag an der Albertbrücke festliegende Frachter „Albis“ aus Tschechien  kommt voraussichtlich erst am Wochenende frei. Nachdem zwei Versuche, das Schiff freizuschleppen, gescheitert waren, werden nun die 800 Tonnen Salz abgepumpt, mit denen das Schiff in Richtung Heimat unterwegs war.

Albertbrücke Frachter Albis 1703

Seit Montag versperrt die „Albis“ drei Brückenbögen der Albertbrücke. Foto: Jan Frintert

Seit gestern stehen zwei Saugbagger am Ufer und transportieren pro Stunde etwas mehr als vier Tonnen auf bereit stehenden Lkw, das Salz zum Zwischenlagern in den Alberthafen bringen. Zusätzlich sind ein Schwimmgreifer mit Schubboot und ein Motorgüterschiff aus der Tschechischen Republik auf der Fahrt zum Havarieort, um das Entladen zu unterstützen. Sie sollen bis heute Abend eintreffen.

Wie genau der Frachter aus seiner misslichen Lage befreit wird, steht noch nicht fest. Nach Angaben von Klaus Kautz, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts Dresden (WSA), würden parallel zum Abladen zur Zeit verschiedene Varianten des Freischleppens untersucht. Möglich seien der Einsatz von schwimmende Fahrzeugen oder schwerer Technik vom Land aus oder eine Kombination aus beiden Varianten. Die dazu notwendigen Geräte würden in Zusammenarbeit zwischen Reederei und der Feuerwehr der Landeshauptstadt Dresden organisiert.

Der Frachter „Albis“ war nach WSA-Informationen am Montag Abend gegen 21 Uhr an der Albertbrücke wegen eines Maschinenschadens manövrierunfähig geworden. Daraufhin hatte er sich quer zur Elbe vor drei Brückenbögen gelegt. Die genaue Ursache der Havarie ermittelt derzeit die Wasserschutzpolizei. Die Elbe ist für den Schiffsverkehr zwischen dem Kilometer 52 (Saloppe) und dem Kilometer 58 bis auf weiteres für jeglichen Schiffsverkehr gesperrt. Das Schifffahrtsamt Dresden hat entsprechende Sperrzeichen aufgestellt.

Trotz der Sperrung an der Albertbrücke wird die Sächsische Dampfschifffahrt am Wochenende mit dem Raddampfer „Pillnitz“ unterwegs sein. Der DAmpfer werde flussabwärts fahren und am Anleger 2 starten. Vormittags, so die Mitteilung, stehe eine Fahrt bis nach Radebeul und zurück auf dem Plan, am Nachmittag sei bei einer „Stadtfahrt mal anders“ der Alberthafen das Ziel.

Der Beitrag entstand mit Unterstützung des Online-Magazins „Neustadt-Geflüster“

  • Das könnte Sie auch interessieren …

    ASB-Manager Ulrich Grundmann: Neues Pflegesystem erfordert mehr Personal

    Die Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelungen zur Pflege haben bei der ASB Dresden & Kamenz gGmbH in den vergangenen Monaten die Diskussionen >>>

    Podemus Biomarkt im alten Bahnhof Klotzsche eröffnet

    10.15 Uhr war es soweit. Laut bimmelt Stefan Köppl mit der Handglocke, die er sich im Radebeuler Schmalspurbahnmuseum ausgeliehen hat, >>>

    Azubis aus Frankreich lernen vier Wochen am Berufsschulzentrum für Gastgewerbe

    Vier Wochen lang haben angehende Köche und Hotelfachleute aus Dresden und dem fränzösischen Bellegarde sur Valserine gemeinsam gelernt. >>>

    Vergnügliches Verbrechen mit Menü – Premiere der neuen „Mafia Mia Show“

    Wenn eine Show „Mafia Mia“ heißt, ist ein bisschen Krimi vorprogrammiert. Und so wundert es nicht, wenn alles mit einem Raubüberfall >>>

    Miss Evis Cabaret-Weltreise im Kurländer Palais

    Wie setzt man sich einen Hut auf? Nein, nicht einfach so, sondern auf akrobatisch-vergnügliche Weise. Also: Zunächst geht es in den Handstand, >>>