Peter Wiegers (li), Projektleiter für den Neubau der B.Braun-Dialysatorenfabrik, und Andreas Clausnitzer, Erster Beigeordneter der Stadt Wilsdruff, sehen sich die Baustelle an. Foto: PR
Peter Wiegers (li), Projektleiter für den Neubau der B.Braun-Dialysatorenfabrik, und Andreas Clausnitzer, Erster Beigeordneter der Stadt Wilsdruff, sehen sich die Baustelle an. Foto: PR

Baustart in Wilsdruff: B. Braun errichtet Werk für Dialysatoren

Die B. Braun Melsungen AG – ein weltweit tätiger Konzern in der Gesundheitsbranche – baut in Wilsdruff Europas modernste Produktionsstätte von Dialysatoren für die Blutwäsche chronisch Nierenkranker. Am heutigen Mittwoch begannen die Erdarbeiten. In den nächsten sechs Wochen werden Büsche entfernt, der Boden abgetragen und umgelagert und das Gelände mit der ausgeprägten Hanglage so modelliert, dass im weiteren die Grundlagen für die Pfahlgründung geschaffen werden können . Die Arbeiten übernimmt die Firma Faber Bau GmbH. Das Unternehmen aus Wilsdruff hatte vor Jahren bereits für die benachbarte Eberspächer Exhaust Technology Wilsdruff GmbH & Co. KG das Gelände vorbereitet. Der beauftragte Ingenieur für Tiefbau und Erschließung ist Martin Miklaw von der Müller-Miklaw-Nickel Ingenieurgesellschaft mbH aus Klipphausen.

Bertram König

Bertram König von B. Braun in Radeberg zeigt einen Dialysator von 1985 (l.) und das neueste Produkt. Foto: PR

Mit der neuen Dialysatorenfabrik in Wilsdruff will die B. Braun Avitum Saxonia GmbH die Produktionskapazität von B. Braun in Sachsen verdoppeln. Langfristig soll die Kapazität, auch durch produktivitätssteigernde Maßnahmen an den bestehenden Standorten, auf über 30 Millionen Dialysatoren ausgebaut und der Anteil am Weltmarkt auf über zehn Prozent erhöht werden. Bereits im ersten Bauabschnitt sind in Wilsdruff 140 Arbeitsplätze geplant. Die ersten Dialysatoren sollen 2018 ausgeliefert werden.

Die Investitionen in Grundstück und Gebäude trägt die B. Braun Medical AG. Die Konzerntochter B. Braun Avitum Saxonia GmbH übernimmt den Aufbau der Produktionsanlagen und investiert dabei mehr als 40 Millionen Euro. Diese Investition in die neue Fertigungslinie wird durch den Freistaat Sachsen mit sechs Millionen Euro gefördert. Insgesamt umfassen die geplanten Investitionen in Grundstück, Gebäude und Fertigungstechnik einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.

Das Grundstück umfasst eine Größe von etwa zehn Hektar. Die neue Filterfabrik ist nach der ersten Bauphase 143 Meter lang, 62 Meter breit und zwischen acht und 14 Metern hoch. Das Gebäude kann an beiden Längsseiten erweitert werden und erreicht im Endausbau eine Breite von fast 180 Metern. Für technische Anlagen werden zusätzlich drei kleinere Nebengebäude errichtet.

Facharbeiter und Ingenieure gesucht

Die günstige Lage nahe der Autobahn und die Option auf Erweiterung gaben den Ausschlag für die Entscheidung für Wilsdruff. Die günstige Verkehrsanbindung ist sowohl für Mitarbeiter als auch für Lieferanten von Vorteil. Auch die Betriebsstätten von B. Braun in Radeberg und Berggießhübel und der Flughafen Dresden sind von Wilsdruff aus gut erreichbar. Hinzu kommt die Attraktivität der Landeshauptstadt Dresden als wachsende und lebenswerte Stadt sowie als wichtiges Einzugsgebiet für die Suche nach neuen Arbeitskräften. Bewerbungen von Facharbeitern zum Betrieb der Anlagen, aber auch von Ingenieuren, Physikern und Chemikern werden bereits entgegen genommen.

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