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Fast die Hälfte der Wildbienenarten lebt in der Erde – Lebensräume in der Stadt werden immer seltener. Foto: Walter Eberl/pixelio.de

Biene sucht Blüte: Imkerverein übergibt Forderungskatalog im Rathaus

Einen 54 Punkte umfassenden Maßnahmekatalog zum Schutz von Wild- und Honigbienen und eine Liste mit 88 besonders bienenfreundlichen Pflanzenarten hat die Arbeitsgruppe „Biene sucht Blüte“ des Dresdner Imkervereins heute an Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) im Rathaus übergeben. Besonders die Schaffung von Lebensräumen für viele der rund 400 Wildbienenarten liegt den Imkern am Herzen.

Zum Thema: 
>> Maßnahmekatalog der AG Biene sucht Blüte
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>> 2245 Bienenvölker
>> 1-20 Bienenvölker pro Imker, einzelne mit 100 und mehr Völkern

Meist sind es einfache und wenig kostenintensive Maßnahmen, die helfen können. Verzicht auf Pestizide, Erhaltung von Futter- und Nistplätzen und die Auswahl bienenfreundliche Pflanzarten benennt Alexander Schlotter, Initiator der AG Biene sucht Blüte, die wichtigsten Forderungen. Weil etwa die Hälfte der Wildbienenarten in der Erde lebt, sei der Erhalt entsprechender vegetationsfreier Flächen genauso wichtig, wie Totholzhaufen oder Mauerreste, erläutert er. Der Lebensraum der Wildbiene müsse in einem Umkreis von etwa 300 Metern Nistplätze und Nahrungsangebote bieten.

Bienen in Dresden Forderungskatalog 2202 übergabe

Alexander Schlotter (l.) Mandy Fritzsche (r.) und Stefanie Helmke (2.v.r.) von der AG Biene sucht Blüte übergeben den Forderungskatalog zum Schutz der Wildbiene an Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne). Foto. W. Schenk

Bei Umweltbürgermeisterin Jähnigen rennen die Vereinsmitglieder offene Türen ein. Auf viele der Forderungen seien die entsprechenden Ämter bereits eingegangen. So werden zum Beispiel auf 350 Hektar in der Stadt die sogenannte Langmahd realisiert. Die sorgt dafür, dass mehr Pflanzen stehen bleiben. Weil die Stadt nicht über die entsprechende Technik verfüge, habe man die Pflege der Flächen an einen Landwirt übertragen, beschreibt Jähnigen ein konkretes  Beispiel. Für die Honigbiene gebe es in der Stadt bereits sehr gute Lebensbedingungen. Für die Wildbienen, da stimmt sie den Initatoren des Forderungskataloges zu, habe man noch Reserven.

Die Wildbiene seien auch darum wichtig für das Stadtgrün, weil sie zu anderen Zeiten als die Honigbienen fliegen würden, erklärt Mandy Fritzsche von der AG Biene sucht Blüte. Im Gegensatz zur Honigbiene würden die Wildbienen keine Völker bilden. Manche von ihnen seien sogar auf nur eine Pflanzenart spezialisiert.

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