Ein Teil des Masterplan-Gebietes ist das Elbviertel, bekannt als Marina Garden. Die Bauten mit den geschwungenen Fassaden sind eine Idee von Barcode Architetcs/Lola Landscape Architects aus Rotterdam. Quelle: Barcode Architetcs/Lola Landscape Architects
Ein Teil des Masterplan-Gebietes ist das Elbviertel, bekannt als Marina Garden. Die Bauten mit den geschwungenen Fassaden sind eine Idee von Barcode Architetcs/Lola Landscape Architects aus Rotterdam. Quelle: Barcode Architetcs/Lola Landscape Architects

Bürgerversammlung zum Masterplan Leipziger Vorstadt am 24. Februar

Die abgesagte Bürgerversammlung zum Masterplan Leipziger Vorstadt wird am 24. Februar nachgeholt. Das teilte die Stadtverwaltung heute mit. Die Versammlung soll um 17 Uhr im Bürgersaal des Ortsamtes Neustadt stattfinden. Der erste Termin am 14. Janaur war abgesagt worden, weil Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) und Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) zunächst die Stadträte über den aktuellen Stand der Planungen und die Maßnahmen zum Hochwasserschutz informieren wollten.

Bebauungsplan für Marina Garden bis 25. Februar offen gelegt

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Die mögliche Hochwasserschutzlinie. Quelle: dresden.de

 

Für einen Teil des Masterplangebietes sind jetzt die Planungen offengelegt. Das Bauprojekt kennen viele Dresdner seit Jahren unter dem Namen „Marina Garden“. Zwischenzeitlich war es in der Debatte um Bebauungsalternativen durch Rot-Grün-Rot in „Puschkinpark“ umbenannt worden, ein Werkstattverfahren betitelte dann – allerdings unter Einbeziehung benachbarter Grundstücke – das Projekt mit dem Namen „Elbviertel am Alexander-Puschkin-Platz“. Die jetzt für die Öffentlichkeit ausgelegten Pläne tragen keinen dieser Namen. Statt dessen heißt es: Bebauungsplan Nr. 357 C, Dresden-Neustadt Nr. 41, Leipziger Straße/Alexander-Puschkin-Platz.

Bis zum 25. Februar können die Unterlagen eingesehen und Stellungnahmen abgegeben werden. Eine der umstrittensten Fragen wird allerdings in der Offenlage noch nicht beantwortet. Die genaue Linie für den Hochwasserschutz soll inzwischen zwar erarbeitet sein, Umweltbürgermeisterin Jähnigen (Grüne) will sie jedoch, wie oben angekündigt, erst mit den Beteiligten und den Stadträten diskutieren, bevor sie damit nun spätestens am 24. Februar in die Öffentlichkeit geht.

Vorstellung des Siegerentwurfs aus Rotterdam

Im B-Plan 357 C bleibt es so zunächst bei der Aussage, dass die Hochwasserschutzline in etwa am unteren Drittel des Grundstückes entlang geht. Dieser Bereich soll „zur Errichtung einer Anlage des öffentlichen Hochwasserschutzes“ freigehalten werden. Auf der Fläche zwischen dieser Linie und der Elbe darf nicht gebaut werden. Hier ist eine Entsiegelung vorgesehen.

Bestandteil der Offenlegung sind auch die Ergebnisse des Werkstattverfahrens. Der Siegerentwurf kommt von Architekten und Landschaftsplanern aus Rotterdam. Die Architekten vom Büro Barcode Architetcs haben unter anderem den Adidas-Campus in Herzogenaurach geplant, die Landschaftsplaner von Lola Landscape Architects haben vielfältige Erfahrungen mit Bauten in Wassernähe. Der Entwurf, so heißt es in der Begründung der Stadt, „bietet die Gelegenheit zur Entwicklung einer unverwechselbaren Identität durch seine städtebauliche Eigenart, stellt eine wahrnehmbaren Beziehung zwischen den historischen Zeugnissen im Gebiet, Villa mit Garten im Norden und Fabrikschornstein im Zentrum, und der freien Landschaft her und zeigt einen öffentlichen Charakter der Grün- und Freiräume.“

Grundstückseigentümerin Töberich und ihre Pläne

Die Grundstückeigentümerin Regine Töberich verfolgt dagegen andere Pläne. An dem Werkstattverfahren hat sie nicht teilgenommen. „Ein Werkstattverfahren ist für mich definitiv ausgeschlossen“, hatte sie gegenüber menschen-in-dresden.de erklärt und betont, dass sie auf einer Entscheidung ihrer Bauvoranfrage bestehe. Der Umstand, dass die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit jetzt andere Vorstellungen für ihr privates Grundstück entwickle, sei kein akzeptabler Grund, die Genehmigung zu verweigern. Sie hat darum die Stadt auf 3 Millionen Euro Schadenersatz verklagt, weil ihr Bauvorbescheidsantrag vom 13./20. Oktober 2014 nicht rechtzeitig, nämlich bis zum 23. Januar 2015 entschieden worden war. Ihr sei ein Gewinn von 24 Millionen Euro entgangen. Mit der Klage will sie einen Teil davon einklagen.

 

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