Fliegerbombe Weißeritzstr 2201
Auf der Baustelle für die neue Multifunktionshalle an der Weißeritzstraße wurde bie Baggerarbeiten eine Fliegerbombe gefunden. Foto: W. Schenk

Fliegerbombe auf Grundstück Weißeritzstraße – Ecke Magdeburger Straße entschärft

Bei Bauarbeiten auf einem Grundstück an der Weißeritzstraße – Ecke Magdeburfger Straße ist heute Morgen gegen halb Acht eine Fliegerbombe entdeckt worden. Nach Einschätzung der Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes handele es sich um eine 3-Zentner-Bombe amerikanischer Bauart, erklärte eine Polizeisprecherin.

Fliegerbombe Weißeritzstr 2201 Ingo Krause

Ingo Krause, Einsatzleiter der Feuerwehr, koordiniert die Arbeiten und beantwortet die Fragen der Journalisten. Foto: W. Schenk

Diese soll nun vor Ort entschärft werden. Derzeit bereitet die Polizeidirektion Dresden weitere Einsatzmaßnahmen vor. Dazu gehören insbesondere Evakuierungsmaßnahmen im Umfeld des Fundortes.

Auf dem Grundstück will der Investor Uwe Saegeling eine Multifunktionshalle bauen, die die neue Heimat für die Handballer vom HC Elbflorenz werden soll. Saegeling ist Präsident des Vereins und investiert rund 15 Millionen Euro in die neue Halle.

Aktualisierung 21 Uhr: Bombe entschärft

Nach Abschluss der Evakuierungsmaßnahmen begannen die Experten um 19:50 Uhr mit der Entschärfung der Bombe. Eine Stunde später gab der Sprengmeister Entwarnung. Die Bombe war entschärft.

Alle Sperrungen wurden aufgehoben, die Anwohner können in ihre Wohnungen zurückkehren. 32 Anwohner hatten während der Evakuierung in der Turnhalle am Terrassenufer oder in der Pfotenhauerstraße gewartet. Die Turnhalle wird von der Stadt zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Auch die Erstaufnahmeeinrichtung am Flughafen wurde genutzt. Hier kamen 69 Einwohner eines Pflegeheimes unter. In den Leichtmetallhallen auf dem ehemaligen Parkplatz waren bisher noch keine Flüchtlinge untergebracht.

Die Polizeidirektion Dresden ist von Beamten der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt worden. Insgesamt waren 288 Beamte im Einsatz. 42 Mitarbeiter des Gemeindlichen Vollzugsdienstes sowie 170 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes unterstützten den Einsatz.

Aktualisierung 20:15: Evakuierung abgeschlossen

Die Evakuierungsmaßnahmen liefen reibungslos. Lediglich der Transport der Bewohner eines Pflegeheims führte zu Verzögerungen, teilte eine Polizeisprecherin mit. Um 19.45 Uhr waren diese Maßnahmen abgeschlossen. Nun werde in Kürze mit der Entschärfung der Bombe durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst begonnen.

Aktualisierung 17:15 Uhr: Bahnstrecke zwischen Neustadt und Mitte wird gesperrt

Seit etwa 17 Uhr ist die Bahnstrecke zwischen Dresden Neustadt und Dresden Mitte gesperrt, teilte ein Bahn-Sprecher mit. Ausserdem seien Einschränkungen und Verspätungen nicht auszuschließen. Für folgende Linien teilte die Bahn Änderungen mit:

  • Die Züge der S 2 (Dresden-Flughafen – Pirna) pendeln zwischen Flughafen und Dresden-Neustadt bzw. zwischen Pirna und Dresden Hbf.
  • Die Züge der S 1 (Meißen-Triebischtal – Pirna / Bad Schandau / Schöna) und RE 50 (Leipzig – Dresden Hbf) werden über Dresden-Friedrichstadt – Cossebaude – Coswig umgeleitet. Die Halte zwischen Coswig und Dresden Hbf. entfallen. Betroffene Reisende können die Züge der RE 15 bzw. RE 18 nutzen.
  • Die Züge der RE 15 (Dresden – Hoyerswerda) und 18 (Dresden – Cottbus) enden/beginnen in Dresden Neustadt.
  • Züge des Fernverkehrs werden umgeleitet.

Aktualisierung 15:20 Uhr: Evakuierungen haben begonnen, Eishockey fällt aus

Die Polizei hat gegen 15.00 Uhr mit den Evakuierungen begonnen.  Mit Beginn der Evakuierungsmaßnahmen ist mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen.

Etwa 800 Anwohner müssten evakuiert werden, sagte eine Polizeisprecherin, Außerdem befinden sich mehrere Hotels, Bürohäuser und Pflegeeinrichtungen in dem Bereich. Die Stadtverwaltung hat in einer Turnhalle am Terrassenufer 15 eine Ausweichunterkunft zur Verfügung gestellt. Das Bürgertelefon ist inzwischen mit sechs Mitarbeiter besetzt und wird rege genutzt.

Die Dresdner Eislöwen haben ihr Spiel gegen des ESV Kaufbeuren abgesagt. Es soll nun am 26. Januar, 19.30 Uhr, nachgeholt werden. Sämtliche Eintrittskarten würden ihre Gültigkeit behalten. Auf der Facebook-Seite des Vereins erklärte Geschäftsführer Volker Schnabel: „Nach zahlreichen Gesprächen mit den Verantwortlichen haben wir uns schweren Herzens entschieden, das Spiel abzusagen. Leider können nach derzeitigem Stand keine genauen Aussagen zur geplanten Entschärfung getroffen werden. Alle Zeitfenster sind derzeit mit einem Konjunktiv verbunden, der Verlauf nicht absehbar“.

Betroffen von der Evakuierung sind auch die Redaktionen der Sächsischen Zeitung und der Mopo. Die Redakteure arbeiten nun an Ausweichplätzen im Druckhaus in der Meinholdstraße oder in anderen Gebäuden auf der Ostraallee.

Während der Entschärfung der Fliegerbombe leitet die DVB die Straßenbahnlinien 6, 10 und 11 ab etwa 17:30 Uhr um, teilte DVB-Sprecherin Anja Ehrhardt mit.

  • Die Linie 6 fährt zwischen den Haltestellen „Antonstraße / Leipziger-Straße“ und „Bahnhof Mitte“ über den Neustädter Markt, Carolaplatz, Pirnaischen Platz, Altmarkt und Postplatz.
  • Die Linie 10 fährt zum Betriebshof Waltherstraße statt zu ihrem regulären Endpunkt „Messe Dresden“.
  • Die Linie 11 wird zwischen den Haltestellen „Antonstraße / Leipziger-Straße“ und „Postplatz“ über den Neustädter Markt und Theaterplatz umgeleitet.
  • die Messe-Sonderlinie 20 verkehrt planmäßig bis 17:15 Uhr
  • Die Umleitungen treten erst nach der Abreise der Besucher der Messe „KarriereStart“ in Kraft.

Aktualisierung 13:45 Uhr:

Die Polizei hat jetzt in Abstimmung mit dem Sprengmeister den Umkreis für die Evakuierungen auf etwa 450 Meter festgelegt. Folgende Straßen sind davon betroffen:

  • Verlauf der Elbe
  • Kleine Packhofstraße
  • Ostraallee
  • Maxstraße
  • Friedrichstraße
  • Schlachthofstraße
  • Messering
  • Pieschener Allee bis erneut zum Elbufer.

Mit Verkehrssperrungen im Umfeld des Evakuierungsbereiches ist zu Beginn der Evakuierungsmaßnahmen zu rechnen.

Die Stadt Dresden hat ein Bürgertelefon eingerichtet: 0351 488 76 66.

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