Naumann Gunter
Gunther Naumann, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft, spendete 400 Euro seines „Preises für gute Lehre“ an das Netzwerk Dresden-Plauen miteinander. Foto: Peter Sebb

Gunther Naumann erhält Preis für gute Lehre und spendet für „Dresden-Plauen miteinander“

Der von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) erstmals verliehene „Preis für gute Lehre“ ging an Gunther Naumann. Der Professor für Messtechnik und Maschinenlabor der Fakultät Maschinenbau wurde für sein ganzheitliches Lehrkonzept, das von Vorlesungen, über Seminare, Übungen und Praktik bis hin zur Betreuung von Abschlussarbeiten und Coaching der Studierenden reicht, ausgezeichnet. Im Rahmen des Neujahrsempfangs des Rektors nahm er den mit 1.000 Euro dotierten Preis in Empfang. 400 Euro von dem Preisgeld gehen als Spende an das Netzwerk „Dresden-Plauen miteinander“.

„Im Praktikum wird spezielles Fachwissen vermittelt und direkt im Anschluss mit zwei bis drei kleinen Versuchen in Gruppen für maximal fünf Studenten vertieft“, beschreibt der Preisträger sein Konzept. „Neben der fachlichen Ausbildung sind die Studierenden darin gefordert, sich selbst in den Versuchen innerhalb eines Teams zu organisieren.“

Einen Teil des Preisgeldes will Naumann in die Weiterentwicklung seiner Lehre investieren. Den anderen Teil, 400 Euro, spendet er an das Netzwerk „Dresden-Plauen miteinander“, das sich für die Integration von Flüchtlingen einsetzt, die vielfältigen Hilfs- und Unterstützungsangebote aus der Bevölkerung koordiniert und über die Flüchtlingsthematik informiert. Naumann kennt das Netzwerk durch persönliche Kontakte zu einigen Mitstreitern. Auch seine Frau engagiert sich in der Initiative, organisiert Deutschkurse und führt sie zum Teil selbst durch. „Die sinnvolle Verwendung lege ich in die Hände der Initiative selbst. Ich würde mich aber zum Beispiel über die Ausgestaltung von Freizeitangeboten für Kinder freuen“, sagte Naumann.

Albrecht Pallas, SPD-Landtagsabgeordneter und Initiator des Netzwerkes, freute sich über die Spende. „Das Geld ist sehr willkommen. Wir leben ausschließlich von Spenden. Es zeigt, dass unsere Arbeit auf Zustimmung stößt“, sagte Pallas. Für die Arbeit mit den Flüchtlingskindern in der Nöthnitzer Straße würde immer wieder neues Material benötigt, aber auch für die Ausgestaltung weiterer Begegnungsangebote.

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