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Frank Neubert, Leiter des Dresdner Standesamtes, registrierte 2015 so viele Hochzeiten wie in den letzten 25 Jahren nicht – 2.253. Foto: W. Schenk

Heiraten in Dresden: Rekordjahr 2015 – 29. Februar 2016 bereits ausgebucht

Heiraten in Dresden war auch 2015 äußerst beliebt. 2.253 Ehen schlossen die 30 Standesbeamten und Standesbeamtinnen im vergangenen Jahr, 256 mehr als 2014. Der Trend zu einem 25-Jahre-Hoch hatte sich im Oktober klar abgezeichnet. Schon da lagen die Zahl der Eheschließungen auf Rekordniveau. Die beliebtesten Hochzeitsmonate waren da schon eingerechnet. Im August heirateten 273 Paare. Der Januar ist dagegen traditionell wenig nachgefragt – ganze 62 Mal wurden die Ringe getauscht.

Heiratsorte in Dresden – Gästezahl und Miete:

  • Standesamt Goetheallee, 2 Säle, je 25 Gäste, 60 Euro Live-Musik
  • Kulturrathaus Königstraße, 144 Gäste, 50 Euro
  • Schloss Albrechtsberg, 100 Gäste, 395 Euro
  • Landhaus, Pirnaischer Platz, bis 150 Gäste, 180 Euro
  • Schloss Schönfeld, 30 Gäste, 100 Euro
  • Stadion Dresden, 15 – 100 Gäste, 250 – 420 Euro
  • Rathaus Weixdorf, 30 Gäste, 50 Euro
  • Lingnerschloss, 50 Gäste, 200 Euro
  • Palais Großer Garten, 130 Gäste, 450 Euro
  • Carl Maria von Weber-Museum, 30 Gäste, 200 Euro
  • Kraszewski-Museum, 30 Gäste, 200 Euro

Ein begehrter Hochzeitstermin im Schaltjahr 2016 sei der 29. Februar, ein Montag. „Wir haben wegen der Nachfrage von zehn auf achtzehn aufgestockt“, sagte Frank Neubert, Leiter des Standesamtes. Alle Termine seien derzeit ausgebucht.

Eine positive Bilanz zog Neubert zu den neuen Heiratsorten in Dresden. Erstmals konnte im Lingnerschloß, im Carl Maria von Weber-Museum, Palais Großer Garten und im Rathaus Weixdorf geheiratet werden. Hier stellten der 1. Bürgermeister Detlef Sittel und Neubert heute die Jahresbilanz des Standesamtes vor. Sittel lobte das Ambiente im historischen Artdeco Stil. „Farblich hat das was“, meinte er zu der Kombination aus lila Wänden und dunklem Holz. Das Besondere in dem schmuckvollen Rathaussaal ist der große alte Ratstisch. An ihm sitzen sich Brautpaar, Trauzeugen auf der einen und die Standesbeamtin auf der anderen Seite gegenüber.

„Alle Termine in unseren neuen Objekten waren ausgebucht“, meinte Neubert. Insgesamt bot das Standesamt zwölf verschiedene Orte an. „Das ist, als würde man einen Sack Flöhe hüten“, sagte er. Verschiedene Betreiber, spezielle Wünsche, Terminüberschneidungen mit anderen Veranstaltungen – es habe viel Abstimmungsbedarf gegeben. Besonders lobte er die Teams im Lingnerschloß, Schloß Albrechtsberg und im Schloß Schönfeld. Dort seien die Betreiber mit viel Herzblut dabei, betonte Neubert.

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2015 erstmals ein Hochzeitsort: Der historischen Ratssaal im Rathaus Weixdorf. Foto: W. Schenk

Hochzeiten auf dem Raddampfer wird es 2016 nicht mehr geben. Die Sächsische Dampfschiffahrt habe kein Interesse mehr an dem Angebot. Neu ist 2016 dafür das Kraszewski-Museum in der Dresdner Neustadt. Was noch fehle, sei ein schöner Hochzeitsort in der Umgebung am Weißen Hirsch, sagte Neubert. Bis 2018 sollen aber erst einmal keine neuen Orte hinzukommen. „Bis dahin werden wir Erfahrungen mit unseren Hochzeitsorten sammeln, aber auch nach neuen Objekten Ausschau halten“, so Neubert.

Die Ehepartner kamen 2015 aus 64 verschiedenen Staaten. Bei 246 Ehen hatte mindestens einer der beiden Partner eine ausländische Nationalität, davon 30 aus Russland, 18 aus der Ukrain, zehn aus Österreich, neun aus China und fünf aus der Tschechischen Republik.

Das Standesamt schloss 63 Lebenspartnerschaften, davon 36 zwischen Frauen, 30 zwischen Männern und sieben Lebenspartnerschaften mit ausländischen Staatsbürgern.

Die Zahl der eingetragenen Scheidungen liege in den letzten Jahren unverändert bei rund 1.000. Auch die Sterbefälle werden im Standesamt beurkundet. 2015 waren dies 6.204. Aus dem Ausland kamen 76 der Verstorbenen.

 

 

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