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Tierpflegerin Michelle Nitzschke ist zufrieden. Der Wickelschwanzskink ist seit der Geburt im Oktober 2015 um elf Zentimeter gewachsen und hat 30 Gramm zugenommen. Foto: W. Schenk

Inventur im Zoo Dresden: 1.700 Tiere – 265 Arten – 847.723 Besucher

Die Inventur im Dresdner Zoo ist abgeschlossen. Rund 1.700 Tiere vom Elefanten bis zur Schabe wurden seit Mitte Dezember gezählt. Mit 579 stellen die Vögel den größten Anteil. Zufrieden zeigte sich Zoo-Direktor Karl-Heinz Ukena auch mit der Besucherzahl im vergangenen Jahr. Trotz der Schließung des Afrikahauses kamen 847.723 Erwachsene und Kinder in den Zoo. Weniger als im besten Nachwendejahr 2014 – da waren es 888.000, aber deutlich mehr als 2013 mit rund 727.000 Besuchern.

Ben Preußler Zoo Dresden

Die Kugelgürteltiere bringt Tierpfleger Ben Preußler zum wiegen. Foto: W. Schenk

Der 7.5 Millionen Euro teure Umbau des Afrikahauses soll Ende 2016 abgeschlossen sein, meinte Ukena. Für das Jahr 2016 hofft er auf ein Koalaweibchen. Weil nur sechs Zoos in Europa Koalabären züchten, sei das nicht ganz einfach. Außerdem dürfte das Weibchen mit den beiden Männchen, die seit November 2013 in Dresden sind, nicht verwandt sein. Auch bei den Giraffen würden sich die Tierpfleger auf Nachwuchs freuen. „Jedenfalls üben sie fleißig“, zeigte sich Ukena zuversichtlich.

Die zeitweisen unangenehmen Gerüche im vergangenen Jahr seien Geschichte. Nach zwanzig Jahren sei der Mittelkanal abgelassen und entschlammt worden. Ein neues biologisches Filtersystem soll jetzt weitere zwanzig Jahre halten.

Reisenfauchschaben

Etwa 40 madegassiche Riesenfachschaben leben im Prof. Brandes-Haus. Foto: W. Schenk

Das Jahr 2015 war mit einem dreifachem Nachwuchs bei den Erdmännchen gestartet. Besonders stolz sei der Zoo auf die  erfolgreichen Nachzuchten bei den Schneeleoparden und den Orang-Utans, meinte Zoo-Sprecherin Kerstin Eckart. Gerade bei den Orang-Utans sei die Geburt von Dalai sehr aufmerksam von den Pflegern mitverfolgt, da in der Gruppe um Mutter Daisy und Vater Toni auch noch der damals 5-Jährige Dodi lebte. Aber alle Befürchtungen seien unbegründet gewesen, da sich sowohl Toni als auch Dodi liebevoll um den Familienzuwachs kümmern würden.

Bei den Schneeleoparden sei mit Nachwuchskater Kiyan die erste erfolgreiche Aufzucht seit dem zweiten Weltkrieg gelungen. Bedeutendster Neuzugang des Jahres 2015 war die Kordofan-Giraffe Gaia. Zu den traurigen Nachrichten des Jahres 2015 gehörte der Tod von Besucherliebling Leistenkrokodil Max. Mit Sunda-Gavial De Gaulle habe der Zoo Ende November einen adäquaten Ersatz für die attraktive Anlage im Prof. Brandes-Haus gefunden, so Eckart.

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