milchwerk Stefanie Kaiser

Milchwerk-Chefin Stefanie Kaiser: Es werden zu viele Lebensmittel weggeworfen

Ab kommenden Montag will das Dresdner Unternehmen „Milchwerk“ sein zehnjähriges Jubiläum in allen Filialen feiern. Die 35 Mitarbeiter bieten ihren Kunden Verkostungen, Überraschungsschnäppchen und weitere Aktionen an und informieren über die Milchwerk-Produkte, kündigte Geschäftsführerin Stefanie Kaiser an.

„Es gibt in Lebensmittelbetrieben einen bestimmten Anteil Waren, die der Einzelhandel nicht übernimmt“, erläutert die Milchwerk-Geschäftsführerin. „Ursache kann eine Delle in den Joghurtbechern sein, ein nicht lesbarer Strichcode oder Ware, die der Handel nicht pünktlich bekommen hat. Der Inhalt der Packungen ist einwandfrei“, betont Kaiser. Die Ware erfülle stets die sehr strengen Auflagen der deutschen Lebensmittelkontrollen. Auch vertauschte Etiketten seien ein Grund dafür, dass der Handel die Produkte nicht abnehme. Dennoch seien die Lebensmittel grundsätzlich in Ordnung. Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum sei bei allen Waren nicht überschritten.

milchwerk Kaiser

Eine Delle im Joghurtbecher ist für Milchwerk kein Problem. Foto: Uta Zänker

„Milchwerk“ nehme den Produzenten diese Waren ab und gebe sie an seine Kunden zu Sparpreisen weiter, die zwischen 30 und 70 Prozent niedriger seien als im Einzelhandel, so Kaier. „Wer bewusst im Milchwerk seinen Joghurt kauft, konsumiert Lebensmittel, welche die Hersteller meist entsorgen müssten. Leider werden generell viel zu viele Lebensmittel weggeworfen, das wurde gerade in den letzten Monaten viel diskutiert. Unser Konzept ist ein Weg, um Lebensmittel vor der Entsorgung zu bewahren“, erklärt die Milchwerk-Geschäftsführerin.

Den ersten Sonderpostenmarkt für Lebensmittel eröffnete Milchwerk im Juni 2006 auf der Kesselsdorfer Straße. Heute gehören drei Filialen in Dresden, zwei Geschäfte in Freiberg und Freital sowie der Werkverkauf von Sachsenmilch in Leppersdorf zum Unternehmen.

Stefanie Kaiser zählt die Eckdaten ihres Unternehmens auf: Etwa 60 Prozent der Waren sind Molkereiprodukte. Darüber hinaus gibt es ein ständig wechselndes Sortiment an Wurstwaren, Tiefkühlkost, Süßwaren und weiteren Lebensmitteln. Eine langjährige Zusammenarbeit gibt es mit Sachsenmilch, aber auch Brotaufstriche und Feinkostsalate von Homann finden sich regelmäßig im Angebot. Die Kunden kommen aus allen Alters- und Einkommensgruppen und reisen auch aus Brandenburg, Polen und Tschechien an. An jeder Filiale stehen Parkplätze zur Verfügung. Fast 9.000 Kunden werden im Durchschnitt pro Woche gezählt, rund 3.900 allein in Leppersdorf. Insgesamt sind 35 Mitarbeiter bei Milchwerk tätig.

Nachdem Anfang des Jahres für die Filiale in Pieschen der Mietvertrag auslief, sei das nächste Geschäft bereits in Planung. Es soll voraussichtlich zum Jahresende am Bönischplatz in Dresden-Johannstadt eröffnet werden.

 

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