KlingendeStadt 2202 Robert Jentzsch
Noch bis zum 1. März können sich Sänger und Musiker für das Projekt singende klingende Stadt anmelden. Foto: Robert Jentzsch

Musikfestspiele: Projekt „Klingende Stadt“ sucht noch Sänger und Musiker

Bis Anfang März müssen sie noch gefunden werden – Hornisten, Bratschisten, Bässe, Trompeter und viele andere. Denn am 1. des Monats ist Anmeldeschluss für das Projekt „Klingende Stadt“ Ende Mai in der Dresdner Innenstadt. „Der Chor ist schon recht gut besetzt mit 120 Sängern und Sängerinnen“, informiert Nicole Czerwinka vom Veranstalter. „Hinzu kommen ein derzeit etwa 60 Mann starkes Orchester sowie 11 Ensembles, die sich angemeldet haben.“ Die junge Frau nennt einige davon: den Laienchor „Singt Pauli“, das Haydn-Orchester Dresden, den Chor der Stuhlbauerstadt Rabenau oder den Musikverein Freital.

Trotz der vielen Mitstreiter, die sich bereits angemeldet haben, würden noch weitere Musikanten gesucht. Gerade das Orchester könnte noch Verstärkung bei Bratschen, Trompeten, Hörner und Cellos brauchen, nennt sie einige  Beispiele. Und obwohl die Aufführung erst am 28. Mai gegen 15 Uhr sein wird, drängt die Zeit. „Den Zeitplan und die gesamte Disposition für die Proben können wir  erst erstellen, wenn die Anmeldung durch ist, also voraussichtlich Mitte März. Auch musikinteressierte Flüchtlinge könnten sich an dem Projekt beteiligen.

Vision des singenden klingenden Dresdens

Die Vision, die Dresdner Innenstadt an vielen Orten mit Klängen und Tönen zu füllen, beschreibt Musikfestspiel-Intendant Jan Vogler. Er möchte alle Dresdner, die mal ein Instrument gelernt haben, mit dieser Aktion zusammenbringen. „Gerade in einer Musikstadt wie Dresden schlummert ein unbeschreibliches Potenzial für so ein Projekt“, glaubt er. „Mein Traum ist es, ganz Dresden zum Klingen zu bringen und alle Beobachter zum Staunen. „Die Klingende Stadt solle auch ein Zeichen sein für die Kraft der Musik“, fügt Vogler hinzu.

Wo genau man die verschiedenen Musiker-Ensembles Ende Mai in der Stadt erleben kann, werde noch bekanntgegeben. „Im Moment haben wir den Altmarkt und den Neumarkt sowie das Verkehrsmuseum Dresden als „klingende Orte“ vorgesehen“, sagt Projekt-Sprecherin Czerwinka. „Hinzu kommt Schloss Albrechtsberg mit einer eigenen Veranstaltung der Jugendkunstschule, welche in das Projekt integriert wird.“

Wenn es noch viele Anmeldungen gäbe, kämen sicher weitere Orte dazu. Übrigens: Gesungen und gespielt wird ein ausgemachtes Dresdner Lieblingsstück: Friedrich Schillers „Ode an die Freude“. Der Schlusschor aus Beethovens 9. Sinfonie hatte bereits kurz vor Weihnachten für Gänsehaut-Feeling auf dem Theaterplatz gesorgt, als Mitarbeiter, Sänger und Musiker der Semperoper gemeinsam mit Tausenden Dresdnern das berühmte Lied sangen.

Schillers völkerversöhnender Gedanke aus seinem Gedicht „An die Freude“ passe perfekt in diese Zeit, meinte Vogler. Und auch Ludwig van Beethoven wollte mit der 9. Sinfonie seiner Sehnsucht nach einer vereinten Welt Ausdruck verleihen. Unter dem Motto des Projektes „Ode an die Freude“ hätten die teilnehmenden Ensembles aber auch die Möglichkeit, sich mit einem eigenen Programm zu beteiligen, erklärte Vogler .

Service:

Anmeldung noch bis zum 1. März unter klingendestadt@musikfestspiele.com
Gesucht werden Sängerinnen und Sänger wie auch Musiker für den Projektchor und ein Projektorchester. Die musikalische Leitung hat Ekkehard Klemm von der Hochschule für Musik Dresden. Die Registerproben mit dem Orchester übernehmen Musiker der Dresdner Philharmonie. Auch andere Chöre und Ensembles können gern mitmachen.

  • Das könnte Sie auch interessieren …

    Jazztage Dresden: Start in der Frauenkirche – Erlwein Capitol verdoppelt Konzerte

    Zwei Tage vor dem Start der Jazztage Dresden gibt die Jazz-Fusion Legende am Bass, Stanley Clark, morgen, am 2. November, kurzfristig eine >>>

    Buntes Schwarz-Weiß-Spiel mit Wenzel & Mensching

    Weiß und Schwarz. Groß und klein. Weite Klamotten und enges Dress. Die Aufzählung der Gegensätze könnte noch weitergehen. Aber, wenn >>>

    Ein neues Zuhause für „Semper Zwei“ – erste Premiere am 16. Oktober

    Blassgrünes Gras wächst zwischen den schmutzigen Betonfugen. Die blau-grauen Fliesen haben feine Risse und auch dem Sprungturm sind >>>

    Carena Schlewitt wird 2018 neue Intendantin im Festspielhaus Hellerau

    Carena Schlewitt, in Leipzig geboren und seit acht Jahren künstlerische Leiterin der Kaserne Basel, soll 2018 neue Intendantin im Europäischen >>>

    „Zur schönen Aussicht“ im Palais im Großen Garten – müssen die Hosen fallen?

     

    Der Titel täuscht. Die „schöne Aussicht“ ist verloren an die Vergangenheit, das Hotel „Zur schönen Aussicht“ sein eigenes >>>