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Regionalinitiative „fein & sächsisch“ will Produzenten und Gastronomie vernetzen

Feine Öle, zarte Wildkräuter oder die Weihnachtsgans vom Bauernhof – Sachsens Landwirtschaft und das Ernährungshandwerk haben so manche Perle zu bieten. Der Verein „fein & sächsisch“ möchte diese oft verborgenen Schätze heben und die Produzenten mit der Gastronomie und dem Verbraucher vernetzen. Dafür hat der Verein ein Gütesiegel entwickelt, das an ausgewählte Gastronomen verliehen wird. Ziel des Vereins ist die Förderung und Verbreitung regionaler Esskultur, verbunden mit einer nachhaltigen, traditionellen und schonenden Landbewirtschaftung, Tierhaltung und Lebensmittelverarbeitung in Sachsen.

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Ein fein-sächsischer Warenkorb. Foto: Zänker

„Sachsen wird auch in der Landwirtschaft durch exzellentes Handwerk und Manufakturen geprägt“, so Vereinsvorsitzender Lorenz Eskildsen. Er betreibt eine Gänsezucht. „In einer Welt der Globalisierung, von Franchiseketten und Fastfood möchten wir die
regionale Landwirtschaft mithilfe ausgewählter Gasthöfe in Szene setzen“, erklärt er das Ziel von „fein  & sächsisch“.  Minister Fritz Jaeckel (CDU), Chef der Staatskanzlei, begrüßt die Initiative „fein & sächsisch“. „Qualitativ hochwertig, regional und nachhaltig – so zeigt sich die sächsische Küche von ihrer besten Seite. Deshalb freue ich mich, dass der Verein „fein & sächsisch“ Sachsens landwirtschaftliches Handwerk bekannter machen, verborgene kulinarische Schätze heben und dabei nachhaltige Landwirtschaft und regionale Esskultur fördern will“, erklärte Jaeckel.

Derzeit hat der Verein „fein & sächsisch“ zehn Mitglieder in ganz Sachsen, vom Wildkräuterspezialisten „Landsprosse“ in Lichtenau über den Kartoffelhof von Eckard Voigt in Leisnig bis zur Bioplanete Ölmühle Moog in Lommatzsch. Die Restauration „Julius Kost“ in Grumbach ist der erste Gastronomiebetrieb im Netzwerk, der die Kriterien für das Gütesiegel „fein & sächsisch“ erfüllt. Auch die Hofküche der „Gänsewelt“ von Lorenz Eskildsen in Grimma verarbeitet vorwiegend Zutaten von sächsischen Lieferanten.

Besondere Kriterien für die Aufnahme in den Verein

Für die Aufnahme in den Verein gelten besondere Kriterien. Jedes Mitglied geht mit seiner Unterschrift eine Selbstverpflichtung ein, der Philosophie und den Grundsätzen des Vereins zu folgen. Im Vorfeld besuchen drei Vereinsmitgliedern den Betrieb des Antragstellers und prüfen, ob die Kriterien erfüllt werden. „Wir sehen uns ganz klar auch als Berater von Gastronomen, die unser Gütesiegel anstreben, und begleiten sie zwei Jahre lang als Paten“, erklärt Lorenz Eskildsen. „Die Gastronomen profitieren dabei vom Wissen der Erzeuger, wie ihre Produkte am schonendsten verarbeitet werden“, fügt er hinzu.

Dass die landwirtschaftlichen Betriebe vor der Aufnahme in den Verein ebenso akribisch auf ihre Arbeitsweise überprüft werden, ist wiederum ein Argument für engagierte Gastronomen, diese Produzenten als ihre Lieferanten auszuwählen. Ziel ist es, vor allem Gasthöfe im ländlichen Raum für die Arbeit nach den Gütekriterien von „fein & sächsisch“ zu gewinnen. „Die liebevolle Verarbeitung von hochwertigen Produkten aus der Region wird von immer mehr Verbrauchern geschätzt und honoriert“, so Eskildsen. „Mit „fein & sächsisch“ können sich Gastronomen eine Alleinstellung erarbeiten, ihren Gästekreis erweitern und von einem Netzwerk geprüfter Landwirte profitieren.“

 

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