Karin Hildebrand, Geschäftsführerin  Sächsische Dampfschifffahrt und Elbezeit: Man darf den Mut nicht verlieren. Foto: W. Schenk

Sächsische Dampfschifffahrt startet in Frühjahrssaison – neue Kombiangebote

Mit neuen Fahrtangeboten ist die Sächsische Dampfschifffahrt am Gründonnerstag in die neue Saison gestartet. Die beliebten Stadtfahrten wurden von drei auf vier aufgestockt und neue Kombinationen mit anderen touristischen Highlights der Stadt entwickelt. So können die Gäste jetzt einen Aufstieg zur Kuppel der Frauenkirche, einen Besuch im Residenzschloss oder Schloss und Gartenkunst in Pillnitz mit einer Stadtfahrt im Dampfer kombinieren.

Schiffsjubiläen 2016

  • PD Pillnitz: 130 Jahre
  • PD Kurort Rathen: 120 Jahre
  • PD Dresden: 90 Jahre
  • PD Diesbar: 175 Jahre Dampfmaschine (älteste in Betrieb befindliche Raddampfermaschine der Welt)
    (PD = Personendampfer)

Geplant seien auch Kombitickets mit Führung durch die Semperoper oder die Manufaktur Meissen, erklärte Vertriebsleiterin Katja Novotny. Auf insgesamt 52 Fahrten pro Woche seien die Raddampfer und Motorschiffe pro Woche in der Frühjahrssaison unterwegs, ab 2. Mai in der Sommersaison würden die Angebote auf 87 Touren pro Woche steigen. Auf den Linien gebe es keine Preiserhöhungen bei den Tickets, betonte Novotny.

Wir hoffen auf eine Saison mit ausreichend Wasser, sagte Geschäftsführerin Karin Hildebrand. Das Jahr 2015 werde das Unternehmen mit einem Minus abschließen. Das sei bereits klar.

pd pillnitz

Am 16. Mai 1886 ist der Personendampfer Pillnitz in Betrieb gegangen. Foto: SDS

Durch das extrem lange Niedrigwasser in der Elbe war über drei Monate nur ein eingschränkter Fahrbetrieb möglich, an 15 Tagen blieben die Schiffe sogar komplett am Anleger, so Hildebrand.  30 Prozent weniger verkaufte Fahrscheine im Vergleich zu 2014 muss das Unternehmen nun verkraften.

Da habe es sich als völlig richtig erwiesen, mit der Elbezeit eine eigene Catering- und Eventtochter zu gründen, sagte Hildebrand. Trotz rückläufiger Gästezahlen habe das junge Unternehmen ein besseres Ergebnis erzielen könnne, als 2014. Obwohl das Schiffscatering das Kerngeschäft sei, haben vor allem Events und Gastronomie am Flughafen für Umsätze gesorgt. Seit Februar 2016 ist die Elbezeit auch füpr die Bewirtung der Zoogäste zuständig, sagte Geschäftsführer Jeffrey Pötzsch. Zu Ostern öffnet hier eine völlig neu gestaltete Afrika-Lounge.

jeffrey pötzsch

Elbezeit-Chef Jeffrey Pötzsch ist Herr über Catering, Events und Personalvermittlung. Foto: W. Schenk

Neben Catering und Events hat sich die Elbezeit mit der Übernahme der Crashice Veranstaltungsservice in der Vermittlung von Gastronomiepersonal ein weiteres Standbein geschaffen. So werde hier ein Pool von 500 Aushilfskräften verwaltet.

Intensiv arbeite die Sächsische Dampfschifffahrt am Umbau ihrer Flotte. Neben der weltweit ältesten und gr ößten Raddampfer-Flotte fahren auch zwei Salonschiffe und zwei kleinere Motorschiffe unter der Firmenflagge. „Ein neues Schiff hätte schon längst angeschafft werden müssen“,   erklärte Hildebrand. Man brauche ein Schiff, dass besser mit dem niedrigen Elbpegel klar komme, für Veranstaltungen geeignet sei und auch auf die zunehmende Zahl von Fahrgästen mit Fahrrädern reagieren könne. Das Schiff sei als Kompensation für die beiden Motorschiffe gedacht, die verkauft werden sollen. Offenbar hat sich ein Interessent gefunden. Näheres wollte Hildebrand jedoch nicht sagen.

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