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Stiftung Weiterdenken zieht in die alte Trafohalle im Kraftwerk Mitte

Weiterdenken, eine der 16 Landesstiftungen unter dem Dach der Heinrich-Böll-Stiftung, zieht in die ehemalige Trafohalle des Kraftwerks Mitte ein. Heute feierten Bauleute und die künftigen Mieter bei klirrender Kälte und Sonnenschein Richtfest. Im September 2016 ist der Einzug in die neuen Räume geplant.

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Das Trafohaus erhielt Fenster und eine Zwischendecke. Foto: W. Schenk

Damit konnte die Drewag für ein weiteres Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Heizkraftwerks einen Nutzer finden. Im September hatten die Firma Neonworx und die Drewag einen Mietvorvertrag für die Gebäude 11 und 12 unterschrieben. Mitte 2017 will das Unternehmen aus der Kreativwirtschaft umziehen.

„Mit dem Einzug ins Kraftwerk Mitte denkt Weiterdenken echt weiter, an die innovative Zukunft des Areals“, sagte Drewag-Geschäftsführer Reinhard Richter. Die Trafohalle wurde um 1900 im Zusammenhang mit den umliegenden Kraftwerksgebäuden errichtet und ist dem Gebäude „Schaltanlage“ vorgelagert. Durch den Einzug einer Zwischendecke bietet das Haus nach der Fertigstellung rund 230 Quadratmeter Fläche auf zwei Ebenen. Es entstanden acht Büros und ein Seminarraum für die zwölf  Weiterdenken-Mitarbeiter, Praktikanten und Freiwilligen im Sozialen Jahr. Etwa 710.000 Euro werden in den Umbau investiert.

Trafohaus 2201 schönfelder

Stefan Schönfelder: Vom Braunkohlekraftwerk zur Denkwerkstatt, das passt. Foto: W. Schenk

„Wir mussten das technische Bauwerk umdenken“, beschreibt Rita Graupe vom Büro ada-Architekten die Herausforderung. Alles sei mit Trafos und Schaltanlagen zugebaut gewesen. Der Bau hatte kein Fenster. Dennoch sollte aus Sicht des Denkmalschutzes viel erhalten bleiben. Jetzt bietet eine neue Fensterreihe Licht für die Büroräume, die neue Zwischendecke sorgt für Platz auf zwei Etagen. Da kein Aufzug möglich war, sei nur die untere Etage barrierefrei, sagt die Architektin. Im Erdgeschoss sollen Teile der alten Stahltore wieder eingebaut werden. Weiterdenken-Geschäftsführer Stefan Schönfelder erinnert sich noch an die Besichtigung des Geländes 2013. „Wir haben uns mehrere Gebäude angeschaut und uns dann in die Trafohalle regelrecht verliebt“, meinte er. Es sei wie auf den Leib geschneidert für den Bedarf der Stiftung. Seit August wird gebaut, im September 2016 ist der Einzug geplant.

Die Heinrich-Böll-Stiftung, zu der die Landesstiftung Weiterdenken gehört, ist eine parteinahe Stiftung von Bündnis 90/Die Grünen. Die Stiftung hat den Auftrag, politische Bildung für Erwachsene zu organisieren. Ein Schwerpunkt ist die ökologische und soziale Transformation. „Wir freuen uns sehr, Teil zu sein von der Transformation eines Braunkohlekraftwerkes zu einem modernen und kreativen Kultur- und Bildungszentrum. Politische Bildung hat darin einen guten Platz“, meinte Schönfelder.

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