asyl zuweisungen 2015 2016

Rot-grün-rot will Asylunterkünfte stadtweit gleichmäßiger verteilen

Die rot-grün-rote Stadtratskooperation will für eine gleichmäßige Verteilung der Unterkünfte für Asylbewerber auf alle Stadtteile sorgen. Der Rückgang der Flüchtlingszahlen und der Abbau der Unterbringungskapazitäten würden dafür eine gute Chance bieten, erklärte heute Vincent Drews von der SPD-Fraktion bei der Vorstellung eines gemeinsamen Antrages von SPD, Grünen und Linke. Danach sollen Plätze vor allem in den Stadtteilen abgebaut werden, in denen derzeit sehr viele Asylsuchende untergebracht sind, sagte Drews.

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Quelle: dresden.de

Die meisten Flüchtlinge lebten in den Ortsamtsbereichen Cotta (1.118 Personen), Prohlis (1.014), Plauen (662), Neustadt (477) und Altstadt (442). Im vergangenen Jahr hat Dresden insgesamt 1.839 Personen aufgenommen und untergebrach. Sie kamen vor allem aus Syrien (546 Personen), Afghanistan (352), dem Irak (175), der Russischen Föderation (141) und Libyen (113).

Insgesamt leben jetzt 4.797 Asylbewerber in Dresden, knapp eintausend weniger als noch im April 2016. 4.375 von ihnen leben in Wohnungen und Übergangswohnheimen, heißt es in der aktuellen Mitteilung der Stadt zum Asyl in Dresden.

„Wir wollen an dem Grundsatz festhalten, dass zwei Drittel der Asylbewerber dezentral in Wohnungen untergebracht werden“, betonte Tina Siebeneicher von der Stadtratsfraktion der Grünen. Zudem sollte eine Reserve von 300 Plätzen aufrecht erhalten werden. Auch wolle man zur im Dezember 2015 mit der Verabschiedung des Notfallplans aufgegebenen Obergrenze von 65 Plätzen je Übergangswohnheim zurückkehren, betonte sie.

Ein Teil der Kapazitäten soll nicht sofort an den Wohnungsmarkt zurückgegeben werden, erläuterte Drews. Die Kooperationspartner wollen frei gewordene Wohnungen umwidmen und als Angebot für wohnungslose Personen bereitstellen. „Wir brauchen Trainingswohnungen für Wohnungslose“, beschreibt Drews die Anforderung.

Das umfassende Maßnahmepaket sei nicht als Kritik an der Amtsführung von Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Linke) zu verstehen, erklärte Kerstin Wagner von der Fraktion Die Linke. Vielmehr wolle man mit politischen Vorgaben den strikten Sparkurs der Verwaltung besser steuern, meinte sie. Bessere Wohnbedingungen für die Asylbewerber und eine gleichmäßigere Verteilung der Unterkünfte würden die Situation für alle Beteiligten verbessern. Dies sei wichtigstes Anliegen des gemeinsamen Antrags.

 

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