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E-Zigaretten-Markt: Rasantes Wachstum in Deutschland seit 2010

Die E-Zigarette existiert noch keine zehn Jahre, konnte aber schon stolze Marktanteile gewinnen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ob die E-Zigarette ihren Erfolgszug fortsetzen kann, hängt nicht zuletzt davon ab, wie die Marktteilnehmer auf die neuen Bedingungen reagieren.

Umsatz in wenigen Jahren vervielfacht

Laut Statistik hat die E-Zigarette in den vergangenen sechs Jahren eine steile Entwicklung zurückgelegt. Verbuchte die Branche in Deutschland 2010 noch überschaubare fünf Millionen Euro Umsatz, waren es 2011 bereits 100 Millionen Euro, 2014 waren es 200 Millionen Euro und 2016 wurden ganze 400 Millionen Euro umgesetzt.

Kaum eine andere Branche kann ein solches Wachstum vorweisen. Als Fundament dieser Entwicklung dienen die etablierten Händler, die mittlerweile in jeder deutschen Stadt vertreten sind. Noch wichtiger: Mit ihrem breiten Sortiment spielen Shops wie Mr Smoke die größte Stärke von E-Zigaretten aus, nämlich deren Individualität.

Denn während eine Zigarette stets eine Zigarette ist und sich höchstens in Geschmack und Nikotinstärke minimal unterscheidet, geht die E-Zigarette noch viel weiter. Verschiedene Nikotinstärken sind dabei nur der Anfang: Unterschiedliche Geschmacksrichtungen, Geräte in allen Größen und Formen (beispielsweise als schlanker Stift oder als großvolumiger Kasten mit starkem Akku) mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass das sogenannte Dampfen einen individuellen Charakter bekommt.

Probleme zeichnen sich ab

Dass E-Zigaretten in geschlossenen Räumen keinen Geruch hinterlassen, kommt verstärkend hinzu. Der Komfortfaktor ist deutlich höher als bei der Zigarette, da man die Wohnung nicht verlassen muss. Beim Blick auf die Nutzer zeigt sich jedoch, dass vor allem Raucher und Ex-Raucher zu den Elektrogeräten greifen. Umsteiger machen den größten Anteil unter den E-Zigaretten-Besitzern aus und da die Zahl der Raucher weltweit weiterhin abnimmt, darf die E-Branche weiteren Zulauf erwarten.

Und das, obwohl zahlreiche Regulierungen den Händlern und Herstellern Probleme bereiten. So gilt in Deutschland seit einiger Zeit ein absolutes Werbeverbot. Außerdem müssen alle Produkte vor dem Verkauf aufwändig getestet werden. Für viele kleine Händler und Hersteller sind diese Vorgaben existenzbedrohend, da der Vertrieb wegen der gestiegenen Kosten nur noch bei hohen Absatzzahlen gewinnbringend ist. Diese zu erreichen, ist wegen des Werbeverbots allerdings nicht einfacher geworden.

Eine weitere Herausforderung ist der Markteintritt der Tabakriesen, die den schwindenden Trend zum Rauchen mit eigenen E-Produkten auffangen möchten. Aufgrund ihres Kapitals können die Tabakunternehmen in kurzer Zeit viele Produkte auf den Markt bringen; für kleine Hersteller bedeutet das eine nennenswerte Konkurrenz, die vor wenigen Jahren noch nicht existierte.