spargel mit schnitzel

Spargelzeit: Worauf muss ich achten – die beliebtesten Zubereitungsarten

Ungewöhnlich früh begann in diesem Jahr die Spargelzeit. Während in den vergangenen Jahren hier und da sogar noch Schnee gefegt musste, wurden dieses Jahr bereits die Verkaufsstände für das beliebteste Frühgemüse der Deutschen aufgebaut. Die Händler bieten nicht nur frischen Spargel aus bekannten Anbaugebieten wie zum Beispiel aus Beelitz an, sondern meist auch passend dazu Kartoffeln, frische Erdbeeren oder Tomaten aus eigener Zucht. Und sie sind sogar Sonntags und an Feiertagen unterwegs.

In der Warteschlange kann man Gespräche über die besten Spargelrezepte belauschen. Immer wieder genannt werden folgende Varianten:

  • frische Kartoffeln müssen sein
  • gekochter Schinken, liebevoll aufgerollt
  • oder Schnitzel,
  • oder Rührei,
  • manchmal auch für jedes Familienmitglied eines davon
  • frische Petersilie, manchmal auch gemischt mit gehacktem Schnittlauch
  • zerlassene Butter, auf keinen Fall zu braun gebraten
  • oder Sauce Hollandaise – auch hier wird gern beides zur gleichen Mahlzeit serviert.

Der Spargel wird – da sind alle einig – in kochendem sprudelndem Wasser gekocht. Ins Wasser kommen nur Salz und eine Prise Zucker. Wer etwas risikofreudiger ist, kann auch die in letzter Zeit in vielen Kochforen beschworene Zubereitung in der Alufolie wählen. Da geht so:

spargelsuppe

Spargelsuppe – der leckere Resteverwerter. Foto: birgitH/pixelio.de

Fünf bis sieben Spargelstangen auf eine doppelte Lage Alufolie legen. Mit Salz und etwas Zucker würzen und zerlassene Butter darüber träufeln. Dann die Alufolie sorgfältig über dem Spargel zusammenfalten und die Enden gut verschließen. Das Paket in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen legen, am besten auf die untere Schiene, und 40 bis 45 Minuten garen. Die Folien nach einer kurzen Ruhezeit erst am Tisch öffnen.

Was mache ich mit dem Spargelwasser? Das ist eine beliebte Frage vieler Spargelesser. Nicht aber in der älteren Generation. Da war klar – das reicht noch für eine Spargelsuppe. Die klassische Spargelsuppe ist schnell zubereitet:

Aus der kalten Spargelbrühe eine Tasse abschöpfen. Aus etwa 30 Gramm Mehl und 30 Gramm Butter wird eine helle Mehlschwitze zubereitet – schön rühren, damit es nicht klumpt. Die Schwitze wird dann vorsichtig mit der kochenden Spargelbrühe verrührt. Fünf Minuten kochen lassen. Die kalte Brühe mit einem Eigelb verrühren. Wenn die Suppe nicht mehr kocht, das Eigelb unter die Suppe rühren. Sie soll nicht mehr kochen. Mit Salz, Pfeffer, vielleicht noch Zucker, auf jeden Fall aber mit Muskat abschmecken. Frische Petersilie oder/und gehackter Schnittlauch runden die Suppe perfekt ab.

Die Suppe ist der Resteverwerter – also den restlichen Spargel in zwei Zentimeter lange Stücke schneiden und dazu geben. Es geht auch ohne Spargelstücke. Dann gibt es verschiedene Varianten:

  • Streifen von geräuchertem Lachs
  • gegrillte Jakobsmuscheln
  • kleine Hackfleichklößchen

Guten Appetit.