Arbeitsgemeinschaft 13. Februar will Aktivitäten gegen Neonazis ausweiten

Die AG 13. Februar will ihre Aktivitäten gegen Neonazis ausweiten. Die Mitglieder hätten sich einhellig dafür ausgesprochen, künftig unabhängig vom Datum gewaltfreie Aktionen gegen Neonazis zu initiieren. Beschlossen  worden sei auch in der Beratung am 2. Oktober auch, dass die Arbeit ohne Moderator Frank Richter fortgeführt werde, heißt es in einer Erklärung der Stadtverwaltung. Die AG bedauere zwar Richters Entscheidung, sehe aber in seinem Weggang keinesfalls ein Zerbrechen der Arbeitsgemeinschaft. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder dafür aus, auch 2014 eine Menschenkette am 13. Februar als Ausdruck des stillen Gedenkens und als Protest gegen die Aufmärsche von Neonazis und rechtsradikalen Organisationen am 13. Februar zu organisieren.

Oberbürgermeisterin Helma Orosz erklärt dazu: „Ich freue mich sehr, dass uns die in den letzten Jahren aufgebauten Gemeinsamkeiten auch dieses Mal zu einem schnellen und eindeutigen Ergebnis geführt haben. Bei allen unterschiedlichen Betrachtungsweisen ist eine Sache klar: Dresden hält zusammen! Und wir werden gemeinsam daran arbeiten, dass das auch 2014 erneut sichtbar wird.“

Die AG gehe aber noch einen Schritt weiter und habe sich dafür ausgesprochen, immer dann aktiv zu werden, wenn Rechtsextremisten nach Dresden kommen – egal, an welchem Datum, erklärte Orosz. Welche gewaltfreien Aktionsformen dann zum Zuge kämen, werde die AG jeweils individuell entscheiden. „Angesichts des Potenzials und der Kreativität dieser Gruppe wird auch von weiteren Aktionen ein deutliches Zeichen von Dresden ausgehen“, ist die Oberbürgermeisterin überzeugt. „Die Mitglieder der AG haben viel Fachwissen und Engagement – die Stadtverwaltung kann sich solchen Themen nicht ohne die Mitwirkung der Zivilgesellschaft, Initiativen, Verbänden oder Religionsgemeinschaften stellen“, so die Orosz weiter. Aufgabe sei es, jederzeit die Dresdnerinnen und Dresdner zu mobilisieren. Menschen aller Altersschichten müssten jederzeit bereit sein, ihre Stadt gegen menschenverachtende Ideologen mit den Mitteln der Demokratie zu verteidigen. Damit, so heißt es in der Erkärung, sei sich die AG einig, das Thema Missbrauch von Gedenken und Erinnern im größeren Zusammenhang zu denken und anzugehen.

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