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25. Elbhangfest: Gute-Stube-Stimmung am Sonnen-Sonntag

Was Petrus am Sonnabend verbockt hatte, machte er am Sonntag wieder gut: Er schickte blauen Himmel, Sonne satt und kurz vor der Sonnenstich-Angst hin und wieder ein paar weiße Wölkchen zum 25-jährigen Jubiläum des Elbhangfestes. Demnach war auch die Fidelio-Finke-Straße so gut bevölkert, dass es zeitweise nur im Kaffeebohnenschritt voranging. Wer es auf der ebenfalls gut bevölkerten Pillnitzer Landstraße weiter nach Wachwitz, Niederpoyritz bis nach Pillnitz schaffte, wurde allerorten belohnt – mit gut gelaunten Menschen im Gegenverkehr, in Cafes und Weinausschänken wie auch auf und vor verschiedenen Bühnen.

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>> Elbhangfest trotzt dem Regen
So rockten in Loschwitz „The Deadlines“ auf der Bühne, die wie ein alter Fernseher gestaltet war. Zwischendurch gab es Kostproben von SZ-Kolumnisten zu hören, so brachte beispielsweise Peter Ufer seine imaginäre Nachbarin mit. Und endlich fanden auch die Sofas, die aus dem gesamten Stadtgebiet zusammengekarrt worden waren und am Sonnabend noch oft unter regenresistenten Planen versteckt werden mussten, ihre Fans. Es war zwar viel los auf dem Platz an der Friedrich-Wieck-Straße, aber es blieb trotzdem gemütlich, Gute-Stube-Stimmung für Hunderte.
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Am Sonntag belohnte die Sonne alle Elbhandfest-Besucher. Fotos: Th. Wolf

Am späten Nachmittag begeisterte Dani Dorchin in Wachwitz ein überraschtes Publikum. Der Israeli spielte Gitarre, sang mit Dylan-Stimme, blies ab und an in die Mundharmonika und mit dem Fuß traktierte er das Schlagzeug – und alles, wirklich alles exzellent. Der Mann, der am Tag zuvor noch auf dem Fusion-Festival zu Gange gewesen war, hatte in Dresden noch nicht einmal als Geheimtipp gegolten – dabei war er die Entdeckung des Elbhangfestes.
In Pillnitz kamen zum Abschlusskonzert mit den Gran Orquesta Carambolage zehn Bandeons zu einem beachtlichen Einsatz, in Loschwitz feierte am späten Abend DEKAdance ihr eigenes 30-jähriges Jubiläum, in dem sie das Publikum auf bandeigene Art und Weise an der Nase herumführten und teilweise sogar beschimpften. Immerhin: Das gehört zum Programm bei den Dresdnern, die gerade dafür von ihren Fans geliebt werden. Und weils so schön war, blieben die Elbhangfestler im Anschluss sogar noch ein bisschen da – im öffentlichen Wohnzimmer.
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