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Baustart: Augustusbrücke ab 18. April für Autoverkehr gesperrt

Am 18. April ist Baustart für die Sanierung der Augustusbrücke. In den kommenden zwei Jahren sollen hier rund 23 Millionen Euro in die denkmalgerechte Sanierung investiert werden. Davon sind 17,6 Millionen Euro Fördermittel, die der Freistaat Sachsen zur Beseitigung von Hochwasserschäden beisteuert. Akribisch werde das Pflaster ausgebaut und gelagert, um es danach originalgetreu wieder einzusetzen. Mit einer Ausnahme: Auf den Radwegen sollen für den besseren Fahrkomfort geschnittene Steine verbaut werden.

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Raoul Schmidt-Lamontain und Reinhard Koettnitz: 22 Ordner füllen die Pläne für die Sanierung der Brücke. Foto: W. Schenk

In den letzten Wochen hätte man bei den Bauvorbereitungen auch die „Brutvögel vergrämt“, meinte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) heute bei einem Pressetermin auf der Brücke. Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, drückte es schonender aus. Man habe die tiefen Fugen verschlossen, damit vor allem die Sperlinge nicht mehr dort nisten können. Auf dem Theaterplatz wird eine Baustelle eingerichtet, um Pflaster zu lagern. Das Kunstwerk „Die Woge“ werde am 10. April demontiert.

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Genau hinschauen: Links das geschnittene Pflaster für den Radweg. Am Bogen drei wurde es getestet. Foto: W. Schenk

Mit Beginn der Bauarbeiten werde die Brücke für den Autoverkehr gesperrt. Auch danach soll sie autofrei bleiben. Für die Straßenbahnen gilt ab Sommer 2017 für etwa 12 Monate ein Umleitung. Der Schiffsverkehr auf der Elbe soll während der gesamen Bauzeit aufrecht erhalten werden. Auch Fußgänger und Radfahrer können die Brücke jederzeit überqueren.

Der erste Brückenbogen wird komplett abgerissen und neu gebaut. Dafür müsste das Terrassenufer mehrfach gesperrt werden, kündigte Koetnitz an. Für Fußgänger und Radfahrer werde eine Ersatzbrücke errichtet.

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Kein Geländer-Posse: Brüstung ist 50 Zentimeter breit – da muss sie nicht 1.30 hoch sein, so Reinhard Koettnitz.

Die für Dresden durchaus berechtigte Frage nach der künftigen Geländerhöhe hatte Koettnitz bereits bei einem Vor-Ort-Termin vor einem Jahr beantwortet. Weil die gemauerte Brüstung nur 105 Zentimeter hoch, aber 50 Zentimeter breit sei, greife die sonst gültige Norm von 1,30 Metern Höhe nicht.

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