Augustusbrücke 0504 baustart

Baustart: Augustusbrücke ab 18. April für Autoverkehr gesperrt

Am 18. April ist Baustart für die Sanierung der Augustusbrücke. In den kommenden zwei Jahren sollen hier rund 23 Millionen Euro in die denkmalgerechte Sanierung investiert werden. Davon sind 17,6 Millionen Euro Fördermittel, die der Freistaat Sachsen zur Beseitigung von Hochwasserschäden beisteuert. Akribisch werde das Pflaster ausgebaut und gelagert, um es danach originalgetreu wieder einzusetzen. Mit einer Ausnahme: Auf den Radwegen sollen für den besseren Fahrkomfort geschnittene Steine verbaut werden.

Augustusbrücke koettnitz schmidt-lamontain

Raoul Schmidt-Lamontain und Reinhard Koettnitz: 22 Ordner füllen die Pläne für die Sanierung der Brücke. Foto: W. Schenk

In den letzten Wochen hätte man bei den Bauvorbereitungen auch die „Brutvögel vergrämt“, meinte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) heute bei einem Pressetermin auf der Brücke. Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, drückte es schonender aus. Man habe die tiefen Fugen verschlossen, damit vor allem die Sperlinge nicht mehr dort nisten können. Auf dem Theaterplatz wird eine Baustelle eingerichtet, um Pflaster zu lagern. Das Kunstwerk „Die Woge“ werde am 10. April demontiert.

Augustusbrücke 0504 radweg

Genau hinschauen: Links das geschnittene Pflaster für den Radweg. Am Bogen drei wurde es getestet. Foto: W. Schenk

Mit Beginn der Bauarbeiten werde die Brücke für den Autoverkehr gesperrt. Auch danach soll sie autofrei bleiben. Für die Straßenbahnen gilt ab Sommer 2017 für etwa 12 Monate ein Umleitung. Der Schiffsverkehr auf der Elbe soll während der gesamen Bauzeit aufrecht erhalten werden. Auch Fußgänger und Radfahrer können die Brücke jederzeit überqueren.

Der erste Brückenbogen wird komplett abgerissen und neu gebaut. Dafür müsste das Terrassenufer mehrfach gesperrt werden, kündigte Koetnitz an. Für Fußgänger und Radfahrer werde eine Ersatzbrücke errichtet.

Augustusbrücke 1104 Koettnitz breit genug

Kein Geländer-Posse: Brüstung ist 50 Zentimeter breit – da muss sie nicht 1.30 hoch sein, so Reinhard Koettnitz.

Die für Dresden durchaus berechtigte Frage nach der künftigen Geländerhöhe hatte Koettnitz bereits bei einem Vor-Ort-Termin vor einem Jahr beantwortet. Weil die gemauerte Brüstung nur 105 Zentimeter hoch, aber 50 Zentimeter breit sei, greife die sonst gültige Norm von 1,30 Metern Höhe nicht.

  • Das könnte Sie auch interessieren …

    Countdown für das Stollenfest läuft – süße Platten für den Mega-Striezel
    In zwölf Tage ist wieder Stollenfest. Bis zum 9. Dezember, das ist der Samstag vor dem zweiten Advent,  backen die Dresdner Stollenbäcker >>>
    Chris Barber jazzt gleich zwei Spielstätten in Dresden

    Allein schon für dieses Staunen war der Abend ein gelungener: Wie viel musikalisch-jugendlichen Esprit ein Mann versprühen kann, der >>>

    12. HOPE-Gala in Dresden – 185.000 Euro Spendenerlös

    Viel Hoffnung für Südafrika. Die HOPE-Gala Dresden hat in ihrer 12. Auflage eine Spendensumme von 185.000 Euro eingeworben. Das Geld >>>

    Dresdner Kreuzchor gibt am 22. Dezember sein Stadionkonzert

    „In 58 Tagen ist Heiligabend“, sagte heute Kreuzkantor Roderich Kreile und verweist darauf, dass es gar nicht mehr so lange dauert, >>>

    Universitätsklinikum: Anton heißt das 2000. Baby im Jahr 2017

    2.000 Babys haben in diesem Jahr bereits das Licht der Welt im Dresdner Universitätsklinikum erblickt. Der kleine Anton war es, der am vergangenen >>>