Palaissommer 2017

Der Sommer beginnt nun auch im Palais-Park

Am Freitag ist der erste PalaisSommer-Tag. Und dieser hat gleich eine Premiere auf dem Programm stehen. „Konzerte im Park“ heißt die neue Reihe des eintrittsfreien Kunst- und Kulturfestivals auf der Wiese vorm Japanischen Palais. Es ist eine Kooperation mit dem Festival „Sound of Bronkow“, welches jährlich im Societaetstheater veranstaltet wird. Im vergangenen Jahr hatte man zum PalaisSommer gemeinsam die Singer-Songwriter-Nacht organisiert. „Die Resonanz war riesig“, erinnert sich Veranstalter Jörg Polenz. „Trotz Regen waren 2500 Leute da.“

Die Singer-Songwriter-Nacht gebe es auch in diesem Jahr wieder, am 12. August. Zusätzlich treten Bands an anderen Abenden auf, am 4. Juli zur Eröffnung die Nürnberger Green Apple Sea. „Wunderschönes, bergseeklares Songwriting“, hatten Kritiker über deren Sound geschrieben. Prägendes Element für den Klang ihrer Musik sei der mehrstimmige Gesang, der sich immer wieder zu anmutigen Chorälen aufschwinge und zahllose wunderbare Melodien in diese Lieder streue, „ein  entcountryisierter Folk“.

„Jeder gibt, was er kann“

Immer im August gibt es den PalaisSommer, in diesem Jahr bereits zum 9. Mal. „Insgesamt können wir 119 Veranstaltungen anbieten“, sagt  Jörg Polenz, „viel mehr als ich mir hätte träumen lassen“. Er verweist auf eine weitere Premiere – die Ballettnacht am 23. August. Aber auch so bewährte Programmpunkte wie Yoga im Park, das Projekt „Folge kleinen Herzen“, bei dem Kinder von professionellen Künstlern zum Malen angeleitet werden, und die Klaviernächte sind wieder organisiert worden.  „Zudem gibt es drei Veranstaltungen in der Reihe Klaviernacht plus.“ In diesem Format würden Künstler auftreten, die sich, aus der Klassik kommend, in andere Genres gewagt hätten, erklärt Jörg Polenz und verweist auf den Abend des 17. August mit dem italienischen Komponisten Federico Albanese, der Klavier, Elektronik, Cello und weitere Instrumente zusammenbringe.

palaissommer team

Die Organisatoren des PalaisSommers: Aleko Adami, Annika Becker und Jörg Polenz (v.l.n.r.) auf der Wiese vorm Palais. Foto: Th. Wolf

Weil alles eintrittsfrei ist, sind die Organisatoren  ständig auf der Suche nach Sponsoren. „200.000 Euro wollen schließlich erwirtschaftet sein.“ Das gelinge mit dem bürgerschaftlichen Engagement, ganz nach dem Motto „Jeder gibt, was er kann“, so Jörg Polenz, ebenso über Sponsoring, Mäzenatentum wie auch über Vermietung und Verpachtung“.

Diskussion kontroverser Themen

Neu sind in diesem Jahr auch die „Palais.Gespräche“, bei denen kontroverse gesellschaftliche Themen auf die – in diesem Jahr übrigens auf dem Weg nahe des Palais platzierte Bühne – kommen. So diskutiert unter anderem der Autor Richard David Precht mit Christian Felber öffentlich übers bedingungslose Grundeinkommen.

Bekannt, bewährt – und zudem äußerst beliebt ist die Reihe „Pleinair im Park“, die Freiluftmalerei von Künstlern. Am 12. und 13. August lädt der georgische Künstler Aleko Adamia zur Aktmalerei. Auch der Canaletto-Preis wird erneut vergeben.

Und sonst? Tango, Salsa, Hörspielnacht – es ist fast alles dabei, was man sich unter Kultur so vorstellen kann. Um eines aber bitten die Veranstalter vorab: Weil der Palais-Park ein Landschaftsdenkmal ist, muss er besonders schonend genutzt werden. „Deshalb sollen die Fahrräder draußen bleiben“, bitten die Organisatoren.

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