musikfestspiele 2018

56.000 Besucher – Dresdner Musikfestspiele weiter auf Erfolgskurs

Mehr als 56.000 Besucher aus dem In- und Ausland haben in den vergangenen 32 Tagen einer der 67 Veranstaltungen der Dresdner Musikfestspiele besucht. „Dresden zeigte sich in den Festspielwochen von seiner besten Seite: inspirierende Spielstätten, ein Traumpublikum, wegweisende Aufführungen,  internationale Besucher und eine positive Atmosphäre – eine europäische Kultur(haupt)Stadt“, zog Intendant Jan Vogler eine erfolgreiche Bilanz. Das sei das Dresden, das er der Welt zeigen möchte. »Wir sind stolz, mit fantastischen Künstlern, visionären Projekten und großer Vielfalt Signale für die kulturelle Verständigung aus Dresden in die Welt gesandt zu haben“, fügte er hinzu. 

Insgesamt 67 Veranstaltungen hatten vom 10. Mai bis 10. Juni 2018 unter dem Motto »SPIEGEL« zu vielfältigen Reflexionen über die Kraft der Musik in unserer Gesellschaft eingeladen. Mehr als 1.500 Künstler aus aller Welt hätten an 24 Spielstätten in Dresden für pulsierende Festspielatmosphäre, freuten sich die Organisatoren. Die Bilanz falle entsprechend positiv aus: Bei einer Auslastung von 91 Prozent seien die Ticketeinnahmen trotz der starken Steigerung 2017 von 1,4 Millionen auf 1,54 Millionen Euro angewachsen.

Der Cellist Jan Vogler habe in diesem Jahr auch künstlerisch neue Akzente gesetzt, heißt es weiter. Etwa mit der »Cellomania«, bei der mehr als 20 der besten Cellisten unserer Zeit in Dresden ein Festival im Festival feierten – das mit der »Langen Nacht des Cellos« einen umjubelten Ausklang gefunden habe.

Die Uraufführung der »Buddha Passion« des chinesischen Komponisten Tan Dun durch die Münchner Philharmoniker und die Internationale Chorakademie Lübeck trug nur wenige Tage später Dresdens Ruf als lebendige Musikstadt in die Welt. Glanzvolle Höhepunkte waren zudem die Verleihung des »Glashütte Original MusikFestspielPreises« an die amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato, das Gastspiel der English Baroque Solists unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner, des Royal Concertgebouw Orchestras unter Daniele Gatti mit dem Pianisten Daniil Trifonov, des Budapest Festival Orchestras unter Iván Fischer sowie die konzertante Aufführung von Hector Berlioz’ Oper »La Damnation de Faust« durch das Malmö SymfoniOrkester unter Marc Soustrot mit Sophie Koch, Paul Groves, Sir Bryn Terfel und Edwin Crossley-Mercer als Solisten.

Etabliert haben sich zudem festivaleigene Formate wie das Dresdner Festspielorchester, das Künstlerprojekt »Bohème2020«, die Club-Reihe »Classical Beats«, die TU-Kooperation »Sound & Science«, das Mitmachprojekt »Klingende Stadt« und das seit Generationen beliebte Open Air »Dresden singt & musiziert«, mit denen die Musikfestspiele über den klassischen Konzertsaal hinaus ein breites Publikum erreichen. Für die erfolgreiche Neuausrichtung der Dresdner Musikfestspiele und sein Engagement als Botschafter für den europäischen Gedanken war Jan Vogler am 8. Juni mit dem Europäischen Kulturpreis »Taurus« ausgezeichnet worden.

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