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Stadtbezirk Pieschen: Weniger Verstöße an stationären Blitzern gemessen

Die Zahl der an den drei stationären Blitzern im Stadtbezirk Pieschen gemessenen Geschwindigkeitsverstöße ist leicht zurückgegangen. Wurden 2017 noch 9.389 Fahrzeuge geblitzt, waren es im vergangenen Jahr nur noch 9.123 (minus 266). Das geht aus der heute von Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) veröffentlichten Jahresstatistik 2018 hervor.

Ausschlaggebend dafür sind die Rückgänge registrierter Verstöße an den Blitzern in der Maxim-Gorki-Straße in Richtung Hansastraße von 5.201 auf 4.262 und in der Großenhainer Straße von 1.720 auf 1.622. Dagegen zeigt die Statistik in der Maxim-Gorki-Straße in Richtung Döbelner Straße einen Zuwachs von 2.468 auf 3.239.

Drei neue Blitzer treiben Statistik nach oben

Stadtweit zeigt sich eine ähnliche Tendenz. Ohne die drei neuen stationären Blitzer ist die Zahl der Verstöße von 76.300 auf 71.100 gesunken. Für den Zuwachs auf insgesamt 105.300 Geschwindigkeitsverstöße sorgten die drei neuen Radarfallen. So schnellte die erst im Februar 2018 in Betrieb gegangene Anlage in der Bergstraße direkt auf Platz 1 in der Statistik. Im Durchschnitt wurden hier pro Tag mehr als 70 Verstöße registriert, insgesamt 24.258. Der schnellste Fahrer sei mit 94 Stundenkilometern bei erlaubten 50 km/h die Bergstraße hochgefahren und musste anschließend zwei Monate laufen, heißt in der Auswertung der Zahlen.

Neben dem Blitzer auf der Bergstraße sind 2018 noch zwei weitere Anlagen in Betrieb gegangen und verantwortlich für den Anstieg der Zahlen. Seit Oktober 2018 überwachen die Blitzer auf der Pillnitzer Landstraße und auf der Pirnaer Straße im Ortsteil Eschdorf die Einhaltung der Tempo-30-Zone. In dieser kurzen Zeit wurden bereits 5.499 (Pillnitzer Landstraße) und 4.440 (Eschdorf) Verstöße festgestellt.

Mobile Blitzer messen mehr Verstöße

Bei den mobilen Blitzern von Polizei und Ordnungsamt zeigt die Tendenz eindeutig nach oben. 72.874 Geschwindigkeitsverstöße stehen hier 58.555 aus dem Jahr 2017 gegenüber. Dabei seien die meisten Einsätze vor Schulen, Kindergärten oder auch Krankenhäusern sowie an Unfallschwerpunkten erfolgt. „Diese Bilanz ist erschütternd. Jeder der zu schnell fährt, ist eine Gefahr für sich und vor allem andere“, urteilte Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU).

Alarmierend seien auch die Verstöße im fließenden Verkehr. Die Zahl stieg von 167.000 im Jahr 2017 auf 203.700 im vergangenen Jahr.  Hier werde zum Beispiel auch die Benutzung von Handys während der Fahrt geahndet.

Zuwachs bei illegaler Müllentsorgung

Um die Hälfte angestiegen ist die Zahl der Anzeigen wegen ordnungswidriger Ablagerungen von Müll. Sie stieg von 961 auf 1.439. „Diese Entwicklung ist traurig. 2019 werden zwar weitere Stellen im Ordnungsamt geschaffen, doch nicht hauptsächlich, um anderen den Müll nachzutragen. Hier sollten die Dresdnerinnen und Dresdner Verantwortung für ihre Stadt übernehmen“, kommentierte Sittel diese Entwicklung.

Zu den insgesamt 426.061 Anzeigen zu begangenen Ordnungswidrigkeiten sprach die Bußgeldbehörde rund 10 Millionen Euro an Bußgeldern und Verwarnungen aus.

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