Noch 1500 Lehrstellen frei

Knapp einen Monat vor dem offiziellen Startschuss in das neue Ausbildungsjahr weist die IHK-Lehrstellenbörse für Sachsen noch über 1.500 freie Ausbildungsplätze aus. Allein 397 offene Stellen in  72 verschiedenen Berufen seien im IHK-Bezirk Dresden zu finden, teilte gestern Lars Fiehler, Pressesprecher der IHK Dresden, mit. Zum IHK-Bezirk Dresden gehören die Landkreise Görlitz, Bautzen, Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und die Stadt Dresden.

Die Top Fünf der am häufigsten angebotenen Ausbildungsberufe sind:

  • Koch/Köchin
  • Restaurantfachmann/-frau
  • Mechatroniker/-in
  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  • Fachkraft für Lagerlogistik.

Im IHK-Bezirk Chemnitz, zu dem die Landkreise Mittelsachsen, Erzgebirgskreis, Zwickau, Vogtlandkreis und die Stadt Chemnitz gehören, seien derzeit 706 freie Lehrstellen registriert. 442 Ausbildungsplatzangebote würden aktuell im IHK-Bezirk Leipzig für die Landkreise Nordsachsen und Leipzig sowie die Stadt Leipzig verzeichnet, heißt es weiter in der IHK-Mitteilung. (red)

>> Alle Angebote im Internet auf der IHK-Lehrstellenbörse

Dresdens Digitale Wirtschaft deutschlandweit an der Spitze

Dresden zählt deutschlandweit zu den Spitzenstandorten in der Digitalen Wirtschaft. Das zeigen aktuelle Zahlen, welche die Investitionsbank Berlin in ihrem Städtevergleich heranzieht. Demnach zeichnet sich die sächsische Landeshauptstadt vor allem als starker Start-up-Standort aus. Zwischen 2008 und 2012 stieg die Zahl der Betriebsgründungen in der Digitalen Wirtschaft um 10,4 Prozent. Neben Berlin, mit einem Wachstum von 44,2 Prozent, ist Dresden die einzige deutsche Stadt, die in diesem Bereich zulegen konnte. Vergleichsstädte wie München, Hamburg oder Frankfurt a. M. verzeichnen zum Teil deutliche Rückgänge.

Die hohe Gründungsdynamik spiegelt sich auch in der Anzahl der Betriebsgründungen bezogen auf 10.000 Erwerbstätige wieder. Mit 1,9 ist diese fast doppelt so hoch, wie im deutschen Durchschnitt. Als jüngstes Beispiel für erfolgreiche Gründungen in diesem Bereich errang die SIListra Systems GmbH den 3. Platz im futureSAX-Ideenwettbewerb. SIListra Systems geht mit einer Sicherheitssoftware an den Markt, die Ausführungsfehler in technischen Produkten erkennt.

Digitale Wirtschaft als Beschäftigungsfaktor

Zur Digitalen Wirtschaft zählt die Analyse der Investitionsbank Unternehmen, die ihr Geld ausschließlich mit Internetdienstleistungen verdienen (wie Navigationsdienste, E-Mail Services, Online-Spieleentwickler oder Klingeltonhersteller), aber auch Unternehmen, bei denen grundlegende Teile der Geschäftsprozesse durch Technologien des Internets unterstützt werden (Web-Shops mit angeschlossenem Lieferservice oder moderne Carsharing-Angebote).

Für die Stadt ist das ein wichtiger Beschäftigungsfaktor. Über 7.500 Menschen, das sind drei Prozent der Beschäftigten, arbeiten in diesem Wirtschaftszeig. Ähnlich wie bei den Gründungen, ist dies das Ergebnis eines überdurchschnittlichen Wachstums in den letzten Jahren. Ein Plus von 37,1 Prozent zwischen 2008 und 2012 bedeuten den vierten Platz im Städtevergleich hinter Berlin, Frankfurt a.M. und München. Selbst wirtschaftsstarke Städte wie Düsseldorf, Köln oder Hamburg wachsen langsamer.

Über die Studie

Die Zahlen stammen aus der Studie „Digitale Wirtschaft – Standortanalyse im Städtevergleich“ der Investitionsbank Berlin. Zur Abgrenzung der Digitalen Wirtschaft nutzen die Autoren die Definition des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft e.V. (BVDW). Zu den untersuchten Branchen zählen unter anderem Software, Programmierung, Datenverarbeitung und Webportale. Als Datengrundlage diente amtliches statistisches Material. (red)

Service:

» Download: Studie „Digitale Wirtschaft – Standortanalyse im Städtevergleich“ (PDF, 478 KB)

>> zur Studie

 

Malkurs im Putjatinhaus zeigt Kunstwerke

„Wir denken bunt“ ist der Titel der neuen Ausstellung, in der zehn Teilnehmer des Malkurses des Putjatinhauses ihre Werke zeigen. Anlass ist das zehnjährige Jubiläum des Malkurses unter Leitung der Kunsttherapeutin und Malerin Martina Neumann. Auhc wenn sich die Zusammensetzung des Kurses öfter geändert hat, sei bei allen langjährigen und neuen Mitgliedern die Begeisterung am Malen und Zeichnen als Freizeitbeschäftigung das Entscheidende, heißt es in einer Pressemitteilung.

Stillleben, Portraits, figürliche Zeichnungen und in der schönen Jahreszeit Landschaftsstudien stehen noch immer im Mittelpunkt der Arbeit der Freizeitmaler. Dabei probieren die Mitglieder verschiedene Techniken wie Pastell, Aquarell, Acryl, Kohle und Bleistift aus.

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch dieses Schaffen. Es stellen aus: Ingrid Barth, Julika Ehlers, Günter Grun, Hannelore Knebel, Martina Lüders, Jörg Kluge, Gudrun Rhodius, Dr. Armin Siegmund, Ulrich Simon und Anja Zeidler. (red)

Service

Was: Ausstellung „Wir denken bunt“

Wo: Rathaus Leuben, Herztstraße 23. Bürgersaal

Wann: 10. Juli bis 6. September, montags bis freitags, 8 bis 18 Uhr

Wieviel: Eintritt ist frei.

4. Juli

Der 4. Juli war übrigens genauso historisch. Bin beim Notar gewesen und habe meine wins media UG (haftungsbeschränkt) gegründet. Dann zur Sparkasse (nach vorheriger Vergleichs-Recherche zu den Konditionen für ein Firmenkonto), ein Firmenkonto eröffnen, eine Stammeinlage einzahlen, mit dem Beleg zum Notar zurück. Dann fängt die Bürokratie an zu mahlen. Gewerbeamt muss auch sein. Das Schärfste: das Finanzamt verlangt eine Eröffnungsbilanz. Summe Aktiva hier, Summe Passive da – das wars. Der gleiche Betrag auf jeder Seite, überschrieben mit Eröffnungsbilanz. Mann, Mann, Mann!! Der Fragebogen zur  steuerlichen Erfassung für das Finanzamt umfasst 9 ( in Worten NEUN) Seiten. Ohne Steuerberaterin bist Du aufgeschmissen.

Kraftwerk Mitte: Stadtrat entscheidet über Auftragserteilung

Der Stadtrat soll kommende Woche grünes Licht für den Umbau des Kraftwerks Mitte geben. Hier sollen künftig die Staatsoperette Dresden und das tjg. theater junge generation ihre Spielstätten haben. Oberbürgermeisterin Helma Orosz hat gestern eine entsprechende Vorlage für den Stadtrat unterzeichnet. Der Beschlussvorschlag sieht vor, den Generalübernehmervertrag durch die in Gründung befindliche Kommunale Immobilien Dresden GmbH & Co. KG (KID) abzuschließen. „Ich bin dankbar, dass es nun einen Schritt weiter geht. Die Zeit drängt, und es ist wichtig, das der Stadtrat noch vor der Sommerpause eine Entscheidung fällt“, so Oberbürgermeisterin Helma Orosz.

Die Intendantin des tjg, Felicitas Loewe zeigt sich mit dem aktuellen Stand zufrieden: „Wir sind sehr froh über den bisherigen, sehr konstruktiven Projektverlauf und hoffen, dass auch im Zuge der weiteren Planungen Lösungen gefunden werden, die einen optimalen Spielbetrieb für das theater junge generation sicherstellen.“ 

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Videos zum Kraftwerk Mitte von der IG Kraftwerk Mitte:

Platz für Neues: Das Kraftwerk Mitte als Modell

Schautag im Kraftwerk Mitte von IG Kraftwerk Mitte [/box]

Ende 2016 soll der architektonische Entwurf von Professor Jörg Friedrich (pfp Architekten Hamburg) nun Wirklichkeit werden. Vorgesehen sind  vier Theatersäle nebst Verwaltungs-, Proben- und Lagerräumen: Staatsoperette 700 Plätze, Hauptbühne tjg 350 Plätze, Studiobühne tjg 125 Plätze und Puppenbühne 125 Plätze.

Von den Bestandsgebäuden auf dem Kraftwerksareal sollen die Maschinenhalle und das Eckgebäude Ehrlichstraße/Althusstraße für den Bau genutzt werden, nicht jedoch – wie ursprünglich vorgesehen – das Umspannwerk. Abweichend von der Auslobung sollen die Parkplätze für Besucher separat in einem Parkhaus in Nähe der Schweriner Straße untergebracht werden. Für die gemeinsamen Theaterwerkstätten entsteht ein Neubau auf dem heutigen Gelände des tjg in Dresden-Cotta an der Meißner Landstraße.
Das Finanzierungskonzept sieht Gesamtausgaben in Höhe von 96,7 Millionen Euro brutto vor. Damit kann das Projekt innerhalb des vom Stadtrat genehmigten Budgets realisiert werden. Die Finanzierung berücksichtigt den Einsatz von 15 Millionen Euro Fördermitteln aus dem Programm „Stadtumbau Ost“, deren Bereitstellung grundsätzlich durch eine städtebauliche Rahmenvereinbarung zwischen der Landeshauptstadt Dresden und dem Freistaat Sachsen vom Januar 2013 zugesichert ist.

Der Intendant der Staatsoperette, Wolfgang Schaller, lobte die Zusammenarbeit mit der Verwaltungsspitze, der Stadtverwaltung und insbesondere dem Kulturamt im Zusammenspiel mit der STESAD sowie den Stadträten in der Lenkungsgruppe. Nun blicke er „voller Hoffnung und großer Erwartung“ auf die Entscheidung des Stadtrates“. (red)

Schnelle Orientierung in 30.000 Webseiten auf dresden.de

Was für die deutschsprachigen Nutzer von dresden.de längst funktioniert, wird nun als Service auch für englisch sprechende Besucher der Website angeboten – Shortcuts für eine schnelle Orientierung. Die intuitiven Adressen sollen aufwändiges Blättern ersparen und leiten ohne Umweg zum gesuchten Thema auf dresden.de. Die deutschsprachige Webseite dresden.de verteilt ihre Inhalte inzwischen auf rund 30.000 Seiten.

Nachdem die Landeshauptstadt Dresden diese nützlichen Hilfen auf der Webseite integriert hat, wurden sie nun in einem Faltblatt in englischer Sprache vorgestellt – in einer Auflage von 10.000 Exemplaren. „Es erleichtert insbesondere Zuzüglern, aber auch anderen ausländischen Internetnutzern die Orientierung, indem es auf vielgefragte Themen verweist“, heißt es in einer Erklärung der Stadtverwaltung. So seien etwa Wirtschaft, Kinder, Weihnachten, Kultur, Europa, Sport, Tourismus und Verkehr dabei. Sie verbergen sich hinter Shortcuts wie dresden.de/business, dresden.de/children, dresden.de/christmas oder dresden.de/culture. (red)

Service

Was/What:  „www.dresden.de – Your instant answers“

Wo/Where: Informationsstellen der Rathäuser, Ortsämter, Ortschaften und in den Dresdner Bürgerbüros / city hall, local offices

Wieviel/How much: kostenlos/for free

Zweitausend neue Wohnungen in letzten zwölf Jahren

Mit den Veränderungen im Wohnungsbestand der Stadt Dresden befasst sich die neue Ausgabe der „Dresdner Zahlen aktuell“, die regelmäßig von der kommunalen Statistikstelle herausgegeben werden. Die amtliche Statistik zur Bautätigkeit unterscheidet zwischen Errichtung neuer Gebäude, Baumaßnahmen an bestehenden Gebäude (Um- und Ausbau) und Abrissen. Während bis zum Jahr 2000 der Wohnungsneubau dominierte, sind ab 2001 auch die anderen Teilkomponenten mit unterschiedlicher Entwicklung wirksam. Der Hauptgrund für diesen Umbruch war der hohe Wohnungsleerstand 2000/2001 von über 20 Prozent. Im Zeitraum 2001 bis 2012 nahm der Wohnungsbestand nur noch um 1449 Wohnungen zu.

Dabei stieg die Anzahl der Wohnungen in Eigenheimen von 31 976 (Anteil 11,0 Prozent) auf 37 339 (12,7 Prozent) bei gleichzeitigem Rückgang der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern von 255 516 auf 251 826. Am Neubau (8203 Wohnungen) war mit zwei Drittel (5310 Wohnungen) der Eigenheimbau beteiligt. Die Anzahl der jährlich fertiggestellten Wohnungen in Eigenheimen schwankte nur relativ gering (307 bis 557 Wohnungen). Der Mehrfamilienhausbau kam in den Jahren 2003 bis 2010 nahezu zum Erliegen – weniger als 200 Neubauwohnungen wurden jährlich fertiggestellt. Mit den Neubauten von 2011 und 2012 (426 bzw. 507 Wohnungen) ist offensichtlich diese Phase beendet.

Der Wohngebäudeabriss mit 8727 Wohnungen, zum größten Teil durch das Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ gestützt, und der gleichzeitige und stetige Bevölkerungszuwachs (um insgesamt 58 372 auf nunmehr 530 722 Einwohner) verringerten den Wohnungsleerstand; er sank um 14 Prozentpunkte. Mit über 900 Wohnungen war der Abriss in den Jahren 2004, 2005, 2006 und 2011 am größten. Das Programm „Stadtumbau Ost“ startete 2001, insgesamt wurden mit diesem Programm in Dresden der Gebäudeabriss von 7323 Wohnungen gefördert. Ein unmittelbarer Zusammenhang zum WOBA-Verkauf 2006 besteht somit nach Auffassung der Statistiker nicht.

Durch Um- und Ausbau wurde in den vergangenen zwölf Jahren insgesamt ein Wohnungszuwachs von 1973 Wohnungen erreicht. Erwähnenswert sind hier die seit 2007 zu Wohngebäuden umgebauten Nichtwohngebäude (u. a. Fabriken und Schulen) mit insgesamt 1219 Wohnungen. (red)

Service:

Was: Faltblatt „Dresdner Zahlen aktuell“ 12/2012

Wo: Kommunale Statistikstelle (Ferdinandplatz 1, 6. Etage, Telefon 4 88 11 00, Telefax 4 88 69 13, E-Mail statistik@dresden.de)

Wo noch: Rathaus und in allen Bürgerbüros

Wieviel: kostenlos

Schulen erhalten 1,3 Millionen Euro mehr für Lernmittel

Für das nächste Schuljahr können den Dresdner Schulen rund 1,3 Millionen Euro zusätzlich für Lernmittel zur Verfügung gestellt werden. Mit 4,8 Millionen Euro insgesamt haben sich die Aufwendungen der Stadt von 2010 bis 2013 fast verdreifacht, teilte die Stadtverwaltung heute mit.

Laut „Verordnung zur Zulassung und Überlassung von Lernmitteln“ muss die Stadt als Schulträger  Schulbücher, Kopien, Arbeitshefte und sonstige Druckwerke wie Tafelwerke, Ganzschriften (Literaturtexte u.ä.), Atlanten, Wörterbücher und Duden bereitstellen. Daraus ergeben sich für 2013 und die Folgejahre weitere zusätzliche finanzielle Aufwendungen, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.

Die Kalkulation für 2013 sieht so aus:
  • für Lehrbücher (Schulbücher) rund 1 610 400 Euro
  • für Kopien rund 280 000 Euro
  • für Arbeitshefte rund 1 610 000 Euro
  • für sonstige Druckwerke rund 1 300 000 Euro

Die „Verordnung zur Zulassung und Überlassung von Lernmitteln“ war im März 2013 aufgrund eines Urteils des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus erlassen worden. (redaktion)

Der Kletterelefant war Kunst am Bau

Der Rutsch- und Kletterelefant auf Spielplätzen, Betonreliefs und Strukturwände an Wohnheimen oder in Parks und viele Wandgemälde an Schulen gehörten zur staatlich finanzierten Kunst am Bau zu DDR-Zeiten. Anfang der fünfziger Jahre waren es ein bis zwei Prozent der Bausumme von Verwaltungsgebäuden, Kultur- und Sozialbauten, in den sechziger Jahren dann gesetzlich festgeschriebene 0,5 Prozent, die für die künstlerische Gestaltung der Bauprojekte verwendet werden sollten. Viele derartige Kunstprojekte landeten in den Auftragsbüchern der Produktionsgenossenschaft „Kunst am Bau“. Diesen in der DDR einmaligen Zusammenschluss von Künstlern und Architekten gründeten die Maler Rudolf Sitte, Siegfried Schade, Bruno Dolinski und Bruno Groth am 15. August 1958 in Dresden.

Ihrem Wirken ist jetzt eine Ausstellung gewidmet, die am Donnerstag von Manfred Wiemer, Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz, eröffnet wird. Unter dem Titel „Geplante Räume, geplante Träume“ berichten Tanja Scheffler, Linda Großkopf und Antje Kirsch über die Planung und Realisierung des 700 Meter langen und 60 Meter breiten Ensembles der Prager Straße.

Die Ausstellung im Kunstfoyer im Kulturrathaus ist bis zum 23. August geöffnet. Sie widmet sich der Institution „Kunst am Bau“ und zeigt eine zum Teil kaum noch sichtbare Seite der architekturbezogenen Kunst in der DDR. Über einen Zeitraum von über 30 Jahren waren Karl-Heinz Adler, Dieter Graupner, Friedrich Kracht, Johannes Peschel, Egmar Ponndorf, Siegfried Schade, Bärbel Schulz (bis 1985), Rudolf Sitte (bis 1979), Vinzenz Wanitschke und Wolff-Ulrich Weder in der Produktionsgenossenschaft „Kunst am Bau“ verbunden. Obwohl ihre künstlerischen Ausdrucksformen sehr unterschiedlich waren, konnten sie die Werkstattsituation für gemeinschaftliche Projekte nutzen.

Service:

Was: Ausstellung vom 5. Juli bis 23. August 2013

Wo: Kunstfoyer im Kulturrathaus, Königstraße 15, 01097 Dresden

Wann: Montag bis Donnerstag 9 bis 18 Uhr und Freitag 9 bis 16 Uhr

Wieviel: Eintritt ist frei.

1. Juli

Der 1. Juli ist ein historischer Tag. Ich habe den ersten Beitrag für mein Dresden-Portal geschrieben: Bahnhof Klotzsche wird zum Bio-Supermarkt. Da sind wir bei unseren Spaziergängen schon hundertmal vorbeigegangen und nun haben wir die Ruine von innen gesehen. Und jede Menge Bilder gemacht, weil natürlich auch eine Fotoserie getestet werden muss. Recherche, Text und Bilder von mir! Und dafür auch gleich noch die erste Anmeldung für einen Pressezugang erledigt. Auf der Website vom Vorwerk Podemus, dem Biomarkt-Investor. Hat einen Pressebereich für den Bilderdownload mit Registrierung. Donnerwetter! Das wird auch noch viel Arbeit – alle Pressestellen anschreiben, überall in die Presseverteiler kommen. Erklären, dass man schon mal Inhalte braucht, obwohl noch nix zu sehen ist. Das wiederum macht nicht so richtig Spaß.

 

Bahnhof Klotzsche wird zum Bio-Supermarkt

Der marode und teilweise eingefallene Bahnhof in Klotzsche soll bis Ende 2014 zu einem modernen Bio-Supermarkt umgebaut werden. Zum Tag der Architektur stellte Investor Bernhard Probst seine Pläne vor und ließ sich schon mal in die Töpfe gucken. Probst ist Besitzer des Vorwerks Podemus und betreibt bereits sieben Biomärkte in Dresden, Radebeul und Bautzen.

Wer in dem mehr als hundert Jahre alten Gebäude in die Bahnhofshalle kommt, kann sich trotz Schutt und Bruch unter dem hohen gewölbten Dach gut eine Markthalle vorstellen. Die Idee stiftete der Klotzscher Architekt Alexander Beck, der bereits das gegenüber gelegene ehemalige Bahnhofshotel und den historischen Ballsaal wieder aufgebaut und das Königswalder Quartier entwickelt hat.

Bahnhof Klotzsche: Schutt und zugenagelte Fenster.
Bahnhof Klotzsche: Schutt und zugenagelte Fenster. Foto: W. Schenk

Nun also der Bahnhof: Neben der alten Bahnhofshalle, in der man noch die Wandbeschriftungen erkennen kann, soll auch der Verwaltungstrakt saniert werden. Dann werden auf etwa 400 Quadratmetern Bioprodukte verkauft. Die Nutzung der anderen Flächen ist noch nicht endgültig entschieden. Da zu einem Supermarkt auch Parkplatz gehört, will Probst ein Nachbargrundstück hinzukaufen.

Die offenen Türen am künftigen Biobahnhof  wurden am Wochenende von vielen interessierten Einwohnern genutzt, um reichlich Fotos zu schießen und von den gegrillten Biowürsten zu kosten. Der neue Bahnhofs-Chef stand selbst am Grill und beantwortete geduldig viele Fragen.

 

 

 

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Name gefunden, Logo, Seitenaufbau

Am 2. Juni betritt menschen-in-dresden.de die Bühne. Zögernder Applaus. Dann die Überlegung, was das für eine umständliche Mailadresse wird. Das ganze zusammengekürzt auf me-in-dd und siehe da, das ergibt auch noch Sinn: meindd.de. Donnernder Applaus, stehende Ovationen. Portalname und Mailadresse gefunden.

Der Firmenname war da die einfachere Übung. Mein Kürzel aus Redakteurszeiten lautete wins. Ich habe es reanimiert und in wins media umgewandelt. Rechtsform UG, nach ausführlichem Studium vieler kluger und auch vieler redundanter Ausführungen zu dem Thema.

Was dann kommt, ist akribische Kleinarbeit, man muss sich schon zwingen. Den Seitenaufbau definieren – Inhaltsbereich, Sidebar 1 und Sidebar 2, Seitenkopf und Seitenfuß. Was soll wie heißen, was steht wo auf der Seite, Werbeplätze müssen auch dazwischen. Und gerade dabei immer die Forderungen der Onlinevermarkter im Ohr – ES MUSS IM SICHTBAREN BEREICH SEIN !! Jaja, aber nicht alles. Und auch nicht 30 oder mehr Prozent des Bildschirms.

Was auch noch her muss, ist ein Logo für das Portal und eines für die Firma. Ich war auf einer Existenzgründer-Veranstaltung und da gab es eine eindringliche Mahnung von den Werbeprofis: Legen Sie Wert auf ein ordentliches Firmenlogo, nicht selbst basteln – die Kunden werden es merken. So ist es. Der Designer – Skissdesign aus Erfurt – war ein prima Tipp. Hat zweimal voll den Geschmack getroffen. Und plötzlich hat das Projekt ein GESICHT. Ein schönes Gefühl.

Das Kind braucht einen Namen

Wichtigste Entscheidung zunächst: Welches CMS? Eigentlich mit Blick aufs Budget nicht so schwer – es wird WordPress. Hunderte kostenlose und kostenpflichtige Theme-Entwürfe angeschaut, erst mal nur das Design wirken lassen, ohne bei den Funktionalitäten schon in die Tiefe zu gehen. Die große Auswahl auf etwa 20 reduziert, diskutiert. Am Ende bleiben drei übrig: magazinly von tagdiv und city news und Metro Mag von wellthemes. Zusammen mit David, dem WordPress-Entwickler, fiel die Wahl auf Metro Mag.

Parallel dazu eine Arbeitsumgebung für mehrere Nutzer einrichten. Allein werde ich das auf keinen Fall stemmen.

Und dann die größte Qual – das Kind braucht einen Namen. Zwischen dem 8. Mai und dem 2. Juni gehen die Favoriten ein und aus – den Anfang macht dd0351.de, gefolgt von dd-nachrichten.de und dd-aktuell.de. Hmm, die Begeisterung bei Familie und Freunden hält sich deutlich in Grenzen.

 

Der Anfang

April 2013

Es hatte schon lange seinen Reiz, das Funktionieren eines Onlineportals ohne den Riesenballast eines Zeitungsverlages am Bein zu testen. Genau das habe ich mir vorgenommen. Mit einem Minimum an Ressourcen ein lokales Onlineportal für Dresden aufzubauen, es langsam wachsen zu lassen. Schauen, wer sich für die Inhalte interessiert und wer die Werbekunden sein werden. Die Entwicklungsaktivitäten entsprechend anpassen. Schönes Vorhaben.

Da keine Redakteursmannschaft zur Verfügung stand, konnte das Portal-Konzept nicht den anspruchsvollen Qualitätsjournalismus in den Mittelpunkt stellen. Qualität sollte sein, aber stets gemessen an den zur Verfügung stehenden Ressourcen. Das Konzept hatte darum eigentlich von Anfang ziemlich klare Konturen: Nachrichten aus allen Branchen und zu allen Themen. Topics zu wichtigen Fragen – Informationen, Dokumente und Hintergrundmaterial zum Download und ein Forum zum Topic. Also keine Kommentarfunktion an jedem Artikel, sondern Diskussion bei den wichtigen Stadtentwicklungsfragen. Drittes Standbein – lokale Blogs. Männer und Frauen finden, die etwas erleben, etwas zu sagen haben und sich ausdrücken können – prima! Wenns weiter nix ist.  Autoren finden von Koch bis Professor.

Die Idee war da, also los.