3. Liga im Endspurt: Dynamo Dresden vor dem Aufstieg

Nach dem enttäuschenden Abstieg in die 3. Liga in der vergangenen Saison, arbeitet Dynamo Dresden in diesem Jahr unter Hochdruck am direkten Wiederaufstieg. Dabei mussten die Sachsen nach einer bislang starken Spielzeit zuletzt mit nur einem Sieg aus vier Spielen einen Rückschlag im Kampf um die Aufstiegsplätze hinnehmen. Dennoch steht die Mannschaft aus Dresden nach zwei Nachholspielen wieder an der Tabellenspitze und darf sich so berechtigte Hoffnungen auf Liga zwei machen.

Wieder an der Tabellenspitze

Die Konstellation vor den letzten vier Spieltagen könnte enger nicht sein. So tummeln sich neben Dynamo Dresden und den punktgleichen Hanseaten aus Rostock auch die Verfolger 1860 München und Ingolstadt an der Tabellenspitze. Dabei trennen die ersten vier
Tabellenplätze lediglich vier Punkte, sodass die Fans hier Spannung bis zum letzten Spieltag erwarten dürfte.

Im Duell um den Aufstieg haben sich die Schwarz-Gelben am Wochenende in eine hervorragende Ausgangslage gespielt. Der Trainerwechsel hat die Mannschaft gepusht. Alexander Schmidt ist es innerhalb kürzester Zeit gelungen, die Spieler neu zu motivieren. Am vergangenen Mittwoch feierte der neue Dynamo-Trainer seinen Einstand und konnte direkt ein Ausrufezeichen setzen. So zeigte sich das Team beim Spiel gegen den MSV Duisburg gut eingestellt und überraschte nach den zuletzt durchwachsenen Spielen mit einer kämpferisch guten und konzentrierten Leistung. Der wichtige Sieg war also durchweg verdient.

Viele Wettanbieter sahen dabei Dynamo bereits vor der Partie als Favoriten an. Doch auch die Duisburger reisten mit acht Punkten aus den letzten vier Spielen mit breiter Brust an. Das Ergebnis gegen den Formstarken MSV gibt daher wieder Hoffnung und könnte der Knackpunkt im Aufstiegsrennen gewesen sein. Denn mit dem abstiegsbedrohten KFC Uerdingen wartete ein Team, das punkten muss. Dynamo kämpfte und gewann auswärts 2:0. Einen wichtigen Anteil am Sieg hatte Panagiotis Vlachodimos, der unter Ex-Trainer Markus Kauczinski seit Monaten kaum zum Einsatz gekommen war. Er erzielte den Führungstreffer kurz vor dem Halbzeitpfiff. Das 2:0 erzielte Heinz Mörschel mit seinem Freistoßtreffer.

Das Restprogramm bis zum Saisonziel

Nach dem schwierigen Spiel gegen den KFC Uerdingen trifft Dynamo auf die Überraschungsmannschaft aus Verl, die ihr Ziel “Nicht Abstieg” bereits vorzeitig erreichen konnte. Das durchaus anspruchsvolle Auswärtsspiel gegen den Tabellensiebten findet in der Paderborner Benteler-Arena unter Flutlicht statt. Die englische Woche wird dann mit dem Spiel gegen die Viktoria aus Köln abgeschlossen. Für den Achten der Liga geht es dabei eigentlich um nichts mehr, wobei man dennoch versuchen wird, der Mannschaft aus Dresden ein Bein zu stellen.

Die kommende Woche ist somit richtungsweisend und wird darüber entschieden, ob Dynamo Dresden in den letzten Spielen gegen Türkgücü Ataspor und dem SV Wehen noch um den Aufstieg spielt oder für ein weiteres Jahr in Liga drei planen muss. Angesichts der
hervorragenden Ausgangslage dürften sich die Fans der Dresdner Mannschaft um Kapitän Sebastian Mai jedoch berechtigte Hoffnungen machen, im kommenden Jahr wieder in Deutschlands zweithöchster Spielklasse antreten zu dürfen. Die Wiedergutmachung nach der
enttäuschenden letzten Saison wäre dann geglückt.