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Neues aus der Medizin: Minimalinvasive Operationsmethoden auf dem Vormarsch

Was früher mit großen Eingriffen verbunden war, wird heute häufiger mit minimal invasiven Operationen durchgeführt. Immer öfter entscheiden sich Ärzte für diese weitaus kleinere Operationsmethode, die insbesondere in Körperbereichen wie dem Bauch, dem Rücken und der Kniegelenke Anwendung findet.

Die Zeit langer Narben ist vorbei

Klassische Operationen gehen in der Regel mit Schmerzen und Nebenwirkungen einher. Dank technologischer Entwicklungen reduzieren minimal-invasive Operationen eben diese unangenehmen Begleiterscheinungen. Positiv ist bereits die Tatsache, dass die Haut nur minimal verletzt bzw. aufgeschnitten werden muss. In der Folge ist bereits die Wundheilung vereinfachter. Es entstehen kaum sichtbare, kleinste Narben. Auch die Operation selbst unterscheidet sich deutlich von der offenen Chirurgie. Der minimal-invasive Zugang erlaubt die Verwendung spezieller Instrumente sowie neuer Operationstechniken.

So funktioniert die minimal-invasive Operation

Interessant ist dabei, dass der Begriff und die damit verwandte Technologie erst seit rund 20 Jahren etabliert ist. Insbesondere Patienten mit Bauchoperationen waren in der Vergangenheit von unschönen Narben gekennzeichnet. Dazu gehörte die klassische Blinddarmentfernung genauso die der Leistenbruch. Ärzte gelangen heute auf anderen Wege in die Bauchhöhle. Für eine Bauchspiegelung werden schmale Zugänge gelegt und Trokare verwendet. Mit ihnen kommt das Endoskop zum Einsatz, das mit Lichtquelle und Videokamera verbunden ist. Das bedeutet, die eigentliche Operation wird unter geschlossener Bauchdecke durchgeführt, während die Kamera das erforderliche Blickfeld freilegt und auf einen Bildschirm überträgt.

Auch in den medizinischen Einrichtungen Dresdens hat die sogenannte Schlüssellochchirurgie längst Einzug gehalten. So bietet die Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Dresden darüber hinaus auch Operationen mit der neuesten Generation des DaVinci Operationsroboters an. Dies, so ein Kliniksprecher, sei eine Weiterentwicklung der laparoskopischen Chirurgie. Selbst hochkomplexe Eingriffe können mit dieser 3D Technologie auf die minimal-invasive Art durchgeführt werden.

Mit minimal-invasiver OP geht es der Bandscheibe an den Kragen

Weit verbreitet und dennoch gefürchtet waren in der Vergangenheit Operationen an der Bandscheibe. Auch hier gibt es erstaunliche Fortschritte der minimal-invasiven Technik. Da das Operationsfeld ohnehin nur sehr klein ist, können hierbei verschiedene Techniken angewendet werden. Je nach individueller Befindlichkeit des Patienten wählen Ärzte entweder die Lasertherapie, die Thermoläsion oder perkutanen Nukleotomie aus. Alle drei Verfahren gehören der minimal-invasiven Operationsmethode an und sind sehr erfolgreich. Wichtig ist, hier Kliniken zu finden, die sich auf diese moderne Behandlung der Bandscheiben bzw. der minimal-invasiven Operationsmethode spezialisiert haben. Verschiedene Anbieter, wie zum Beispiel die joimax GmbH aus Karlsruhe bieten ihren Patienten bereits dieses Verfahren an und haben sich insbesondere auf die Bandscheibenbehandlung spezialisiert.

Die Chirurgie erfindet sich neu

Keine Frage, neue Operationstechniken kommen dem Patienten zugute. Nicht nur, dass die Operation selbst mit weniger Komplikationen verbunden ist, auch die Heilung verläuft heute nahezu risikofrei. Während gerade die Heilung der Narben in der Vergangenheit mit hohem Infektionsrisiko verbunden war, gehen Patienten heute schnell wieder nach Hause. Zu sehen ist nur ein kleiner Einschnitt, der in kurzer Zeit wieder verheilt.