Ratgeber für Anleger: Wieviel Fachwissen CFDs als Anlageprodukt verlangen

Grundsätzlich beschäftigen sich nur wenige Deutsche mit einem intensiven Vermögensaufbau. Die meisten Menschen steuern überschüssiges Geld auf ein normales Tagesgeldkonto, das in Zeiten der Niedrigzinsen jedoch keine nennenswerten Erträge mehr bringt. Weniger als ein Viertel der Deutschen steuern ihr Geld in Aktien oder Fonds. Da CFDs ein Unterprodukt im Bereich der Investmentanlagen und weitestgehend unbekannt sind, könnte man meinen, dass sie kein Anlageprodukt für den normalen Bürger sind. Doch die neuesten Markterkenntnisse zeigen das Gegenteil.

Sind CFDs ausschließlich reine Spekulationsanlagen?

Tatsächlich sind CFDs gar nicht so unbekannt, wie man meinen könnte. So sind nach einem Bericht der „€uro am Sonntag“ in den ersten drei Quartalen des letzten Jahres gut 42 Millionen CFD-Transaktionen mit einem Volumen von über 1.300 Milliarden Euro zustande gekommen. Der Begriff CFD steht dabei zu Deutsch für Differenzkontrakte. Anstelle, dass man offensiv Aktien kauft, wettet man auf die Kursentwicklung hinter der Aktie. Also etwa darauf, ob der Kurs steigt oder sinkt. In Dresden gibt es einige Aktienunternehmen wie beispielsweise die INFINION AG, auf deren Kurse also gewettet wird. Experten schätzen CFDs als hochspekulative Anlageform ein und deshalb als für den Otto-Normal-Verbraucher ungeeignet. Doch aktuelle Erkenntnisse zu den Anlegern beweisen, dass es sich nicht mehrheitlich um Zocker handelt, die nur spekulieren. Vielmehr sind es Leute, die sich des Risikos bewusst sind und CFDs offensiv zu geringen Prozentanteilen in ihre Vermögensallokation einfließen lassen. Dass es für dieses Produkt viel Fachwissen braucht, steht aber nach wie vor außer Frage.

Anlageprodukt verstehen

Dieses Fachwissen erstreckt sich insbesondere über die Branche, in welcher die Unternehmen hinter den Differenzkontrakten angesiedelt sind. Um bevorstehende Kursentwicklungen einschätzen zu können, muss man sehr genau wissen, mit welchem Unternehmen und mit welcher Branche man es zu tun hat. Bereits bei Aktien und Fonds ist es falsch, in irgendeine Branche einzutreten, anstelle in jene, die einen wirklich interessiert oder zu der man einen regionalen Bezug hat. Zweitens ist es sehr wichtig, das Produkt an sich zu verstehen. Man sollte sich beispielsweise dringend zur sogenannten Hebelwirkung informieren und erste Schritte mit einem CFD Demokonto machen. Drittens bleibt das Bewusstsein über das eigene Geld. Möchte man auf Kursentwicklungen von Unternehmen wetten, dann ausschließlich mit Geld, welches man wirklich übrighat. CFDs sind keine Herangehensweise, um möglichst schnell reich zu werden. Sondern eine tiefe Anlagemöglichkeit, in die man tatsächlich eintauchen muss, um sie gezielt einsetzen zu können.