Spatenstich

Ratgeber Geldanlage: Alternative Investmentoptionen

Mehr als ein Viertel der Haushalte in Sachsen (28,1 Prozent) verfügt über Wertpapiere in Form von Aktien, Rentenwerten, Investmentfonds und sonstigen Wertpapieren und Vermögensbeteiligungen. Durchschnittlich hatte jeder entsprechende Haushalt 15.400 Euro in Lebensversicherungen und Ähnlichem und 10.200 Euro in Form von Sparguthaben angelegt. In Wertpapieren waren durchschnittlich 27.700 Euro und in Bausparverträgen 7.500 Euro angespart. Diese Zahlen nennt die letzte verfügbare  Einkommens- und Verbrauchsstichprobe für das Bundesland. Sie stammt aus dem Jahr 2013. Die Daten werden alle fünf Jahre auf freiwilliger Basis erhoben. Die Auswertung aus dem Jahr 2018 liegt noch nicht vor.

Herkömmliche Investmentoptionen sind nicht für jeden Anleger ideal. Viele wollen zum Beispiel vermeiden, mit einem Broker zu handeln oder haben kein Vertrauen in den Wertpapiermarkt. Aus diesem Grund sind alternative Investments in letzter Zeit immer beliebter geworden. Als alternative Investments bezeichnet man sämtliche Kapitalanlagen, die von den klassischen Anlageformen wie zum Beispiel Tagesgeldkonten und Wertpapiere, abweichen. Dieser Artikel erwähnt drei der wichtigsten Arten von alternativen Investments und erklärt, wie man mit diesen Renditen erzielen kann.

Equity Crowdfunding

Das Wort Crowdfunding kennt man von Internetseiten wie Kickstarter oder Startnext, auf denen Privatpersonen bestimmte Projekte unterstützen können und oftmals als Gegenleistung oder Dankeschön ein Endprodukt oder eine Dienstleistung erhalten. Das Konzept von Equity Crowdfunding ist ähnlich, nur dass Investoren nach einem Investment einen kleinen Anteil am Unternehmen erhalten. Hierbei handelt es sich oft um Start-Ups auf der Suche nach einem gewissen Startkapital ohne dabei herkömmliche Finanzierungsmethoden nutzen zu wollen oder zu können.

Die Investmentbeträge für potentielle Investoren sind dabei oft relativ gering und können schon bei wenigen hundert Euro beginnen. Oftmals kann man sogar in Projekte in seiner Region investieren. Falls das ausgewählte Unternehmen erfolgreich ist, kann mit sehr hohen Renditen gerechnet werden. Allerdings besteht auch das Risiko, das Investment zu verlieren, falls das Start-Up pleite geht. In Deutschland sind die Rechte eines Crowd-Investors seit dem 10. Juli 2015 durch das Kleinanlegerschutzgesetz geschützt.

Managed Future Fonds

Als Managed Future Fonds bezeichnet man Anlagestrategien, bei denen in weltweit renommierte und voraussichtlich zukünftig erfolgreiche Finanzobjekte, Rohstoffe oder Devisen investiert wird. Hierzu werten Fondsmanager historische Marktpreise und Kursverläufe aus, um die zukünftige Entwicklung von bestimmten Märkten zu analysieren und um hohe Renditen zu ermöglichen. Managed Future Fonds setzen dabei insbesondere auf fortgeschrittene Computerprogramme, die zahlreiche Faktoren analysieren. Es gibt viele unterschiedliche Anbieter, mit denen man in eine derartige Anlagenoption investieren kann. Diese können auf Webseiten, die wichtige Informationen für Investoren aufzeigen, verglichen werden. Bei der Auswahl sollte man besonders auf eine langjährige Erfahrung der Fondsmanager sowie auf die Höhe der Gebühren achten, raten Anlageexperten.

Immobilien

Wer sich mit den Finanzmärkten nicht gut auskennt oder zu wenig Vertrauen in den Handel mit Wertpapieren und Co. hat, sollte über ein mögliches Immobilien-Investment nachdenken. So prognostiziert zum Beispiel das Angebotsportal Immowelt für Sachsens Metropolen ein weiteres Anziehen der Immobilienpreise für die kommenden Jahre. So sollen die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser in Dresden und Leipzig bis 2030 um bis zu 40 Prozent steigen.

Um in Immobilien zu investieren, kann man entweder ein ganzes Objekt kaufen oder bauen, oder sich an einem größeren Bauprojekt beteiligen. Welche Optionen einem offen stehen, hängt ganz vom verfügbaren Kapital ab. Um sicherzustellen, dass ein Investment möglichst profitabel ist, sollte man sich jedoch vor dem Kauf gut informieren.