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Ratgeber Geldanlage: Was sich hinter Staatsanleihen-Trading verbirgt

In der heutigen Welt ist es äußerst einfach, Geld am Finanzmarkt zu investieren. Es gibt auch immer mehr unterschiedliche Finanzinstrumente, in denen man sein Geld anlegen kann. Weil gerade junge Menschen Zweifel daran haben, ob das System der Altersvorsorge auch in Zukunft so gut funktionieren wird, ist es für sie eine besonders interessante Idee. Vor dem Hintergrund, dass der Anteil der älteren Menschen an der Bevölkerung in Europa und besonders in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten immer schneller wächst, stellen sich gerade junge Menschen die Frage, wie ihre Rente später finanziert werden soll.

Der Umstand, dass gewöhnliche Sparmethoden wie etwa Sparbücher, Bausparverträge, Tagesgeldkonten oder auch andere Möglichkeiten keine signifikanten Zugewinne ermöglichen, verschärfen die Frage, wie man am besten selbst für seine Zukunft vorsorgt, weiter.

Für viele Menschen ist die Antwort ganz klar der internationale Finanzmarkt. Denn hier kann auf einfachste Art und Weise in unterschiedlichste Finanzinstrumente investiert werden, welche alle ihre individuellen Vor- und Nachteile haben. In diesem Beitrag soll es um die sogenannten Staatsanleihen gehen – eine interessante Option für Investoren, die langfristig Profit erzielen möchten.

Wie Staatsanleihen funktionieren

Staatsanleihen stellen sogenannte Schuldinvestitionen dar. Das bedeutet, dass man Geld über einen zuvor festgelegten Zeitraum mit einem ebenfalls im Vorhinein vereinbarten Zinssatz an den Staat verleiht. Mit dem investierten Geld wird staatlichen Institutionen ermöglicht, unterschiedlichste Projekte, wie beispielsweise den Ausbau der Infrastruktur, zu realisieren.

Der Vorteil für Investoren liegt dabei klar auf der Hand: In bestimmten Intervallen erhalten diese Renditen für ihr Investment. Das kann sich als äußerst lohnenswert erweisen. Diese Renditen werden in Form von sogenannten Kupons zu einem bestimmten Zinssatz an den Investor übermittelt, was dazu führt, dass Staatsanleihen als Anlagegegenstand klassifiziert werden.

Jener Tag, an welchem der jeweilige Vertrag sein Ende erreicht hat, wird auch Laufzeitende genannt. An diesem Tag bekommt man sein ursprüngliches Investment zurück. Staatsanleihen können mit unterschiedlichsten Laufzeiten und auch Fälligkeitsdaten gekauft werden – die Zeiträume reichen von einem Jahr bis zu 30 Jahren.

Kauf und Verkauf von Staatsanleihen

Staatsanleihen können, genau wie andere Finanzmittel, während der Laufzeit jederzeit an andere Trader weiterverkauft werden. Das kann beispielsweise dann interessant sein, wenn Sie ein besseres Investment entdeckt haben und das ursprüngliche Investment für die jeweilige Staatsanleihe darin anlegen möchten. Der jeweilige Zinssatz des Kupons bleibt dabei gleich. Das bedeutet, dass der Käufer eine gleichwertige Rendite erhält, vorausgesetzt, er hat die Staatsanleihe zum gleichen Preis abgekauft, welche zu Beginn des Investments bezahlt wurde.

Welche Aspekte sind noch wichtig?

Prinzipiell werden die Preise von Staatsanleihen durch Angebot und Nachfrage bestimmt, wobei der Wert einer Staatsanleihe auch davon abhängt, welchen Zinssatz diese aufweist, da sich dieser an jenem Wert orientiert, welcher bei Beginn des Vertrags in Bezug auf die jeweilige Marktsituation festgelegt worden ist.

In der Theorie stellt auch die Bonität des jeweiligen Staates einen Aspekt dar, der beachtet werden sollte. Dies kann unter Umständen auch zu Zahlungsverzögerungen führen. Genau deshalb sollte man auch bevorzugt in Staatsanleihen von Nationen investieren, die gute Rankings bei den diversen Ratingagenturen aufweisen.

Staatsanleihen stellen generell nicht nur ein Finanzinstrument mit relativ geringem Risiko dar, sondern können auch auf einfachste Art und Weise erworben werden.