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Ratgeber Schlüsseldienste: Worauf trotz Ausnahmesituation zu achten ist

Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit und schon fällt die Tür direkt ins Schloss. Wer sich aus den eigenen vier Wänden ausgesperrt hat, ist häufig auf die Hilfe eines Schlüsseldienstes angewiesen. Es sei denn, der Nachbar wurde mit einem Zweitschlüssel versorgt. Auf den Ungeschicken der Mitbürger gründet sich in Dresden inzwischen eine florierende Branche mit einem ganz unterschiedlichen Ruf. Doch wie oft wird der Dienst tatsächlich in Anspruch genommen?

Tür zu – was ist zu tun?

Tatsächlich liegt Dresden bei den Einsätzen der Schlüsseldienste im deutschen Durchschnitt. Rund 80 Türöffnungen sind am Tag notwendig – sowohl an Fahrzeugen, als auch an Wohnungstüren. Manche der professionellen Anbieter öffnen sogar Tresore. Im Durchschnitt dauert ein normaler Türöffner-Einsatz in Dresden etwa acht Minuten. Durch die schnelle Reaktionszeit vieler Unternehmen sind somit auch Türöffnungen innerhalb von einer Stunde kein Problem. Dennoch sind viele Verbraucher mit den Preisen unzufrieden, die in der Branche inzwischen üblich sind. So gilt eine Türöffnung für rund 90 Euro an einem Werktag noch als vergleichsweise günstig. Teuer erscheint die Rechnung dennoch, wenn sie in den Kontext der kurzen Arbeitszeit gesetzt wird.

Abweichende Tarife beachten

Doch nicht nur an Werktagen zwischen 8.00 und 17.00 Uhr ist die Hilfe der Schlüsseldienste von Bedeutung. Stattdessen kommt es vor allem in der Nacht oder am Wochenende zu zahlreichen Fällen, in denen sich Menschen aus den eigenen vier Wänden aussperren. Da in einer solchen Situation auch dem entsandten Mechaniker ein höherer Lohn gezahlt werden muss, steigt der Tarif deutlich. Mit bis zu 70 Prozent höheren Beträgen ist selbst bei fairen Anbietern zu rechnen. Da die schwarzen Schafe der Branche mitunter sogar eine Verdopplung der eigentlichen Summe fordern, müssen manche Verbraucher sogar einen Kleinkredit aufnehmen, um die geforderten Beträge begleichen zu können. Wer zudem die finanziellen Richtwerte der Branche nicht kennt, läuft in der Folge Gefahr, eine zu hohe Rechnung nicht zu hinterfragen.

Der Druck der Anbieter

Viele unseriöse Anbieter sind sogar darauf bedacht, weitere kritische Nachfragen durch die Kunden zu unterbinden. Für diesen Zweck wird die Begleichung der Rechnung noch vor Ort gefordert. Davon raten Verbraucherschützer ab. Stattdessen sollten sich Verbraucher auch in ihrer misslichen Lage stets auf die Zahlungsfrist von 14 Tagen berufen, die ihnen eigentlich zusteht. So gibt es genügend Zeit, um die einzelnen Posten genau zu betrachten und unter Umständen rechtliche Schritte in die Wege zu leiten. Empfohlen wird auch, bereits beim ersten Kontakt mit dem Schlüsseldienst die Preisfrage zu stellen. Das bewahrt vor unangenehmen Überraschungen.