SC Freiburg – Dynamo Dresden – Der Pokalfight im Überblick

Es war für Dynamo die Chance, die sich das Team von Uwe Neuhaus erhofft hatte. Einer der „schwächeren“ Erstligisten konnte eine Möglichkeit sein, in die nächste Runde des DFB-Pokals einzuziehen. Dabei spielte die SGD vor 17.800 Zuschauern nach einer gut zehnminütigen Abtastphase guten Fußball, stolperte aber in der zweiten Halbzeit über die eigenen Füße. Das führte zum Pokal-Aus.

Durch zahlreiche Veränderungen hatte Trainer Neuhaus auf die Niederlage in Nürnberg reagiert und brachte Benatelli, Berko, Horvath und Röser für Lambertz, Duljevic, Mlapa und Seguin. Der in der Liga gesperrte Heiße war für den DFB-Pokal spielberechtigt und konnte somit in der Startelf eingesetzt werden.

Auch bei Buchmachern war Dynamo nicht der Außenseiter, den viele erwarteten. Im Quotenvergleich war die SGD nicht der anzunehmende Underdog, der gegen einen Erstligisten keine Chance hatte.

Gute erste Halbzeit brachte ein 0 : 0 zur Pause

Bereits in der 8. Spielminute hatte Röser die Chance, die jedoch in letzter Sekunde abgeblockt wurde. Auch Kreuzer hätte in der 35. Minute einschieben können, wurde jedoch auch vor dem Tor abgeblockt und kam somit nicht zu einem vernünftigen Torabschluss. Dabei hatte Dynamo viel Ballbesitz und konnte sich die Chancen durch ein hervorragendes Pressing erarbeiten.

Freiburg hingegen kam immer wieder über Links und konnte dadurch gefährlich nah an das Tor von Schwabe gelangen. Nils Petersen hatte in der 39. Minute aus solch einer Situation heraus die Chance, das Heimteam in Führung zu bringen. Dabei verzog der Stürmer jedoch und es ging mit 0 : 0 in die Pause.

Aus nach packender zweiter Halbzeit

Gleich mit dem ersten Angriff der SGD erzielte der Zweitligist die Führung. Aosman drang dabei in den Strafraum ein und schoss aufs Tor. Den Befreiungsschlag von Schuster konnte Benatelli perfekt annehmen und lupfte aus 23 Metern sehenswert ins Tor der Freiburger.

Diese ließen sich durch den Rückstand jedoch nicht irritieren und konnten bereits zwei Minuten später (50. Spielminute) den Ausgleich erzielen. Heiße spielte im Aufbau einen schlechten Querpass, der bei Niederlechner landete. Dieser bediente anschließend Freiburgs Top-Scorer Nils Petersen, der ohne Probleme verwandeln konnte. Nur elf Minuten später ging die Hoffnung der SGD dann von Bord und Freiburg drehte die Partie. Schwäbe spielte einen riskanten Pass auf Aosmann, obwohl dieser zwei Freiburger um sich hatte. Nach dem anschließenden Foul zirkelte der Freiburger Kapitän Julian Schuster aus 22 Metern den Ball zur Führung ins Tor.

Nach der Führung war dem Dresdner Club die Verunsicherung anzuspüren und sie luden Freiburg auch noch zum 3 : 1 ein. Wieder war es Torhüter Schwäbe, der einen Pass direkt in die Beine von Freiburgs Ravet spielte. Dieser bediente Haberer und in der 81. Minute war das Spiel entschieden.

Es wäre mehr drin gewesen

Schaut man sich die Gegentore einmal genauer an, war es vielleicht nicht unverdient, dass die SGD ausschied. Zu viele individuelle Fehler im Bereich des Passspiels machten am Ende den Unterschied aus. Hätte man sich diese Fehler nicht erlaubt, wäre die nächste Runde des DFB Pokals ein ganzes Stück näher gerückt.

Auch Uwe Neuhaus war nach dem Spiel bedient und sagte „Es sah lange so aus, als ob wir Freiburg Paroli bieten können. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Das Risiko von Fehlern nehmen wir dabei in Kauf. Es war heute für uns ein Lernprozess, im richtigen Moment die richtige Lösung zu finden. Die waren nach der Führung bei den drei Gegentoren falsch. Aber ich bin weit davon entfernt, deshalb unsere komplette Spielweise in Zweifel zu ziehen.“

Auch der Freiburger Trainer Christian Streich konnte bestätigen, dass es sich um einen hart erkämpften Sieg handelte, bei dem die Dresdner einiges an Mithilfe boten.

So liefen die anderen DFB Partien

Bereits Dienstag ging es im DFB Pokal mit acht Spielen los. Hier ein Überblick der Ergebnisse:

  • Bayer Leverkusen vs. Union Berlin – 4:1
  • Düsseldorf vs. Borussia Mönchengladbach – 0:1
  • Paderborn vs. Bochum – 2:0
  • Wehen Wiesbaden vs. Schalke 04 – 1:3
  • 1. FSV Mainz vs. Holstein Kiel – 3:2 nach Verlängerung
  • Greuther Fürth vs. Ingolstadt – 1:3
  • Magdeburg vs. Borussia Dortmund – 0:5
  • Schweinfurt vs. Eintracht Frankfurt – 0:4

An dem ersten Spieltag des Pokals blieben Überraschungen aus. Lediglich Düsseldorf und Kiel hatten die Chance einen Erstligisten an den Rand des Ausscheidens zu bringen.

Mittwoch – Weitere achte Spiele

Neben dem Spiel zwischen Freiburg und Dynamo fanden weitere sieben Partien statt. Die Ergebnisse:

  • Hertha Berlin vs. 1. FC Köln – 1:3
  • Kaiserslautern vs. Stuttgart – 1:3
  • VFL Osnabrück vs. Nürnberg – 2:3
  • Wolfsburg vs. Hannover – 1:0
  • RB Leipzig vs. Bayern München – 1:2 nach Elfmeterschießen
  • Regensburg vs. Heidenheim – 2:5
  • Werder Bremen vs. Hoffenheim – 1:0

Besonders das Spiel zwischen Leipzig und dem Rekordmeister München bot einiges an Spannung. Während der ersten Halbzeit zeigte sich bereits, dass Leipzig aktuell mithalten kann. Dabei war das Team von Hassenhüttl zeitweise sogar überlegen und bekam einen Elfmeter nicht zugesprochen. In der zweiten Halbzeit gestaltete sich das Spiel deutlich ausgeglichener ehe Nabi Keita vom Platz gestellt wurde. Dennoch gelang es den Leipzigern mit 1-0 durch einen Elfmeter in Führung zu gehen. Bayern glich jedoch kurze Zeit später aus und drückte weiterhin. Nach 120 gespielten Minuten mussten die Profis vom Punkt antreten.

Hierbei entschieden sich die meisten RB-Profis, einfach in die Mitte zu schießen, während die Bayern wirklich platzierte Schüsse abgaben und dem Keeper keine Chance ließen. Nach der Führung von 5 : 4 im Elfmeterschießen stand Timo Werner am Elfmeterpunkt und verschoss.