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Überwachungskameras sollen Baustellen sicherer vor Diebstahl und Vandalismus machen

Diebstahl- und Vandalismusdelikte nehmen auf deutschen Baustellen immer mehr zu. Beispiele aus der jüngsten Zeit gibt es auch in Dresden. Mitte September wurden in der Leisniger Straße im Stadtteil Pieschen Werkzeuge im Wert von 8.000 Euro aus einem Container entwendet, im Juli war eine Gärtnerei in der Weinbergstraße das Opfer von Dieben. Hier verschwand Werkzeug im Wert von 1.200 Euro. Die Aufklärungsquote der Polizei ist gering.

Baufirmen investieren darum immer mehr in die Sicherheit. Sie profitieren hier von einem schnell wachsenden Markt an Angeboten. Jedes Jahr verleiht die Mediengruppe Telematik-Markt den Telematik-Award für die besten Innovationen, auch auf dem Gebiet der Sicherheitstelematik oder für neue Ideen beim Car-Tracking. Die Dresdner Telematik GmbH hat diesen Award bereits mehrfach, zuletzt 2017, gewonnen. Auf Baustellen gehört neben den Trackingsystemen die Videoüberwachung zu den wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen.

Was Sie bei der Videoüberwachung beachten sollten

Oftmals hört sich das Anbringen einer Überwachungskamera auf Baustellen leichter als gedacht an. Schließlich handelt es sich hierbei um eine technisch unerschlossene Umgebung, die in den meisten Fällen auch über keine dauerhafte Netzstromversorgung oder Datenleitungen verfügt. Das Anbringen von sogenannten IP-basierten Kameras, die auf das Internet zurückgreifen, scheidet also erst einmal aus. Doch auch Kameras mit Speicherkartensteckplatz mit ständiger Echtzeit-Videoaufzeichnung sind problematisch, vor allem dann, wenn die Baustelle über Monate hinweg überwacht werden soll. Welche Alternativen bleiben also?

Von den Möglichkeiten der Intervallkameras und UMTS- und MMS-Kameras

Die sogenannten Intervallkameras funktionieren in regelmäßigen Zeitabständen und zeichnen somit in aller Regel alle fünf Sekunden ein Bild auf. Dabei werden sie durch nur zwei AA-Batterien angetrieben und verfügen über ein wetterfestes Gehäuse. Intervallkameras bieten somit eine zuverlässige Alternative, um die Baustelle für einen Zeitraum von bis zu zwei Monaten zu überwachen. Die Kameras sind recht unauffällig und können zum Beispiel auch an einem Baum befestigt werden. Zur Nachtüberwachung empfiehlt es sich dabei, auf Modelle mit Infrarot LEDs zurückzugreifen. Eingebaute Bewegungsmelder sorgen darüber hinaus dafür, dass Bildmaterial deutlich zu reduzieren.

Neben den Intervallkameras bieten sich auch UMTS- und MMS-Kameras zur Baustellenüberwachung an. Diese haben gegenüber den Intervallkameras den Vorteil, dass sie live per Mobilfunk aufzeichnen. Dafür sind beispielsweise UMTS-, aber auch LTE-Kameras mit Mobilfunk SIM-Karten ausgestattet. Kleiner Wermustropfen dabei: In der Regel sind die Mobilfunk-Verträge mit Bildtelefonie-Option relativ teuer, sodass es sich eher lohnt, einzelne Videosequenzen per mobilem Internet aufzuzeichnen. Optional kann Ihnen das Gerät bei Bewegung auch eine Warn-E-Mail oder eine Alarm-SMS senden.

Im Vergleich zur UMTS-Kamera ist die MMS-Kamera deutlich günstiger und sogar schon mit einem Standard-GSM-Netz einsatzbereit. Die MMS-Kamera sendet dabei nach einer aufgenommen Bewegung das Kamerabild via MMS an die hinterlegte Mobilfunknummer. MMS-Kameras liefern aufgrund ihrer geringen Speicherkapazität keine qualitativ hochwertigen Bilder. Allerdings reicht das Bildmaterial für eine Personenerkennung immer noch aus. Für den Einsatz auf Baustellen sind darum geeignet.

Weitere Maßnahmen zur Sicherung Ihrer Baustelle

Auch die beste Überwachungskamera kann die Baustelle nicht hundertprozentig vor Schäden schützen. Experten empfehlen darum, über den Abschluss einer Bauleistungsversicherung nachzudenken, die die entstandenen Schäden bei Diebstahl oder Vandalismus ersetzt. Der Einsatz von Sicherheitstechnik wie Überwachungskameras oder Trackingsystemen würde in vielen Fällen die Kosten für die Versicherung reduzieren.