Belafi Bela buergermeister
Soll ab Januar 2017 Dresdens Bildungsbürgermeister werden: Béla Bélafi, Direktor der Sächsischen Bildungsagentur.

CDU schlägt Bildungsagentur-Direktor Béla Bélafi als neuen Bildungsbürgermeister vor

Der Direktor der Sächsischen Bildungsagentur Béla Bélafi soll ab 2017 als Bürgermeister das neu gebildete Bildungsressort im Rathaus leiten. Das Vorschlagsrecht für das Amt liegt bei der CDU. Stadtratsfraktionschef Jan Donhauser und Kreisvorsitzender Christian Hartmann haben ihren Favoriten gestern auf einer gemeinsamen Beratung der Vorstände von Stadtratsfraktion und Kreisverband präsentiert. Die Fraktionen von Linke, Grünen und SPD hatten sich im Frühjahr 2015 vor der Ausschreibung der Beigeordnetenstellen auf einen neuen Zuschnitt der Amtsbereiche und ein Vorschlagsrecht für die sieben Posten geeinigt – zwei gingen an die CDU. Diese nominierte Detlef Sittel als inzwischen wiedergewählten Ordnungsbürgermeister und nunmehr Bélafi als Bildungsbürgermeister. Seine wichtigste Aufgabe wird ab Januar 2017 die Zusammenführung der Bereiche Schule, Kindertagesstätten und Jugendhilfe sein. Dann endet die Amtszeit des jetzigen Finanzbürgermeisters Hartmut Vorjohann (CDU) und ein Teil der Ämter wird neu zugeordnet. Der Stadtrat muss die Personalie noch bestätigen.

Die fachliche Expertise des Kandidaten sei völlig unstreitig, hieß es in ersten Reaktionen aus den Reihen der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit. „Das ist für das neu gebildete Ressort besonders wichtig“, betonte SPD-Bildungsexpertin Dana Frohwieser. Die CDU werde gute Gründe habe für diesen Vorschlag und dies sollte man auch respektieren, meinte Michael Schmelich, Sprecher der Dresdner Grünen. Anja Apel aus der Linke-Stadtratsfraktion erwartet, dass man sich aufeinander zubewegt. Die Bildungsagentur habe es in der Vergangenheit bei der Gründung des Gymnasiums Prohlis am guten Willen fehlen lassen, meinte sie.

„Béla Bélafi ist der ideale Kandidat für das Amt des Bildungsbürgermeisters der Landeshauptstadt Dresden“, erklärte Patrick Schreiber, stellvertretender Vorsitzender der Dresdner Union. „Als Direktor der Sächsischen Bildungsagentur sowie als ehemaliger Beigeordneter und Dezernent für Soziales und stellvertretender Landrat im früheren Weißeritzkreis bringt er alle fachlichen Voraussetzungen für das Ressort des Bildungsbürgermeisters mit. Bélafi verfügt sowohl über die notwendige politische Expertise, die er auf Landes- und kommunaler Ebene gesammelt hat, als auch umfassende Verwaltungserfahrung“, sagte Schreiber. Er Ich kenne Bélafi schon seit vielen Jahren und schätze ihn für seinen großen Sachverstand. Schreiber galt selbst lange Zeit als einer der möglichen Kandidaten. Das bestätigte CDU-Fraktionschef Jan Donhauser. „Er wäre ein geeigneter Kandidat gewesen“, sagte er. Allerdings liege der Schwerpunkt der politischen Arbeit von Schreiber auf Landesebene. Donhauser kennt Bélafi   aus seiner Arbeit im Sächsischen Kultusministerium und als Direktor der Sächsischen Bildungsagentur. Er sei ein ausgewiesener Bildungsexperte und Verwaltungsfachmann, betonte Donhauser. „Ich bin davon überzeugt, dass Herr Bélafi die anstehenden Herausforderungen im Amt des Bildungsbürgermeisters im Interesse der Stadt hervorragend meistern wird“, betonte er.

Am Dienstag will sich Bélafi offiziell in der CDU-Stadtratsfraktion vorstellen. Der 43-jährige Volljurist hatte seine Laufbahn 2001 als Referent beim Regionalschulamt Dresden begonnen. Zwischen 2003 und 2008 war er Beigeordneter und Dezernent für Soziales sowie Stellvertreter des Landrates im früheren Weißeritzkreis. Zwischen 2008 und 2011 arbeitete er in verschiedenen Leitungsfunktionen im Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport. Seit 2011 ist Bélafi Direktor der Sächsischen Bildungsagentur.

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