Kieselalge

Dresdner Forscher wollen Geheimnisse der Kieselalgen lüften

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat ein Forschungsprojekt unter der Leitung von Wissenschaftlern der TU Dresden genehmigt und für die kommenden drei Jahre 1.7 Millionen Euro bewilligt. Das Forschungsvorhaben verbindet an den Standorten Dresden, Göttingen und Marburg Forscherinnen und Forscher aus organischer und biomolekularer Chemie, aus Nanotechnik und Bioengineering mit dem Ziel, am Beispiel der Kieselalgen die Muster und Prozesse der Silicamineralisation auf molekularer Ebene aufzuklären.

Dafür müssen die chemischen, biochemischen  und physikalischen Prinzipien verstanden werden, die den Algen, Hauptbestandteil des Phytoplanktons im Meer, erlauben, siliziumdioxidgestützte Zellwände zu entwickeln. Um neue Einblicke in die Vorgänge auf Nano- und Mikroebene zu gewinnen, werden biochemische, biophysikalische und molekulargenetische Analyseverfahren ebenso eingesetzt wie Simulationen. Die Hoffnung ist, dass die aus der Natur stammenden Prinzipien der biomineralischen Morphogenese langfristig für neue Materialien genutzt werden können, erklärte der Sprecher der Forschungsgruppe Professor Nils Kröger. Es gäbe noch sehr große Erkenntnislücken im Zusammenwirken zwischen den Biomolekülen und dem Silica.

Die Ergebnisse aus diesem Projekt der Grundlagenforschung könnten verwendet werden, um, abgeleitet von den sehr guten Hafteigenschaften der Algen, neue Unterwasserklebstoffe zu entwickeln. Die Erforschung der sehr stabilen Zellwände der Algen sei möglicher Ausgangspunkt für neue stabile Baumaterialien oder auch für die Entwicklung natürlicher Filtermaterialien, erklärte Ines Kästner, Verwaltungsleiterin am B CUBE, dem Center for Molecular Bioengineering der TU Dresden.

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