Neue Wache der Bundespolizei auf dem Dresdner Hauptbahnhof eingeweiht

Die Bundespolizeiinspektion Dresden hat heute offiziell ihr neues Domizil am Dredner Hauptbahnhof eingeweiht. Damit sind die Zeiten des Provisoriums in den Containern am Ende von Gleis 17 vorbei, freute sich Inspektionsleiter Oliver Scharun. Jetzt sei deutlich mehr Bürgernähe möglich. Das demonstrierten die Bundespolizisten heute auch im Bahnhof. Polizihauptmeister Jens König demonstrierte mit seinen Kollegen ganz praktisch, wie man sich vor Taschendiebstahl schützt. Alle zwanzig Minuten stellten die Bundespolizisten – diesmal in Zivil – tägliche Situationen auf dem Bahnhof nach und zeigten, mit welchen Tricks Taschendiebe arbeiten.

Diebstahlprävention

Diebstahlprävention: Polizisten stellen typische Tricks der Diebe nach – hier der Taschenklau beim hilfsbereiten Münzen einsammeln. Foto: W. Schenk

Also zum Beispiel so: Eine Frau – das ruft immer gleich einen Hilfereflex hervor – verliert „aus Versehen“ Münzen aus ihrem Portmonee. Die kullern fröhlich über den den Bahnsteig. Der hilfsbereite Passant hilft beim Einsammeln des Geldes und stellt dafür kurz sein Aktentasche, seine Reisetasche, seinen Koffer ab. Blitzschnell ist der Komplize da und die Tasche weg. Die Reisenden auf dem Bahnsteig quittieren die Vorführung mit Beifall und der Gewißheit im Blick, dass ihnen das nun garantiert nicht passieren wird. Ähnlich Situationen, so König, der Experte für Kriminalprävention ist, gibt es auch am Fahrkartenautomaten oder beim Ausspähen der Pin-Nummer der Geldkarte. Oder im Bistro, wenn die Jacke nur mal über die Stuhllehne gehängt wird. Die Präventionsarbeit, so König, gehört zur Arbeit der Bundespolizei. Auch der Polizeihauptmeister freut sich jetzt über das neue Quartier auf dem Hauptbahnhof.

Schon im Dezember waren die Bundespolizisten in die fertigen Büros eingezogen. Zehn Jahre lang mussten sie in ihren provisorischen Containern arbeiten. Heute wurde gefeiert und geweiht. Mit dem ökumenischen Akt des katholischen Seelsorgers der Bundespolizei Andrzej Malachowski und seines evangelischen Kollegen Wolfram Schmidt wird die Diensstelle „unter besonderen Schutz gestellt“, sagte Detlef Fritzsch, Präsident der Bundespolizeidirektion Pirna im Königspavillon des Hauptbahnhofes.  Seine Bundespolizisten sind zuständig für den Schutz von rund 500 Bahnkilometern, 120 Bahnhöfen aber auch für den Flughafen. In der Dresdner Inspektion arbeiten 30 bis 40 Polizisten pro Schicht und werden, je nach Bedarf, auf dem Bahnhof, am Flughafen oder in den Schnellzügen eingesetzt. Auf dem Hauptbahnhof, so die Erklärungen auf dem Rundgang, handele es sich um eine klassische Wache. Empfang mit Tresen, zwei Bearbeitungsräume, Aufenthaltsraum und im hinteren Bereich auch zwei Zellen. Auch die sind neu, aber ohne Fenster.

 

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