semperbau 3D-Gebäudemapping

Dresden Reflect: Mit 3D-Gebäudemapping im neuen Licht scheinen

Der Semperbau als 130 mal 25 Meter große Leinwand. 36 Projektoren in 50 Meter Entfernung. Und dann bewegte Bilder mit Musik inszeniert. Für rund 50.000 Dresdner und Touristen war das 3D-Gebäudemapping im September 2012 eine völlig neue Erfahrung und ein unvergessliches Erlebnis. Daraus soll nun im Oktober 2014 ein Festival mit verschiedenen Gebäudemappings werden. Der Videokünstler Markos Aristides Kern stellte heute das Projekt „Dresden Reflect“ vor, das vom 2. bis 5. Oktober in der Landeshauptstadt stattfinden wird.

semperbau 3D-Gebäudemapping

Semperbau: 3D-Gebäudemapping im September 2012. Foto: visualdrugstore

„Fest stehen bereits der Georgenbau auf dem Schloßplatz und der Semperbau am Dresdner Zwinger“, sagte der Inspirator und künstlerische Leiter des Events. Im Gespräch seien auch das Verkehrsmuseum , der Kulturpalast und die Frauenkirche. „Von der ersten Sekunde an wollte ich dieses Ensemble der Stadt als Ganzes inszenieren. Dresden ist nicht nur unglaublich schön, sondern auch wirklich einmalig“, schwärmt der 31-jährige gebürtige Heidelberger, der mit seiner Agentur Visual Drugstore schon in der Sahara und der Antarktis gearbeitet hat und Marken wie Hugo Boss, Porsche oder Intel zu seinen Kunden zählt. Kern verspricht für Oktober eine einzigartige Ausstellung von Videoprojektionen im urbanen Raum, die nicht nur in Dresden, sondern deutschland – und europaweit für Aufsehen und Interesse sorgen wird.

Für die Umsetzung des ehrgeizigen Vorhabens hat sich Kern mit Frank Schröder und dessen Agentur zusammengetan und eine gemeinsame Firma gegründet, die den Namen des Events Dresden Reflect trägt. Schröder hält hier die organisatorischen Fäden in der Hand. „Man muss viele Leute kennen, damit am Ende die Straßenbeleuchtung auch wirklich aus geht“, beschreibt Schröder mit etwas Augenzwinkern seinen Job.

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Frank Schröder (l.) und Markos Aristides Kern wollen mit Dresden Reflect für Aussehen sorgen. Foto: W. Schenk

Beide wollen aus dem Festival eine jährliche Institution für die Landeshauptstadt entwickeln. Finanziert werden die Installationen von Sponsoren. Der künstlerische und programmiertechnische Aufwand ist sehr hoch. Jedes Gebäude wird komplett abgescannt und als 3D-Modell nachgebaut. Dann beginnt die künstlerische Arbeit und deren Umsetzung durch Webdesigner und Programmierer. Das bedeutet in der Regel einen fünfstelligen Betrag für die Partner der jeweiligen Installation. Kern plant dabei nicht nur ein einmaliges visuelles Erlebnis. Jedes Gebäude bekommt eine eigene Story, die von Orchester, DJ oder Band begleitet wird.

Einen Vorgeschmack bieten die Künstler am Freitag Abend auf dem Schloßplatz. Mit der Freiberger Brauhaus GmbH als Partner wird der Georgenbau zum Objekt eines 3D-Gebäudemappings. Viel mehr wollten weder Kern noch der Freiberger-Marketingchef Frank Rehagel verraten. Die Frage, ob eine neue Biersorte präsentiert wird, ließ er unbeantwortet. Fest stehe nur, dass das Wetter großartig werden soll.

WAS: Dresden Reflect Pre-Event
WANN: 21. März, 18.30 Uhr
WO: Schlossplatz
WIEVIEL: Eintritt frei

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