Neue Mensa

Neue Mensa: Verteilung der Sanierungskosten nicht geklärt

Die Sanierung der Neuen Mensa in Dresden droht immer noch am Geld zu scheitern. Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU) hat erklärt, dass über die Höhe eines Zuschusses für das Studentenwerk im Doppelhaushalt 2015/16 entschieden wird. Genauere Angaben wollte er gestern in der Fragestunde des Landtages aufgrund noch laufender Verhandlungen nicht machen. Mit Unbehagen wurde beim Studentenwerk Unlands Aussage registriert, dass laut Erbbaurechtsvertrag die Sanierungslast beim Studentenwerk liege. Da gibt es unterschiedliche Interpretationen, sagte Studentenwerk-Sprecherin Heike Müller. Kommenden Mittwoch sind weitere Gespräche zwischen Studentenwerk, Wissenschaftsministerium und SIB Sachsen geplant. Die Sanierungskosten für die Neue Mensa werden mit rund 20 Millionen Euro beziffert. In die Planung sind bereits rund eine Million geflossen.

Für Fragestellerin Eva-Maria Stange (SPD) hat Unland in seiner Antwort erstmals öffentlich bestätigt, dass „die Variante Abriss und Neubau vom Tisch ist“. Statt dessen sei eine nochmalige Prüfung der Sanierung zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen erfolgreich gewesen. Der Dresdner SPD-Stadtrat Albrecht Pallas sieht es als gutes Zeichen, „dass sich die Staatsregierung nun doch noch zum Baudenkmal Neue Mensa bekennt. Eine weitere Verzögerung der Sanierung könnte Probleme bei der Kapazität Dresdner Mensen nach sich ziehen, da die Interims-Mensen nur zeitlich befristete Genehmigungen haben“, sagte Pallas.

Seit 2008 wartet das Studentenwerk auf die Sanierung der 1981 eröffneten Mensa. Derzeit wird – wegen des schlechten gebäudetechnischen Zustandes der Neuen Mensa – eine Übergangsmensa an der Nürnberger Straße zwischen Fritz-Foerster-Platz und Nürnberger Platz gebaut. Die zweigeschossige Leichtbauhalle wurde gebraucht für 930.000 Euro gekauft. Bis Juli, so Müller, soll der Aufbau abgeschlossen sein. Der Umzug der Küche sei in den Semesterferien geplant. Das Erdgeschoss mit Cafeteria, Suppenbar und Bierstube bleibe aber in der Neue Mensa zunächst noch geöffnet. Aufgrund der etwa abseitigen Lage werde im Interimsbau nur mit 2800 Mittagsportionen pro Tag, statt jetzt 4.000 gerechnet.

Die Studentische Unternehmensberatung Paul Consultants hat Anfang Mai in einer Umfrage unter den Studenten ermittelt, wie sich ihr Nutzungsverhalten durch die Interimsvariante ändern wird. Das Studentenwerk als Auftraggeber will so zum Beispiel ermitteln, in welche Mensen die Studenten ausweichen und wo höhere Belastungen zu erwarten sind. Die Auswertung der Umfrage ist noch nicht abgeschlossen.

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