Blaulicht

Polnischer Reisebus auf A 4 bei Dresden verunglückt

17:00 Uhr: Die Zahl der Toten bei dem schweren Busunfall hat sich auf zehn erhöht. Einer der schwer verletzten Insassen des Reisebusses ist im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, bestätigte Polizeisprecherin Jana Ulbricht. Die Identität von drei der zehn Todesopfer ist noch nicht geklärt. Auf der Homepage des polnischen Busunternehmens heißt es, dass 14 Leichtverletzte die Krankenhäuser bereits verlassen haben, vier weitere später dazu kämen. Eine Gruppe von 15 Verletzten solle morgen entlassen werden.

14:00 Uhr: Nach einem schweren Busunfall mit 9 Toten ist die Autobahn seit etwa einer Stunde in beide Richtungen wieder befahrbar. Die Staus haben sich fast aufgelöst. Der polnische Reisebus war gegen 17 Uhr in Katowice gestartet und sollte planmäßig um 10.15 in Leverkusen eintreffen. Kurz nach Mitternacht hatte er die Grenze überquert, der erste Halt in Deutschland war für heute früh 8.15 Uhr in Hagen geplant. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) zeigt sich tief betroffen. „Meine Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen der Opfer und bei den Schwerverletzten“, sagte sie. Innenminister Markus Ulbig (CDU) erklärte, „der Unfall bedeutet großes Leid für Menschen, die sich auf einer Reise befanden. Mein Mitgefühl gilt all denjenigen, die durch den furchtbaren Unfall ihre Angehörigen oder Freunde verloren haben. Meine Gedanken sind auch bei den vielen Verletzten. Ihnen wünsche ich eine baldige und vollständige Genesung. Mein Dank gilt den zahlreichen Rettungskräften für ihre schwere und nervenzehrende Hilfe am Unglücksort.“

Schwerer Unfall auf der A 4

Bei einem schweren Unfall mit einem polnischen Reisebus sind heute Nacht auf der A 4 bei Dresden zehn Menschen gestorben. Wie die Polizei mitteilte, ist der Bus, der in Richtung Erfurt fuhr, um 1.50 Uhr nach der Anschlussstelle Dresden-Neustadt auf einen vor ihm fahrenden ukrainischen Reisebus aufgefahren. Durch den Aufprall kam er nach links ab und durchbrach die Mittelleitplanke. Auf der Gegenspur kollidierte der Bus mit einem ihm entgegenkommenden polnischen Kleinbus. Der Reisebus stürzte anschließend eine sieben Meter hohe Böschung hinunter.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei erlagen neun Menschen noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Laut Radio Dresden und MDR sind sieben Personen in dem Kleintransporter und zwei im Bus gestorben. Sechs der Toten konnten bislang identifiziert werden. Es handelt sich um polnischen Staatsbürger.

30 Reisende wurden nach Angaben der Feuerwehr schwer verletzt, zehn lebensbedrohlich. Weitere 25 Passagiere erlitten leichte Verletzungen. Sie wurden in Krankenhäuser in Dresden und Radebeul gebracht. Die A 4 war bis heute Mittag in beide Richtungen voll gesperrt. An Bord des Busses befanden sich nach Angaben des Busunternehmens insgesamt 65 Reisenden, zwei Fahrer und ein Reiseleiter.

Ein umgehend einberufener Einsatzstab der Dresdner Polizei koordierte die Rettungsmaßnahmen. Bis zu 150 Einsatzkräften von Dresdner Feuerwehren und der Polizei waren zeitweise vor Ort. Nach der Bergung der Toten und Verletzten wurde der völlig zerstörte Kleinbus und der Reisebus abtransportiert. Die Einsatzkräfte sammelten Koffer und Wertgegenstände ein und räumten den Unfallort auf.

Das Busunternehmen aus Opole hat heute morgen gegen 8 Uhr auf seiner Facebook-Seite über den Unfall bei Dresden und die Notrufnummern informiert. In den Kommentaren gibt es neben Beileidsbekundungen auch Kritik an dem Unternehmen und den Verweis darauf, dass dies nicht der erste Unfall mit einem Sindbad-Reisebus sei.

Diese Meldung wird aktualisiert: Letzte Aktualisierung um 17:00 Uhr

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