Blaulicht

Schweres Busunglück: Mindestens zehn Tote auf A 4 bei Dresden

Bei einem schweren Unfall mit einem polnischen Reisebus sind heute Nacht auf der A 4 bei Dresden mindestens zehn Menschen gestorben. Wie die Polizei mitteilte, ist um 1.50 Uhr ein polnischer Doppeldecker-Reisebus 431 DT kurz nach der Anschlussstelle Dresden-Neustadt auf einen ukrainischen Reisebus, Marke Neoplan, aufgefahren. Der polnische Reisebus war nach links abgekommen und hat die Mittelleitplanke durchbrochen. Auf der Gegenspur kollidierte der Bus mit einem ihm entgegenkommenden polnischen Kleinbus. Der Reisebus stürzte anschließend eine zehn Meter tiefe Böschung hinunter. Neun Reisende verstarben noch am Unfallort, die zehnte Person heute Nachmittag im Krankenhaus.   Gegen den 44-jährigen polnischen Busfahrer, der unter den Verletzten ist, ermitteln die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

Der polnische Reisebus war gestern 17.15 Uhr aus Katowice in Richtung Leverkusen aufgebrochen und hatte nach Mitternacht die polnisch-deutsche Grenze überquert. Sein erster Halt in Deutschland war für 8.15 Uhr in Hagen geplant. Doch dazu kam es nicht. Ob der Busfahrer eingeschlafen ist, müssen die Ermittlungen zeigen.

Der ukrainische Reisebus wurde durch den Aufprall beschleunigt, konnte aber kontrolliert bremsen und auf dem Standstreifen halten. Von den 21 Personen in dem Bus, darunter acht Kinder, wurden vier Erwachsene leicht verletzt. Der polnische Reisebus kollidierte dagegen auf der Gegenspur frontal mit polnischen Kleinbus Renault Master und überrollte diesen teilweise. In dem Kleinbus saßen neun polnische Staatsangehörige. Der Bus stürzte die Böschung hinab, überschlug sich und blieb auf der linken Fahrerseite liegen.

Von den zehn Unfalltoten konnten bisher fünf zweifelsfrei identifiziert werden. Es handelt sich dabei um drei polnische Männer und zwei polnische Frauen. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen der anderen fünf Toten seien noch nicht abgeschlossen, so ein Polizeisprecher. Es könne darum noch nicht mit letzter Genauigkeit gesagt werden, aus welchem Fahrzeug wie viele Personen verstorben sind.

69 Reisende wurden mit Verletzungen in Krankenhäuser in Dresden, Radebeul und Pirna gebracht. Die Schwere ihrer Verletzungen lasse sich noch nicht konkreter aufschlüsseln.

Die ukrainische Reisegruppe hat heute nachmittag gegen 15 Uhr ihre Fahrt nach Nürnberg mit einem Ersatzbus fortgesetzt.

Die A 4 war bis 10.30 Uhr in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Gegen 10.30 Uhr konnte zunächst die Fahrtrichtung Erfurt freigegeben werden, gegen 13.00 Uhr auch die Gegenrichtung. Staus und mehrstündige Einschränkungen, auch auf den Umleitungen, waren die Folge. Angaben zur Schadenshöhe liegen derzeit nicht vor.

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