Poogie Bell beim Drum and Bass Festival.

Musikgrößen spielten beim Dresdner Drum and Bass Festival

Einen von vielen musikalischen Höhepunkten hörten die Besucher des 8. Dresdner Drum and Bass Festivals gleich zu Beginn. Mit Mark Guiliana hatten die Macher Matthias Barthel und Robert Eisfeldt einen New Yorker Spitzenschlagzeuger nach Dresden geholt, der in seinem Set mit dem Bassisten Chris Morrissey sämtliche Finessen des Schlagzeugs erklingen ließ. Dabei überzeugte in seinem Set das virtuose Zusammenspiel mit Morrissey. Leider mussten die beiden Musiker das Drum and Bass Festival frühzeitig verlassen, da ein weiterer Auftritt in Leipzig am Abend anstand.

Den Besuchern des Festivals in der Scheune und der Groove Station boten die anderen Schlagzeuger und Bassisten ebenfalls sehr lehrreiche und unterhaltsame Kurzauftritte. Der Bassist Jeff Berlin gilt beispielsweise als einer der prominentesten Musiker auf seinem Gebiet. Seine Behauptung, dass nahezu jeder Mensch ein Rhythmusgefühl habe, demonstrierte er anhand des amerikanischen Ententanzes, den das Publikum mühelos nachklatschte. „Ich meine auch, dass ein Metronom überflüssig ist. Damit stehe ich zwar fast alleine da, aber davon bin ich überzeugt“, so der Amerikaner in seiner Lehrstunde am Bass.

Welche Rolle das Metronom als taktgebende Hilfe jedoch auch bei berühmten Bands spielt, erzählte Schlagzeuger Jost Nickel, der unter anderem seit 2006 als Drummer für Jan Delay tätig ist. So spielte die Band den Song „Oh Jonny“ zunächst ohne Metronom im Ohr. Die Musiker klagten teils über eine zu langsame Spielwiese. Nickel setzte sich heimlich einen Taktgeber ins Ohr. Nach sieben weiteren Auftritten mit Metronom verriet Nickel die Unterstützung und veranschaulichte so die individuelle Wahrnehmung der anderen Musiker. Der nächste Auftritt von Jost Nickel und Jan Delay steht am 24. September in Dresden an.

Gut gelaunt zeigte sich auch Poggie Bell. Der Schlagzeuger gab in seinem Workshop zahlreiche Tipps und Hilfestellungen. „Das Wichtigste ist das Gefühl, das ihr mit eurer Musik vermittelt. Wenn ihr schnell spielen könnt, aber euer Publikum einfach nicht erreicht, hilft euch das überhaupt nicht“, so Bell, der laut Legende mit wenigen Lebensmonaten das Schlagzeugspielen begann. „Spielt so viel wie möglich mit anderen Musikern“, appellierte er an das Publikum des Drum and Bass Festival. Nur so könne die Kommunikation beim gemeinsamen Musizieren geübt und verbessert werden.

Eine Neuauflage des Dresdner Drum und Bass Festivals für 2015 ist bereits in der Planung.

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