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ADFC fordert Winterdienst auf Radwegen – Stadt soll Technik anschaffen

Mit scharfer Kritik hat der ADFC Dresden auf die Ankündigung reagiert, dass im Winter die Radwege nur stark eingeschränkt geräumt werden. „Wir fordern die Einbeziehung der Hauptrouten des Radverkehrs in den Winterdienst der Stadtverwaltung“, erklärte ADFC-Sprecher Nils Larsen. Die Radfahrer würden gleich zweifach benachteiligt, so Larsen weiter. Nicht geräumte Radwege einerseits und vom Winterdienst oft mit Schnee und Eis zugeschobene Radwege andererseits. „Viele Strecken werden erst dadurch unbenutzbar“, sagt Larsen.

Die Stadt hat nach Auskunft von Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, keine Kapazitäten, kein Geld und keine spezielle Räumtechnik für den Winterdienst auf dem Radwegenetz. Auf dem Elberadweg dürfe aus Naturschutzgründen auch kein Salz eingesetzt werden. Er hatte darum empfohlen, dass Radfahrer bei Schnee und Eis auf den Nahverkehr umsteigen. Der Winterdienst werde sich auf das Grundstraßennetz konzentrieren, sagte Koettnitz. Nur in die Straße integrierte Radwege würden vom Winterdienst mit freigemacht.

Damit will sich Larsen nicht zufrieden geben. Er fordert Investitionen in entsprechende Räumtechnik durch die Stadt. Mit Blick auf den zunehmenden Radverkehr in Dresden würde sich das auch lohnen. Als „völlig unakzeptabel“ bezeichnet der Fahrradclub den Hinweis von Amtsleiter Koettnitz, dass die Radfahrer bei Schnee und Eis auf andere Verkehrsmittel ausweichen sollen. Die gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens überwiegen die Gefahren deutlich“, meint Larsen, der selbst auch im Winter mit dem Rad unterwegs ist.

Sollten die Radwege nicht geräumt sein, dürften Radfahrer die Straßen mit benutzen. Das gelte auch dort, wo ein Radweg ausgeschildert sei. Das stelle hohe Anforderungen an „Vorsicht und Rücksichtnahme der Autofahrer“, sagte Larsen.

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