Bibliothek Stadtteil Neustadt

Bibliothek Dresden Neustadt: RFID und Till Eulenspiegel

Die Dresdner Neustadt hat eine neue Stadtteilbibliothek. In einem Neubau der Treuwobau an der Königsbrücker Straße sind die 41.000 Bücher, CD, DVD, CD-Rom und Spiele jetzt zu finden. Über zwei Etagen erstreckt sich das neue Reich von Bibliothekschefin Elisabeth Schäckel. Beste Orientierung bietet ein balancierender Till Eulenspiegel über dem Eingang. Der Neustädter Bildhauer Carsten Bürger hatte die Figur beim Elbhangfest ausgestellt. Dort war Roman Rabe, stellvertretender Direktor der städtischen Bibliotheken, darauf aufmerksam geworden.

Bibliothek Stadtteil Neustadt eulenspiegel

Wird das Wahrzeichen der Neustadt-Bibliothek: Till Eulenspiegel von Bildhauer Carsten Bürger. Foto: W. Schenk

Mit dem Umzug in den Neubau beginnt bei den Städtischen Bibliotheken auch das Zeitalter der modernen Verleihtechnologie. Die Neustadt ist die erste der 19 Stadtteilbibliotheken, in der Bücher, CD und Spiele nicht mehr am Tresen eingescannt, sondern mittels RFID-Chip registriert werden. Dafür mussten die Mitarbeiterinnen in den letzten Wochen alle Ausleihartikel mit entsprechenden Funketiketten bekleben. Schritt für Schritt werden nun auch die Bücher, die noch verliehen sind,  ausgestattet. Statt eines Barcodscanners identifiziert ein Lesegerät den jeweiligen Code mittels Radiowellen völlig berührungslos. Das ermöglicht künftig eine rund-um-die-Uhr-Rückgabe an einer speziellen Schleuse im Eingangsbereich.

„Damit ist die letzte Bibliothek, die traditionell verbucht hat, nun auch Geschichte“, freute sich heute bei der Einweihungsfeier Arend Flemming, Direktor der Städtischen Bibliotheken. Er hatte kurz vor Beginn der Feier schon mal eine der gemütlichen Leseecken ausprobiert und seinen Redezettel präpariert. Flemming bedankte sich bei Kulturbürgermeister Ralf Lunau vor allem dafür, dass trotz kurzfristig verhängter Haushaltssperre die letzten Maßnahmen für die Eröffnung noch genehmigt wurden.

Die Bibliothek hat jetzt etwa doppelt so viel Platz wie in der denkmalgeschützten Villa auf der Bautzner Straße. Warme Farben an Wänden und Möbeln, gemütliche Ecken zum Lesen, zwei Hörkabinen und Computerarbeitsplätze wirken absolut einladend. Durch die moderne Verbuchung sollen die Mitarbeiter künftig mehr Zeit für die Beratung der Bibliotheksbesucher haben.

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