Junger Asylbewerber aus Eritrea starb an Messerstichen in Hals und Brust

Der Asylbewerber, der gestern morgen in einem Hof an der Johannes-Paul-Thielman-Straße von Passanten tot aufgefunden wurde, ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Die Staatsanwaltschaft teilte heute das Ergebnis der Obduktion mit. Danach starb der 20-jähriger Mann aus Eritrea durch mehrere Messerstiche in Hals und Brust, erklärte Behördensprecher Lorenz Haase. Eine 25-köpfige Mordkommussion hat die Ermittlungen übernommen. Zunächst würden die Mitbewohner des 20-Jährigen befragt. Das Mordopfer wohnte nicht in einem Asylbewerberheim, sondern in einer der dezentralen Wohnungen in der Stadt.

Kriminaltechniker haben die Spurensicherung in der Wohnung, am Fundort und in dessen Umfeld aufgenommen. Eine mögliche Tatwaffe konnte bislang nicht sichergestellt werden. Spezialhunde  sollen mögliche Spuren finden. Ziel ist dabei auch, ein Bewegungsbild des 20jährigen zu erstellen. Die Ermittler suchen nach Hinweisen auf eine mögliche Auseinandersetzung und werten unter anderem auch die Videoaufnahmen in den öffentlichen Verkehrsmitteln aus.

Eine Erklärung dafür, warum die Polizei gestern mitteilte, dass es „keine Anhaltspunkte für eine Fremdeinwirkung gegeben habe“, hat es bisher nicht gegeben.

Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) zeigte sich „geschockt“. Sie habe vollstes Vertrauen in die Sicherheitsbehörden, sagte sie heute Abend. „Wichtig ist es mir auch, dass wir keine Spekulationen in die eine oder andere Richtung abgeben. Die Aufgabe der Stadt Dresden wird es vor allem sein, sich um die weiteren Asylbewerber, die mit dem Opfer zusammen gelebt haben, zu kümmern. Das Sozialamt ist bereits beauftragt, eine entsprechende Betreuung zu gewährleisten“, so Orosz.

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