13.februar menschenkette

Polizeipräsident zum 13. Februar: 1.200 Beamte im Einsatz – „alles andere als Routine“

Die Dresdner Polizei will mit Kommunikationsteams und deutlich weniger Beamten als im Vorjahr für einen sicheren Ablauf aller Veranstaltungen rings um den 13. Februar sorgen. „Gegenwärtig gehe ich von einer entspannten Einsatzlage aus“, sagte Polizeipräsident Dieter Kroll heute. Es seien ausreichend Kräfte vor Ort, „so dass der allgemeine polizeiliche Auftrag, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten, erfüllt werden kann“, fügte er hinzu.

Kroll Dieter Polizeipräsident

Polizeipräsident Dieter Kroll: „Alles andere als Routine“. Foto: W. Schenk

Vom 12. bis 14. Februar werden 12 Hundertschaften im Einsatz sein. Im Vorjahr waren es mit 28 Hundertschaften mehr als doppelt so viele. Die meisten Einsatzkräfte werden ab Freitagmittag im Stadtgebiet präsent sein. Die rund 700 sächsischen Beamten werden von Kollegen aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und der Bundespolizei unterstützt. In den vergangenen Wochen, so Kroll, seien die Anforderungen an die Dresdner Polizei „extrem hoch gewesen“. Dennoch sei der 13. Februar „für die Polizei alles andere als Routine“,

Am Neumarkt werden Kommunikationsteams im Einsatz sein. Durch ihre ständige Gesprächsbereitschaft wollen die sächsischen Beamten Konflikten vorbeugen und dadurch letztlich deeskalierend wirken.

Allein 50 Polizisten werden sich darum kümmern, dass die Verkehrseinschränkungen für die Bevölkerung so gering wie möglich sind. Die meisten Absperrungen, Kontrollen und Einschränkungen wird es in der Innenstadt geben. Teilnehmer an der Menschenkette und anderen Veranstaltungen werden darum von der Polizei gebeten, etwas mehr Fahrzeit einzuplanen. Beispielsweise wird der Fahrverkehr in der Innenstadt während der Dresdner Menschenkette zwischen 18.00 Uhr und 18.15 Uhr kurzzeitig zum Erliegen kommen.

Noch ist nicht abschließend geklärt, ob und vor allem wann es zu Aufmärschen der Rechtsextremen kommen wird. Das Bündnis Dresden Nazifrei hat angekündigt, entsprechende Aktivitäten blockieren zu wollen. Die eigenen Anhänger wurden dazu aufgerufen, sich auf kurzfristige Mobilisierungen einzustellen. Im vergangenen Jahr war man von einem kurzfristig für den 12. Februar angemeldeten Umzug überrascht worden. 500 Neonazis waren mit Fackeln durch die Stadt gezogen. Zwei Sitzblockaden hatte die Polizei aufgelöst. Die rund 1.000 Gegendemonstranten konnten sich zwar Gehör verschaffen, aber den Umzug nicht verhindern.

Service:
>> Veranstaltungen und Informationenn  zum 13. Februar
>> Kontakttelefon der Polizei 0351 483-3000 (11.02. – 10.00 bis 18.00 Uhr,  12.02. – 10.00 bis 18.00 Uhr, 13.02. – 10.00 bis 21.00 Uhr

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