rani dabbagh jan kossik

Benefizkonzert in der Chemiefabrik soll Flüchtlingshilfe unterstützen

Während die Stadtverwaltung die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle für Hilfsgesuche und Hilfsangebote rings um das Thema Asyl in Dresden vorbereitet, will die Initiative Kultur sucht Raum mit einem Benefizkonzert Geld für die örtliche Initiativen zur Flüchtlingshilfe sammeln. Das Benefizkonzert ist für den 10. März in der Chemiefabrik geplant, sagt Jan Kossik von „Kultur sucht Raum“. Musiker aus dem Jazz, Ska und Pop werden an dem Abend Lieder von „Ton Steine Scherben“ covern. Damit die Eintrittsgelder komplett gespendet werden können, sollen die Unkosten für das Konzert über eine Crowdfunding-Aktion eingesammelt werden. „Es läuft ein bisschen schleppend an, aber wir hoffen einen starken Endspurt“, meinte Kossik im Gespräch. Er hat zusammen mit Sänger Rani ein Video aufgenommen. In die Halle gehen etwa 220 Zuhörer. Die Tickets kosten zwischen 7 und 9 Euro. Die Organisatoren hoffen also auf Spendeneinnahmen von rund 2.000 Euro.

Mit den Geldern sollen diejenigen unterstützt werden, die sich in ihrer Freizeit für eine vielfältige Willkommenskultur engagieren. „Menschlichkeit, Freundschaft und Vertrauen – das sind keine Grundlagen, die von staatlicher Seite gewährleistet werden und dennoch Dinge, nach denen wir alle streben. Jeden Tag bringen Ehrenamtliche den schutzsuchenden Menschen genau diese Werte entgegen. Sie geben Deutschstunden, organisieren Sachspenden, schaffen Vernetzungsstrukturen, bieten Freizeitaktivitäten, betreuen Kinder bei ihren Hausaufgaben, behandeln Menschen ohne Pass, trösten, schenken, bauen, klagen und versuchen politische Veränderungen ins Rollen zu bringen“, heißt es in dem Aufruf von „Kultur sucht Raum“.

Die Spender erhalten, wie bei Crowdfunding-Aktionen üblich, eine Belohnung. In diesem Fall bieten die Organisatoren folgendes an: Für 30 EUR wird der Name des Spenders beim Konzert genannt. Für 50 Euro ein persönliches Statement des Spenders verlesen, für 300 Euro kann der Spender auf der Rückseite der etwa 220 Eintrittskarten werben. Für 1.600 Euro kann man die gesamte Veranstaltung sponsern und damit einen zweiten Auftritt ermöglichen.

Ab wann die bei der Stadtverwaltung beabsichtigte Koordinierungsstelle arbeiten wird, steht noch nicht fest. er Stadtrat hatte im September 2014 auf seiner Beratung beschlossen, dass in Kooperation mit den Ortsämtern, die als Sammelstellen fungieren, gezielt der Hilfsbedarf ermittelt und Spenden koordiniert werden sollen. Viele Initiativen aus der Flüchtlingshilfe hatte eine solche zentrale Anlaufstelle bei der Stadt gefordert.

Noch in Arbeit ist die von der Intitiative „Dresden für alle“ angekündigte Vernetzungsplattform für die Hilfsangebote. Sprecher Eric Hattke versicherte jedoch, dass intensiv gearbeitet werde. Die Plattform sei als mehrsprachiger Angebot geplant.

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